AMSTERDAM LOCKT 2017 MIT DER GRÖSSTEN EXPO ALLER ZEITEN FÜR HYDROMETEOROLOGIE-TECHNOLOGIEN
Meteorological Technology World Expo 2017
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10, 11, 12 Oktober 2017, Amsterdam, Niederlande
 
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Die Meteorological Technology World Expo wird von UKi Media & Events veranstaltet, dem weltweit führenden Veranstalter von internationalen Fachmessen, und Zeitschriftenverleger für die Bereiche Meteorologie, Luftfahrt, Automobil- und Transportwesen. Als internationaler Veranstalter von 15 branchenführenden Messen und mit Tätigkeiten in Asien, Nordamerika, im Mittleren Osten und in Europa, lockt UKIP jedes Jahr über 3000 ausstellende Unternehmen und über 50.000 Besucher zu seinen Veranstaltungen. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren.

 

Industrie News


Juni 2017


WMO und FAO unterzeichnen Klima-Grundsatzvereinbarung

Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und die Welternährungsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen (UN) haben eine Grundsatzvereinbarung unterzeichnet, um ihre gemeinsamen Anstrengungen in Angesicht von Klimavariabilität und Klimawandel voranzutreiben.

Im Rahmen der neu erstarkten Partnerschaft werden die Organisationen gemeinsam an der Entwicklung agrarmeteorologischer Dienstleistungen arbeiten und den Zugriff auf diese für Bauern und Fischer erleichtern. Sie zielen zudem darauf ab, die globale und regionale Überwachung zu verbessern, um im Falle schwerer Wetterereignisse wie Dürren frühzeitiger warnen und reagieren zu können.

Die Zusammenarbeit der WMO und FAO erstreckt sich auf technische Inhalte, gemeinsame Programme und die Projektentwicklung. Die Vereinbarung wurde während eines internationalen Seminars in Rom am 19. Juni durch José Graziano da Silva, Generaldirektor der FAO, und Petteri Taalas, Generalsekretär der WMO, unterzeichnet.


Neue australische AWS in Adelaide

Die Installation einer automatischen Wetterstation (AWS) in Adelaide wird dem Australian Bureau of Meteorology die weitere Aufzeichnung von Klimadaten an einem Standort ermöglichen, an dem ihre Erfassung bereits 160 Jahre zurückreicht. Die neue AWS befindet sich in West Terrace in den Park Lands (einer öffentlichen Grünanlage rund um das Stadtzentrum).

„Der Meteorologe Sir Charles Todd leistete Pionierarbeit und begann 1855 mit der Aufzeichnung von Wetterbeobachtungen“, erklärte John Nairn, State Manager des Bureaus. Er fügte hinzu: „Aufzeichnungen dieser Länge und Qualität sind global gesehen extrem selten und sind die Grundlage für unser Verständnis des australischen Klimas sowie seiner Variabilität und Trends. Sie helfen uns dabei, die längerfristigen Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung zu planen.“

Die neue AWS in Adelaide ist eine von über 550 Stationen in ganz Australien und ist die erste AWS in einer Hauptstadt mit einem aus der Sprache der Aborigines stammenden Beinamen.

„Wir haben die Aufgabe einer automatischen Wetterstation in Betracht gezogen und uns für den Kaurna-Namen ‚Ngayirdapira‘ entschieden, was soviel bedeutet wie ‚den Himmel betreffend‘“, erklärte der Kaurna-Älteste Uncle Lewis O‘Brien.


Förderung der europäischen Klimaforschung durch neuen Supercomputer

Ein neuer Supercomputer von Bull, einer Technologiemarke von Atos, wird die Klimaforschung in Frankreich und ganz Europa fördern.

Der Supercomputer Bull Sequana, der bis Ende 2017 an GENCI (Grand Équipement National de Calcul Intensif) in Paris geliefert werden soll, besitzt eine Gesamtleistung von 9 PetaFLOPS und kann 9 Billiarden Operationen pro Sekunde ausführen. Französische und europäische Forscher können den Computer für wissenschaftliche und industrielle Aufgaben nutzen, die eine extrem hohe Rechen- und Datenverarbeitungsleistung erfordern.

In der Klimatologie soll der Supercomputer die Erstellung von Modellen für vergangene, derzeitige und zukünftige meteorologische Zustände innerhalb des Rahmenwerks der internationalen Aktivitäten unterstützen, die vom Weltklimarat (IPCC) durchgeführt werden. Er wird zudem in den Bereichen Life Sciences, Energie und Astrophysik zum Einsatz kommen.

Der Bull Sequana entspricht 75.000 normalen PCs. Für das Jahr 2019 ist eine Erweiterung seiner Konfiguration und seiner Rechenleistung geplant, die dann auf mehr als 20 PetaFLOPS ansteigen soll.


Britische Universität nutzt Detektor von Biral für Forschungsprojekt zur Elektrifizierung von Wolken


Biral, Spezialist für meteorologische Geräte, hat im Observatorium von Chilbolton in der Nähe von Andover in Großbritannien einen Gewitterdetektor für das Science and Technology Facilities Council (STFC) installiert.

Der Biral BTD-300 steht neben Wolkenradaren und wird von einem Team der Universität Reading dafür genutzt, die frühen Phasen der Elektrifizierung von Gewittern zu untersuchen. Die Wissenschaftler hoffen, die starke Elektrifizierung einiger konvektiver Wolken näher zu beleuchten.

Die Daten der hochempfindlichen, quasi-elektrostatischen Antennen des BTD-300 werden dazu verwendet, die ersten Anzeichen der elektrostatischen Aufladung von Regentropfen sowie das Vorhandensein geladener Teilchen im Wind zu erkennen. Diese Erkenntnisse werden mit den Profilen der darüber liegenden Wolken und dem von den Mikrowellenradaren des Observatoriums gemessenen Niederschlag kombiniert. Details der Atmosphäre bis zur Wolkenuntergrenze liefern Laser Recorder.

Der BTD-300 ermittelt die Entfernung und den Kurs aller Blitzaktivitäten im Umkreis von 80 km. Diese Daten werden durch Radar- und Satellitenbilder der Umgebungsatmosphäre ergänzt, damit eine vollständige Beurteilung entstehender Gewitter möglich wird.


Innovim erhält Auftrag der NOAA

Das Kleinunternehmen Innovim hat einen ProTech-Satellite Domain-Vertrag mit der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) in den USA abgeschlossen.

Der Auftrag ist Teil eines „Indefinite Delivery Indefinite Quantity-Vertrags“ (IDIQ) mit Mehrfachvergabe und unterstützt das gesamte Spektrum an Satellitenaktivitäten, darunter auch Satellitenmissionen, und die Verwaltung der bei diesen Missionen erhobenen Umweltdaten.

Die Umweltsatellitendaten der NOAA sind von zentraler Bedeutung für die Wettervorhersage, die Analyse von Umwelt- und Klimaphänomenen und die weltweite Beobachtung von Naturgefahren.

Das in Maryland in den USA ansässige Kleinunternehmen in Frauenbesitz Innovim wurde 2002 gegründet und konzentriert sich auf Projekte für die NOAA und NASA.


Mai 2017


Durchbruch bei der Hurrikanbeobachtung

Forscher glauben, einen neuen Weg gefunden haben, die Stärke und Position von Hurrikanen aus einer Entfernung von Hunderten von Kilometern zu überwachen, indem sie die vom Zentrum eines Hurrikans ausgestrahlten atmosphärischen Wellen erkennen.

Wissenschaftler der Rosenstiel School of Marine and Atmospheric Science der University of Miami (UM) in Florida (USA) und der Hurricane Research Division der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) stellten direkte Beobachtungen der Wellen vor, die bei Erkundungsflügen in Hurrikane und von einer Forschungsboje im Pazifik gemacht wurden. Die als atmosphärische Gravitationswellen bekannten Wellen werden von starken Unwettern in der Nähe des Auges erzeugt und in sich ausdehnenden Spiralen nach außen gestrahlt.

„Diese fast unmerklichen Wellen sind gelegentlich auf Satellitenbildern zu erkennen“, erklärte David Nolan, Professor der Fakultät Atmosphärenwissenschaften an der Rosenstiel School und Hauptautor der Studie. „Wir konnten sie anhand von Flugzeugdaten und mit Oberflächeninstrumenten messen.“

Laut David Nolan können die Wellen mit Computersimulationen reproduziert werden, die vom Zentrum für rechnergestützte Wissenschaften der UM durchgeführt wurden. Diese Simulationen zeigen, dass die Wellenstärke mit der maximalen Windgeschwindigkeit im Auge des Sturms in Bezug gebracht werden kann. Die Ergebnisse legen nahe, dass Hurrikane, Wirbelstürme und Taifune mit relativ kostengünstigen Instrumenten wie Barometern und Anemometern aus einer Entfernung von Hunderten von Kilometern überwacht werden könnten, ähnlich wie Erdbeben rund um den Globus mit Seismometer beobachtet werden.

Die Forscher analysierten Daten, die 2003 und 2004 bei 25 verschiedenen Erkundungsflügen von P-3-Flugzeugen der NOAA in fünf Hurrikane gesammelt wurden, sowie Daten der EASI-Boje (Extreme Air-Sea Interaction), die 2010 von Wissenschaftlern der UM Rosenstiel School im Pazifik ausgesetzt wurde.

Die Studie Spiral Gravity Waves Radiating from Tropical Cyclones wurde in der Zeitschrift Geophysical Research Letters veröffentlicht.


Biral und Microstep-MIS sichern sich NEPAL-Projekt

Der Meteorologiespezialist Biral und der Informationssystemhersteller MicroStep-MIS sollen im Rahmen des nepalesischen Projekts für den Aufbau von Resilienz gegenüber Klimagefahren 88 automatische Wetterstationen (AWS) an das Land liefern.

Bei diesem 16-monatigen Projekt werden die Partner mit Nepals Institut für Hydrologie und Meteorologie zusammenarbeiten. Die Arbeiten wurden bereits an drei zivilen Flughäfen begonnen: Dem ca. 5 km im Osten von Kathmandu gelegenen Tribhuvan International Airport, dem Flughafen Bhairahawa als wichtige Drehscheibe zwischen Nepal und Indien und dem Flughafen Pokhara, eine bei Touristen beliebte Stadt ca. 200 km westlich von Kathmandu.

Das automatische Wetterbeobachtungssystem AWOS von MicroStep-MIS wird neben 26 Biral-Sensoren vom Typ SW-250 zur Ermittlung der Sichtweite und des aktuellen Wetters an jedem der Flughäfen installiert. Der Flughafen Kathmandu erhält zusätzlich einen VPF-750-Sensor. Sämtliche Instrumente entsprechen den Anforderungen für RVR (Landebahnansicht) und die lokalen Wetterbedingungen. Alle meteorologischen Sensoren sind in eine zentralisierte Software eingebunden.

Für dieses Projekt werden mehrere unterschiedlich Arten von Stationsnetzwerken eingesetzt. Das erste ist das Regional Baseline Synoptic Network, das aus 11 Stationen besteht. Diese Stationen sollen das Rückgrat vieler Anwendungsbereiche bilden und dienen nicht nur der synoptischen und aeronautischen Meteorologie. Als Stationen höchster Priorität werden sie während des Betriebs gewartet.

Das zweite ist das Agrometeorological Observation Network, das aus 24 Stationen besteht. Dieses Netzwerk wird Beobachtungsdaten zum besseren Verständnis der Auswirkungen von Wetter- und Klimabedingungen auf die Landwirtschaft in Nepal liefern. Die Standorte der Standorte werden so gewählt, dass die wichtigsten landwirtschaftlichen Regionen in Nepal abgedeckt sind.

Bei dem dritten handelt es sich um ein Hilfsstationsnetzwerk bestehend aus weiteren 45 Stationen, das die beiden ersten Netzwerke unterstützen soll.


Start eines Prognoseprogramms für Wirbelstürme in Australien

Das australische Bureau of Meteorology (BoM) hat ein neues Forschungsprogramm bekannt gegeben, das Offshore-Anlagen bessere Vorhersagen tropischer Wirbelstürme bereitstellen soll. Das zweijährige Programm wird die meteorologische Modellierung einsetzen, um längerfristige und ausführlichere Vorhersagen tropischer Wirbelstürme zu erzeugen.

„Das Programm soll außerdem dazu beitragen, die Bedrohung verheerender Zyklonwellen vor den Küsten von Westaustralien und des Northern Territory vorherzusagen“, erklärte Andrew Burton, Sektormanager Ressourcen des BoM.

„Die Verbesserungen werden zu einer besseren Entscheidungsfindung der Öl- und Gasbetreiber in Bezug auf die Vorbereitung ihrer Offshore-Infrastrukturen auf die potenziellen Folgen eines Wirbelsturms beitragen.“

Laut Andrew Burton werden es die Forschungarbeiten dem BoM erlauben, ein wesentlich klareres Bild der Bedrohung eines tropischen Wirbelsturms an einem bestimmten Standort aufzuzeigen, und das drei bis sieben Tage vor dem Eintreffen.

„Eine weitere neue Möglichkeit sind Orientierungshilfen zu den mit Wirbelstürmen verbundenen Wellenbedingungen. Offshore-Betreiber werden bessere Einblicke in die höchsten Wellenbedingungen erhalten, die an einem bestimmten Standort zu erwarten sind. So können Schiffe sicher verlegt oder Anlagen im Bedarfsfall evakuiert werden“, schloss Andrew Burton ab.

Das Programm wird gemeinsam von Shell, Woodside, Chevron und INPEX finanziert.


Lufft stellt neuen Schneehöhensensor vor


Mit seiner dritten Produkteinführung in ebenso vielen Wochen hat der Spezialist für meteorologische Messsysteme Lufft den laserbasierten Schneehöhensensor SHM31 auf den Markt gebracht.

In Sekundenschnelle misst das neue Werkzeug Schneeschichten von bis zu 15 Meter Höhe. Der SHM31 ist der Nachfolger des Mitte 2009 von Jenoptik vorgestellten SHM30, der seit 2014 Teil des Produktprogramms optischer Sensoren von Lufft ist.

Zu den neuen Funktionen zählen Kommunikationsschnittstellen (RS232, RD485 und SDI-12), die den SHM31 vollumfänglich kompatibel zum UMB-Standard von Lufft machen. Der neue Sensor verfügt zudem über eine integrierte Scheibenheizung für den Laserstrahleingang und -ausgang sowie einen eingebauten Winkelmesser, der die Installation vereinfacht Trotz seiner erweiterten, zweistufigen Heizfunktion, die dafür sorgt, dass selbst extreme Wetterbedingungen die Messung nicht beeinflussen, weist der SHM31 einen niedrigeren Energiebedarf als der SHM30 auf.

Der Schneehöhensensor beruht auf einem opto-elektronischen Laser-Distanzsensor und arbeitet mit einem sichtbaren und einfach einstellbaren Messstrahl. Das ermöglicht eine Ermittlung von Schneehöhen von bis zu 15 Metern auf natürlichen, diffus reflektierenden Flächen. Die Messungen sind millimetergenau.

Durch die Auswertung der Signalintensität ist der Sensor in der Lage, zusätzlich die Reflektivität zu bewerten und andere Materialien von Schnee zu unterscheiden. Da das optische Messprinzip unabhängig von Temperaturschwankungen ist und eine bessere Genauigkeit ausweist, bietet es einen klaren Vorteil gegenüber den marktüblichen Ultraschallsensoren. Dank des robusten Gehäuses mit IP68-Zertifizierung sind keine Wartungseinsätze erforderlich.

Der SHM31 wurde als Messinstrument zum Einsatz u. a. in meteorologischen Messnetzwerken, an Flughafen, in Straßenmeistereien und Skigebieten ausgelegt.


April 2017


WMO startet Staubbericht

Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hat ihr erstes jährliches Airborne Dust Bulletin herausgebracht.

Das Bulletin, das am 12. April veröffentlicht wurde, bietet einen Überblick über die Staubkonzentration in der Atmosphäre und die geografische Verteilung im Jahr 2016. Die Schätzungen des Staubgehalts wurden von den täglichen Prognosen des Copernicus Atmosphere Monitoring Service des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage abgeleitet.

Die global gemittelte aerosol-optische Dichte im Jahr 2016, ein Maß für die Staubbelastung, lag ähnlich hoch wie in den Vorjahren, so der Bericht, der besonders starke Sand- und Staubstürme im Iran und in China/der Mongolei hervorhebt. Aufgrund von Engpässen bei der Modellierungskapazität und der relativ kurzen Zeit seit Beginn der systematischen Beobachtungen im Jahr 2003 wurde kein klar definierter Trend zwischen 2003 und 2016 ermittelt.

„Jedes Jahr werden schätzungsweise 2000 Millionen Tonnen Staub in die Atmosphäre abgegeben. Zwar ist ein großer Teil davon ein natürlicher Teil der Erdzyklen, doch wird eine signifikante Menge durch menschlich bedingte Faktoren verursacht, insbesondere durch nicht nachhaltige Land- und Wasserwirtschaft“, erklärte Enric Terradellas, Vorsitzender des Lenkungsausschusses des Sand and Dust Storm Warning Advisory and Assessment System der WMO.

„Staub ist ein wichtiger Bestandteil von atmosphärischen Aerosolen, die das globale Klima beeinflussen und aufgrund ihres Einflusses auf atmosphärische Dynamik, Wolken und Niederschlag wichtige Auswirkungen auf das Wetter haben“, fügte Terradellas hinzu.

Der Großteil des Staubs im Jahr 2016 konzentrierte sich in der Gegend seiner Hauptquellen: den Gürtel der tropischen und subtropischen Wüsten der nördlichen Hemisphäre, der sich von der Sahara über die arabischen und syrischen Wüsten bis hin zur Wüste Thar zwischen Indien und Pakistan erstreckt, sowie die Wüsten Zentralasiens und Chinas/der Mongolei in den mittleren Breitengraden.


Meteosat-7 stillgelegt

Meteosat-7, das letzte geostationäre Raumfahrzeug der ersten Meteosat-Generation, wurde nach fast 20-jähriger Dienstzeit stillgelegt.

Der letzte Befehl wurde am 11. April um 09:00 Uhr UTC gesendet und beendete den Service nicht nur dieses einen Raumfahrzeugs, sondern der gesamten Meteosat-Mission der ersten Generation, die 1977 von der Europäischen Weltraumorganisation begonnen wurde.

Am 2. September 1997 wurde Meteosat-7 gestartet, um die Lücke zwischen dem Meteosat-Operationsprogramm (Meteosat-4 bis -6) und dem ersten Satelliten der zweiten Generation Meteosat-8 (gestartet am 28. August 2002) zu schließen. Im vergangenen Jahrzehnt lieferte er Beobachtungen des Indischen Ozeans aus der geostationären Umlaufbahn. Nach dem Tsunami im Indischen Ozean im Dezember 2004 wurde Meteosat-7 ein wesentlicher Bestandteil des Tsunami-Warnsystems und fungierte als Relais-Raumfahrzeug für Tsunami-Warnbojen.

EUMETSAT-Generaldirektor Alain Ratier sagte: „Dieses letzte Manöver bringt ein Gründungsprogramm zu einem sicheren Ende. Die erfolgreiche Meteosat-Mission der ersten Generation sorgte nicht nur für die Geburt der EUMETSAT 1986 und machte aus ihr 1995 einen echten Satellitenbetreiber, sondern sie prägte auch die Satelliten-Meteorologie in Europa, indem sie Konzepte wie das schnelle Scannen von Gewittern und die Extraktion von Windvektorprodukten aus der Verfolgung von Wasserdampfmustern über aufeinanderfolgende Bilder testete.“


Drohnen ermöglichen Messungen in vulkanischen Wolken

Ein Team aus Vulkanologen und Ingenieuren der Universitäten Bristol und Cambridge in Großbritannien hat Messungen direkt aus dem Inneren vulkanischer Wolken zusammen mit visuellen und thermischen Bildern unzugänglicher Vulkanspitzen erfasst.

Eine aktuelle 10-tägige Forschungsreise führte das Team auf die Gipfel des Volcán de Fuego und des Volcán de Pacaya in Guatemala, wo es mehrere Flüge zur Überprüfung der Machbarkeit durchführte. Mit leichten modernen Sensoren maß das Team Temperatur, Feuchtigkeit und thermische Daten innerhalb der vulkanischen Wolken und nahm Bilder von mehreren Eruptionen in Echtzeit auf.

Das ist eine der ersten Gelegenheiten, bei denen maßgeschneiderte, unbemannte Starrflügel-Luftfahrzeuge (UAV) an einem Vulkan wie dem Fuego eingesetzt wurden, wo der fehlende nahe Zugang zum Ausbruchkanal am Gipfel robuste Gasmessungen verhindert hatte. Die UAVs wurden jenseits der Sichtverbindung über eine Distanz von bis zu 8 km und 10.000 Fuß über dem Startplatz geflogen.

Die Gruppe plant, im Jahr 2017 mit einem breiteren Spektrum an Sensoren nach Guatemala zurückzukehren, darunter ein MultiGAS-Gasanalysator (für CO2, SO2 und H2S), ein vierstufiges Filterpaket, Kohlenstoffprobenteller für die Ascheprobennahme, thermische und visuelle Kameras sowie atmosphärische Sensoren.

Dr. Emma Liu, Vulkanistin am Department of Earth Sciences in Cambridge, sagte: „Drohnen bieten eine außerordentlich wertvolle Lösung für die Herausforderungen der Probenahme vor Ort und der routinemäßigen Überwachung vulkanischer Emissionen, vor allem dort, wo die Region um die Ausbruchkanäle ungeheuer gefährlich oder unzugänglich ist. Diese Sensoren helfen nicht nur dabei, die Emissionen von Vulkanen zu verstehen, sie könnten in Zukunft auch genutzt werden, um die Gemeinden vor Ort bei drohenden Eruptionen zu informieren – besonders wenn die Flüge automatisiert werden können.“


JPSS-Upgrade verbessert die Wetterdatenübermittlung

Die Luft- und Raumfahrtfirma Raytheon hat ein Upgrade und eine abschließende Prüfung des Datentransport- und -verarbeitungssystems für das Joint Polar Satellite System Common Ground System (JPSS) abgeschlossen, das Wetter- und Umweltdaten bereitstellt, die von NASA, NOAA, dem US-Verteidigungsministerium und den internationalen Partnern der drei Behörden genutzt werden.

Laut Raytheon beschleunigt das Upgrade die Datenverarbeitung und -verbreitung, verbessert die Systemverfügbarkeit und bietet den Cybersecurity-Schutz der Daten und des gemeinsamen Grundsystems (CGS) zur Unterstützung des bevorstehenden Starts von JPSS-1 sowie zukünftiger Satellitenmissionen.

„Das neue System wird 11 TB Daten pro Tag über einen Downlink aus der JPSS-Konstellation ausgeben“, erzählte Matt Gilligan, Vice President des Bereichs Navigation and Environmental Solutions von Raytheon. „Das JPSS CGS wird die Auslieferung von Wetterdaten an regionale Prognosezentren beschleunigen, die Wettermodelle aufbauen, Umweltaerosole verfolgen und Polareisbewegungen kartieren.“

Das System-Upgrade geht dem letzten großen Schritt voraus: ein Upgrade der Flugbetriebselemente des CGS vor dem Start von JPSS-1, der für September 2017 geplant ist.


ISS-Untersuchungsfähigkeit erhöht

Das Raumfahrzeug Cygnus von Orbital ATK lieferte am 22. April mehr als 7,6 Tonnen Fracht an die Internationale Raumstation.

Der siebte Frachtlieferflug von Orbital ATK zur Station startete am 18. April an Bord einer Atlas-V-Rakete der United Launch Alliance vom Space Launch Complex 41 der Cape Canaveral Air Force Station in Florida (USA). Das Raumfahrzeug bleibt bis zum Juli an der Raumstation, bevor es beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zerstört wird.

Die Mission, die unter dem NASA Commercial Resupply Services-Vertrag stattfindet, wird Dutzende neuer und laufender Untersuchungen unterstützen, da die Expeditionen 51 und 52 zu etwa 250 Wissenschafts- und Forschungsstudien beitragen.

Zu den Geräten an Bord des Flugs gehörten 28 Cubesats, die im Rahmen des NanoRacks-QB50-Projekts in den nächsten ein bis zwei Jahren die oberen Bereiche der Erdatmosphäre untersuchen werden. Die QB50-Satelliten führen koordinierte Messungen an einer bisher ungenügend untersuchten und unzugänglichen Zone der Atmosphäre durch, die als Thermosphäre bezeichnet wird. Das Projekt überwacht verschiedene gasförmige Moleküle und elektrische Eigenschaften der Thermosphäre und trägt damit zu einem besseren Verständnisses des Weltraumwetters und seiner langfristigen Trends bei.


März 2017


Höhere Empfindlichkeit und größere Entfernungsauflösung

Modelle zur Prognostizierung von Ereignissen in der Atmosphäre stellen die komplexen Beziehungen zwischen vielen Faktoren dar, so auch den Einfluss natürlicher und anthropogener Aerosole auf das regionale und globale Klima. Durch die Erhebung detaillierter Daten über einen bestimmten Zeitraum lernen wir mehr über die Zusammensetzung von Aerosolen und wie sich Ausdehnungen von Aerosolen bewegen. Das neue hochauflösende Mini-Mikropuls-Lidar-System (MiniMPL-HD) für die Fernerkundung bietet eine feinere Granularität zur Bewertung von Schwebstoffteilchen. Zudem verbessert es die Genauigkeit von Prognosen.

Das MiniMPL-HD nutzt das kompakte Design des aktuellen MiniMPL-Systems und fügt weitere Funktionen hinzu, die insbesondere für Meteorologen, Wissenschaftler und Experten für Luftqualität wertvoll sind. Durch die Überarbeitung des Systems wurde seine Effizienz gesteigert, so dass mehr Impulse und mehr Reflektionen generiert werden. Darüber hinaus wurde die Entfernungsauflösung des MiniMPL-HD von 5 m auf 2,4 m verbessert. Die höhere Empfindlichkeit bei der Erfassung von Aerosolen ist äußerst wertvoll, um die Messwerte der durchgehenden Grenzschichtdicke für solche Bereiche zu berechnen, in denen die Aerosolverteilung normalerweise gering ist.

Eine weitere wichtige Funktion ist die Echtzeitintegration radiometrischer Daten in den Datenstrom des MiniMPL-HD. Das Ergebnis ist ein umfassenderes Atmosphärenprofil, das die von einem Radiometer erfasste Feuchtigkeit und die Temperatur, gemischt mit hochgenauen Aerosol-Daten der Grenzschicht umfasst.

„Sigma Space investiert weiterhin in MPL und MiniMPL“, so Justin Fisher, Leiter Atmosphärenprodukte bei Sigma Space. „Wir wollen unseren Vorsprung bei der Empfindlichkeit ausbauen und durch Miniaturisierung noch innovativer werden, ohne Abstriche bei der Qualität zu machen.“

Die hochgenauen Daten, die das MiniMPL-HD-System erhebt, liefern Wissenschaftlern mehr Erkenntnisse über die Atmosphäre und die entsprechenden Auswirkungen auf das globale Klima. Dies wiederum schafft Mehrwert für die atmosphärenspezifischen Prognosemodelle.


Glitzern der Sonne unterstützt die Wellenbeobachtung

Wissenschaftler nutzen das Glitzern der Sonne auf Bildern der Satellitenmission Copernicus Sentinel-2 für die Kartierung von Wellenbewegungen.

Die Bestimmung des Seegangs durch Satellitensensoren ist nicht neu. Doch durch Erfassung des glitzernden Sonnenlichts auf der Wasseroberfläche liefert die multispektrale Kamera von Sentinel-2 eine Fülle an Informationen über die Richtung, die Höhe und die Bewegung der Wellen.

Ein Team von Wissenschaftlern hat ein neues Verfahren entwickelt, wie das Glitzern der Sonne ausgewertet werden kann. Es setzte diese Informationen dann bei der Erstellung einer Reihe von Detailbildern der Wellenmuster vor der Küste der Insel Dorre in Westaustralien ein. Auf Basis dieses Verfahrens und durch die wissenschaftliche Auswertung des Glitzerns auf den Meeren im Rahmen des Projekts „Scientific Assessment of Ocean Glitter“ der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) konnte das Team kartieren, wie sich Wellen in Regionen mit starken Meeresströmungen entwickeln.

Wie Teammitglied Vladimir Kudryavtsev vom Labor für Satellitenozeanographie der Russischen Hydrometeorologischen Universität der ESA mitteilte: „Wir haben unser Verfahren am Agulhasstrom getestet, einer traditionell trügerischen Strömung vor der Südspitze des afrikanischen Kontinents.

Aufgrund der Daten, die wir im Januar 2016 erhoben haben, konnten wir das Verhalten der Meereswellen und ihre Wechselwirkung mit den Strömungen beobachten. Wir fanden heraus, dass die Strömungen an der Meeresoberfläche die vorherrschenden Wellen an der Meeresoberfläche beeinflussen, das heißt die jeweils höchsten Wellen in einer bestimmten Region, die durch den vorherrschenden Wind und große Dünungen entstehen. Die Daten zeigten auch, wie Wellenpakete von Strömungen an der Meeresoberfläche abgelenkt und eingeschlossen werden können, wodurch Wellen an der Oberfläche entstehen, die wesentlich höher als normalerweise sind.“

Zwei Sentinel-2-Satelliten befinden sich nun in der Umlaufbahn, wodurch sich die Menge der gelieferten Daten für die Kartierung der Meereswellen auf Basis des Glitzerns potenziell verdoppelt.

Das Erdbeobachtungsprogramm Copernicus der EU wird von der Europäischen Kommission verwaltet.


„Wissenschaftliche Goldgrube“ für die Erforschung des Weltraumwetters

Mithilfe eines neuen, hochempfindlichen GPS-Empfängers werden unmerkliche Signalschwankungen der GPS-Satelliten an der Internationalen Raumstation (ISS) erkannt.

Der von Ingenieuren an der Cornell University in den USA entwickelte GPS-Empfänger FOTON (Fast Orbital TEC for Orbit and Navigation) kam vergangenen Monat an Bord der Rakete SpaceX Falcon 9 an der ISS an. Mit dem Gerät wird das „Weltraumwetter“ untersucht – geladene Teilchen im Plasma des Weltraums, welche die Leistung von Kommunikations- und Navigationssatelliten beeinträchtigen.

Wie Steven Powell von der Cornell University dem Hochschulmagazin Cornell Chronicle mitteilte: „Diese Schwankungen werden normalerweise von Standard-GPS-Empfängern herausgefiltert. Allerdings handelt es sich aus wissenschaftlicher Perspektive um eine Goldgrube für die Datenanalyse.“

FOTON ist Teil des Projekts GROUP-C (GPS Radio Occultation and Ultraviolet Photometry –– Colocated). Scott Budzien vom Naval Research Laboratory ist Leiter des Projekts und führt gemeinsam mit Powell das Team der Cornell University.

FOTON, der aus einem GPS-Empfänger und drei Antennen besteht, ist auf einer Montageplattform außerhalb der ISS befestigt, wird über große Solarpaneele mit Strom versorgt und nutzt das Datenkommunikationssystem der Station, um Daten zurück zur Erde zu senden.

Die Anlage ist so konfiguriert, dass GPS-Signale maximiert und unerwünschte Reflektionen von den großen Metallteilen der ISS minimiert werden. Dadurch kann sich das System auf die GPS-Satelliten konzentrieren, die am Himmel vorüberziehen.

Powell sagte: „Dieses Experiment ermöglicht es uns, andere, doch ebenso interessante Effekte in der Ionosphäre in Äquatornähe zu untersuchen, wo der Großteil der Bevölkerung lebt. Das Experiment GROUP-C läuft insgesamt zwei Jahre lang, so dass die Datenmenge und das Potenzial für bedeutende wissenschaftliche Erkenntnisse riesig sind.“


Erste Bilder von Chinas neuestem Wettersatelliten eingegangen

Fengyun-4, der erste der chinesischen Wettersatelliten der zweiten Generation mit geostationärer Umlaufbahn, hat seine ersten Bilder und Daten zur Erde gesendet.

Die Bilder wurden mithilfe eines Mehrkanal-Radiometers für Bildaufnahmen sowie mit einem Resonanz-Interferometer aufgenommen. Unter den gesammelten Informationen sind die von einem Bildgebungssensor für Blitze erfassten Daten über die Verteilung und Intensität von Blitzen, erzählte Tian Yulong, leitender Ingenieur bei der Chinesischen Administration für Wissenschaft, Technologie und Industrie für nationale Verteidigung (SASTIND), die sowohl die Bilder als auch die Daten veröffentlichte.

Fengyun-4 wurde am 11. Dezember 2016 vom Satellitenstartzentrum in der chinesischen Provinz Sichuan gestartet. Alle wichtigen Tests der Funktionen und Bildgebungsverfahren sind nun abgeschlossen, und der Satellit wird voraussichtlich im Juni oder Juli 2017 seinen vollen Betrieb aufnehmen.


Nanosatelliten zur Untersuchung der Schichtprofile der Atmosphäre

Spire Global hat eine Konstellation von Nanosatelliten mit hochwertigen GNNS-Empfängern (Global Navigation Satellite System) entwickelt, getestet und setzt diese jetzt ein.

Mithilfe von GNSS-Okkultation werden die Satellitendaten hochwertige Messdaten (Schichtprofile) über Temperatur, Druck und Wasserdampf in der Atmosphäre liefern. Die neue Konstellation umfasst acht Satelliten, die täglich mindestens 1000 Profile liefern können. Der Startplan von Spire sieht vor, dass sich dieser Wert innerhalb von zwei Jahren auf mindestens 100.000 Profile pro Tag steigert. Dadurch wird jeden Tag eine Schichtanalyse der Atmosphäre in allen 100 x 100 Kilometer großen Rastern der Erde vorgenommen.

Das Verfahren nutzt öffentlich geförderte und öffentlich zugängliche Forschung und Entwicklung im Bereich GNSS-Radio-Okkultation (GNSS-RO), die von verschiedenen Forschungsgruppen durchgeführt wird, darunter auch die für die Konstellation des COSMIC-Projekts (Constellation Observing System for Meteorology, Ionosphere, and Climate) verantwortliche Gruppe.

Die Datenzugriffsmodelle von Spire entsprechen Resolution 40 der Weltorganisation für Meteorologie, welche die Bereitstellung meteorologischer Daten regelt. So können mit einer einmalig erworbenen Lizenz des Unternehmens die Daten überall verbreitet werden. Dadurch ist eine unbegrenzte Weiterverbreitung der Daten möglich, sodass die Daten den Einrichtungen für öffentliche Wettervorhersagen kostenlos zur Verfügung stehen. Die Satelliten werden im schottischen Glasgow gefertigt. Aufgrund ihrer geringen Größe können sie innerhalb weniger Wochen gefertigt und gestartet werden.


Kanada stärkt Klimainvestitionen

Environment and Climate Change Canada, das kanadische Ministerium für Umwelt- und Klimaschutz, hat die neuesten Investitionen in Informationstechnologie auf dem neuesten Stand und die Modernisierung der Radarsysteme für die Wetterprognose angekündigt

Das kanadische Ministerium gibt 83 Mio. C$ (62 Mio. US-Dollar) für 20 neue Wetterradaranlagen aus, die von Selex ES geliefert werden. Die erste davon wird bis Herbst 2017 an Ort und Stelle sein, weitere Installationen werden in den nächsten sieben Jahren folgen. Der Auftrag umfasst auch Optionen für die Installation von bis zu 13 weiteren Radaranlagen bis spätestens 31. März 2023 beim Canadian Weather Radar Network.

Die Radaranlagen werden auf Standorte in ganz Kanada verteilt und sorgen damit für eine bessere Prognose schwerer Wetterereignisse. Sie werden Daten für nahezu jede Branche der Wirtschaft liefern, von den Gesundheitswissenschaften über Umweltmanagement bis hin zu Landwirtschaft und Verkehr.

Der Auftrag für Selex ES erfolgt weniger als ein Jahr, nachdem Environment and Climate Change Canada IBM Canada den Zuschlag für ein Projekt in Höhe von 430 Mio. C$ (322 Mio. US-Dollar) erteilte, in Montreal (Provinz Quebec) einen modernen Hochleistungsrechner zu konzipieren, zu fertigen, zu erneuern und zu hosten. Der Einsatz der neuen Radaranlagen in Verbindung mit dem neu erworbenen Supercomputer verschafft der kanadischen Bevölkerung mehr Zeit, um sich, ihre Familien und ihr Eigentum durch entsprechende Maßnahmen vor den Folgen schwerer Wetterereignisse zu schützen.

„Diese wichtige Investition trägt dazu bei, die Infrastruktur des kanadischen Wetterdienstes zu modernisieren und sicherzustellen, dass unsere Meteorologen uns die schnellsten und genauesten Wetterprognosen liefern können. Dies ist zum Schutz der Gesundheit, des Wohlergehens und der Sicherheit der kanadischen Bevölkerung unabdingbar. Es ist auch ein wichtiger Service zum Schutz unseres wirtschaftlichen Wohlstands angesichts der sich verändernden Wetter- und der Umweltbedingungen“, so Catherine McKenna, Ministerin für Umwelt und Klimaschutz der kanadischen Regierung.


February 2017


Annäherung einer Forschungsgerätemission abgebrochen

Eine Mission, mit der mehr als 2,5 Tonnen Forschungsgeräte, Fracht und Versorgungsgüter zur Internationalen Raumstation (ISS) transportiert werden sollte, konnte nicht andocken.

Am 22. Februar, dem dritten Tag der Mission, trat ein Problem mit dem GPS-System auf. Zudiesem Zeitpunkt war die Versorgungskapsel Dragon des Unternehmens SpaceX nur nochca. einen Kilometer von der ISS entfernt. Die Annäherung wurde abgebrochen, die NASA hat allerdings inzwischen bestätigt, dass weder für die Station noch für ihre sechsköpfige Besatzung eine Gefahr bestand. Am Donnerstag, dem 23. Februar soll ein weiterer Versuch unternommen werden.

„Für einen Piloten ist es manchmal besser, zu beschleunigen und zu kreisen, als eine schwierige Landung zu versuchen“, twitterte der französische Astronaut Thomas Pesquet von der ISS. „Im Weltraum ist es genauso – morgen werden wir bereit sein!“

Das ist das erste Mal, dass SpaceX eine Mission in einem so späten Stadium abbrechen musste. Der Abbruch ereignete sich nur Stunden nachdem Russland einen Raumfrachter von Kasachstan aus erfolgreich auf den Weg zur ISS gebracht hat. Dies wiederum war der erste Versuch nach einem fehlgeschlagenen Start im Dezember.

Der Dragon startete am 19. Februar vom Launch Complex 39A im Kennedy Space Center der NASA in Florida. Es war der erste kommerzielle Start auf dem historischen Gelände.

Zu den wichtigsten Ausrüstungsteilen, die vom Dragon transportiert werden, gehört das SAGE III (Strategisches Aerosol- und Gasexperiment). Es ist Teil eines der am längsten laufenden Erdbeobachtungsprogramme der NASA und wird den Gehalt an Ozon, Aerosolen, Stickstoffdioxid und Wasserdampf in der Stratosphäre und Troposphäre hoch über der Erde untersuchen. Das Instrument wiegt eine Tonne und wird an der Außenseite der Station angeschlossen, um über mehrere Jahre hinweg täglich Beobachtungen zu machen.

Unter den an Bord des Dragon transportierten Materialien befindet sich auch ein Experiment zur Kristallzüchtung. Dabei wird ein monoklonaler Antikörper kristallisiert, der klinische Tests für die Behandlung immunologischer Krankheiten durchläuft. Die NASA erklärt, dass sich der Kristall beim Züchten im Weltraum besser entwickelt als auf der Erde, wo er durch die Schwerkraft in sich zusammenfallen würde. Außerdem befinden sich auf dem Flug Versorgungsgüter, die eine weitere Erforschung von Stammzellen ermöglichen, etwa solchen, die zur Behandlung von Schlaganfällen und anderen Krankheiten verwendet werden.

Die Mission ist der zehnte Frachtflug des Unternehmens SpaceX zur ISS im Rahmen des Vertrags mit der NASA für kommerzielle Versorgungsleistungen. Mit der Fracht des Dragon werden Dutzende der mehr als 250 Wissenschafts- und Forschungsuntersuchungen unterstützt, die für die Expeditionen 50 und 51 der Station geplant sind.

Ende März soll der Dragon die Raumstation verlassen und mit fast 2,3 Tonnen an Transportmaterial von Wissenschaft, Geräten und Besatzung zurückkehren.


Neue Wetterwarnungen sind netzwerkunabhängig

Die Weather Company und ihr Mutterkonzern IBM haben eine neue Warntechnologie mittels eines vermaschten Netzwerks vorgestellt. Damit können die Benutzer von Mobiltelefonen auch dann verbunden bleiben, wenn die Internetverbindung begrenzt oder es durch einen Stromausfall zu einer Netzwerkstörung gekommen ist.

Die Entwickler hoffen, dass sich Menschen in Entwicklungsländern mit dieser Technologie über aktuelle schwere Wetterereignisse oder Naturkatastrophen austauschen können. Sie soll über die App The Weather Channel für Android-Geräte in Schwellenländern Asiens, Lateinamerikas und Afrikas zur Verfügung gestellt werden. Innerhalb des vermaschten Netzwerks werden dann Peer-to-Peer-Verbindungen genutzt, um die Menschen über ihre Smartphones zu warnen. Die Technologie des vermaschten Netzwerks verknüpft weitere Telefone in der Nähe, um das Signal zu verbreiten, damit die Benutzer verbunden und informiert bleiben können.

Die Peer-to-Peer-Technologie verwandelt Mobilgeräte zu Verbindungspunkten innerhalb des vermaschten Netzwerks. So können die Geräte direkt miteinander „sprechen“, ohne die Infrastruktur der Mobilfunkmasten zu nutzen. Jedes Smartphone wird zu einem Netzwerkknoten, der die Nachricht speichert und an das nächste Gerät weiterleitet. Mit der so entstehenden Kette werden mehr Geräte erreicht, ohne dass ein Mobilfunknetzwerk erforderlich wäre.


NOAA nennt den Gewinner des SETS-Auftrags

Die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) hat einen Auftrag für Systems Engineering and Technical Services (SETS) in einer Höhe von 113 Millionen US-Dollar an das Unternehmen Vencore vergeben, einen Anbieter von Informationslösungen mit Sitz in Virginia (USA).

Im Rahmen des Vertrags, der zunächst ein Jahr läuft und vier Ein-Jahres-Optionen umfasst, wird Vencore den National Environmental Satellite, Data and Information Service (NESDIS) der NOAA unterstützen.

Der NESDIS erwirbt und verwaltet die operativen Umweltsatelliten der USA, betreibt die National Centers for Environmental Information (NCEI) der NOAA, liefert Daten und Informationsdienste wie etwa eine Erdsystemüberwachung, führt offizielle Bewertungen der Umwelt durch und betreibt zugehörige Forschung.

Vencore wird bei der Bereitstellung technischer Dienstleistungen und Lösungen für Systeme eng mit dem NESDIS zusammenarbeiten. Damit sollen veraltete Systeme unterstützt und der Übergang zu zukünftigen Bodensystemen für neue Umweltsatelliten wie GOES-R und JPSS ermöglicht werden.


Eine LiDAR-Premiere für Blitze

In einer Premiere für die USA nutzten US-Wissenschaftler erstmals die Daten einer hochauflösenden LiDAR-Messung, um die Auswirkungen von Blitzen auf das Ozon der Troposphäre zu bestimmen.

Wissenschaftler an der University of Alabama in Huntsville (UAH) maßen mit der LiDAR-Methode für die Bewertung der Ozonqualität in der Troposphäre der „Rocket City“ (RO3 QET) das Ozon, das durch Sommerblitze über den USA chemisch produziert wurde. Nach einer entsprechenden Weiterentwicklung könnte die Forschung eine wichtige Rolle bei der Vorhersage und Beurteilung der Luftqualität spielen.

Das UAH-Team schätzte die Stickoxidemissionen der Blitze basierend auf den Beobachtungen des US-amerikanischen National Lightning Detection Network (NLDN) von Vaisala. Es maß dann das sich ergebende Ozon, das durch die Blitze auf der windabgewandten Seite der Stürme erzeugt wurde, wo klares Wetter die Funktion von LiDAR ermöglichte, und quantifizierte die Ozonausdehnung aufgrund von Blitzen.

Im Winter ist die Vermischung des Stratosphärenozons mit der Troposphäre während des Stratosphären-Troposphären-Austausches (STE) das wichtigste Mittel für den Ozontransport in unsere Luft. Im Sommer hingegen lässt dieser Vorgang nach, und Blitzschläge erzeugen eine deutliche Ausdehnung des Ozons in die mittlere bis obere Troposphäre, besonders im Südosten der USA.

„Wenn Ozon durch einen Blitz in die obere Troposphäre gebracht wird, gibt es einen Abwärtstransportmechanismus, der sich auf das Ozon in der unteren Troposphäre auswirkt“, erklärte Dr. Lucy Wang, eine wissenschaftliche Mitarbeiterin des Earth Systems Science Center (ESSC) der UAH und Hauptautorin eines Aufsatzes über die Ergebnisse des Teams.

„In der Troposphäre gilt Ozon als schädliches Gas“, erklärte sie. „Es kann Bronchitis, Emphyseme und Asthma verschlimmern. Wir untersuchen den Prozess, der die Ozonproduktion beeinflusst. Es gibt immer noch viele Unsicherheiten in diesem Forschungsbereich, die wir auszuräumen versuchen.“

Das Team nutzte Daten einer LiDAR-Anlage im obersten Stock des National Space Science Technology Center (NSSTC) in der Cramer Research Hall in Huntsville (Alabama). Das ist eine von nur fünf solcher atmosphärischer LiDAR-Anlagen in den USA und von etwa 15 weltweit.


Bilder des Dopplerradars South Doodlakine jetzt online

Bilder des australischen Dopplerradars South Doodlakine stehen jetzt auf der Website des Bureau of Meteorology der australischen Regierung zur Verfügung.

Das Radar South Doodlakine ist das zweite von drei Dopplerradaren, die Teil eines Projekts mit einem Volumen von 23 Millionen Australischen Dollar (18 Millionen US-Dollar) sind. Dieses Projekt wird vom Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung von Western Australia (DAFWA) geleitet.

Mit den Bildern des Radars können Landwirte auf Echtzeitinformationen zu Niederschlägen und Wind zugreifen. Die Bilder sollen ihnen dabei helfen, die Art ihrer Geschäftstätigkeit zu verändern. Auch Notfalldienste in dieser Gegend werden von diesen Echtzeitinformationen profitieren. Das erste Radar in Newdegate ging im Oktober 2016 online, und die Bilder des dritten Dopplerradars am Standort Watheroo nahe Marchagee sollen ab April 2017 online verfügbar sein.

Jedes Radar besitzt eine maximale Reichweite von 200 km. Gemeinsam werden die Radare die Abdeckung im sogenannten Weizengürtel von Western Australia verbessern.

Die Radare werden vom Bureau of Meteorology gebaut und gewartet, und die Daten werden als Teil des nationalen Radarnetzwerks des Bureau bereitgestellt. Dopplerradare sind eines der besten Hilfsmittel für die Beobachtung von Echtzeitniederschlägen in großen Gebieten. Sie bieten eine genauere Grundlage für betriebliche Entscheidungen von landwirtschaftlichen Unternehmen.

Die Bilder der Radare können landwirtschaftliche Unternehmen mit besseren Informationen zu den vorherrschenden Wetterbedingungen versorgen. Damit können diese rechtzeitig strategische und taktische Entscheidungen über den richtigen Zeitpunkt für die Aussaat, das Aufbringen von Chemikalien und Dünger sowie die Verlegung des Viehs treffen, die zu erheblichen finanziellen Einsparungen führen könnten.


Januar 2017


NOAA verkündet Entscheidung über 45-Millionen-Dollar-Auftrag

Die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) hat den Auftrag für das National Mesonet Program an SGT vergeben, einen Dienstleister für IT, Technik, Betrieb und Wissenschaft mit Sitz in Greenbelt (Maryland, USA).

Der Drei-Jahres-Vertrag umfasst den Erwerb meteorologischer Beobachtungsdaten, die aus nichtstaatlichen Beobachtungsnetzwerken abgeleitet werden. Diese Beobachtungen unterstützen die Beobachtungsfähigkeiten der NOAA in den Bereichen Meteorologie, Hydrologie und Umwelt. Die Behörde kann damit deutlich verbesserte Vorhersagen zu lokalen Wetterereignissen mit großen Auswirkungen treffen.

„Das National Mesonet Program, das 2009 mit einigen wenigen Netzwerken hauptsächlich im mittleren Süden der USA begonnen hat, umfasst mittlerweile mehr als drei Dutzend Netzwerke, die von den US-Bundesstaaten und der Privatwirtschaft betrieben werden. Dazu gehören auch 20.000 Beobachtungsplattformen, die alle 50 Bundesstaaten abdecken“, sagte Dr. Curtis Marshall, der Leiter des National Mesonet Program des National Weather Service (NWS). „Sie bieten eine ungemein wertvolle Quelle von Daten für die Verbesserung der NWS-Warnungen und -Vorhersagen, etwa Beobachtungen von ober- und unterirdischen Plattformen, vertikalen Profilern und Flugzeugen.“

Earth Networks, Weather Telematics, WeatherFlow, Synoptic Data Corporation, Sonoma Technology Incorporated, Panasonic Avionics Corporation and the University of Oklahoma will work with SGT on the programme. Earth Networks, Weather Telematics, WeatherFlow, Synoptic Data Corporation, Sonoma Technology Incorporated, Panasonic Avionics Corporation und die Universität von Oklahoma werden zusammen mit SGT an diesem Programm arbeiten.

„Wir freuen uns sehr, dass die NOAA den Auftrag für das National Mesonet Program an uns vergeben hat“, meinte Dr. Kam Ghaffarian, der CEO von SGT. „SGT wird auch weiterhin engagiert mit der NOAA zusammenarbeiten und die wichtigen Missionen und Ziele der kommenden Jahre unterstützen.“


Campbell Scientific bringt Ergänzung zum Datenlogger-Sortiment der Baureihe CR300 heraus

Campbell Scientific hat die neueste Ergänzung seiner Mess- und Steuerdatenlogger der Baureihe CR300 vorgestellt.

Der CR310 besitzt die gleichen Fähigkeiten wie der CR300, profitiert aber zusätzlich von abnehmbaren Steckverbindern und einer integrierten 10/100-Ethernet-Verbindung. Er ist wahlweise mit integriertem WLAN und lizenzfreien Funkgeräten für drahtloses Netzwerken erhältlich. Der CR310 ist mit einer Vielzahl von Mess- und Kommunikationsprotokollen vollständig kompatibel und unterstützt TCP/IP, Modbus, DNP3, SDI-12, HTTP, FTP und E-Mail.

Das erste Modell des CR300 kam im März 2016 auf den Markt. Campbell Scientific (mit Sitz in Utah, USA) hat seither verschiedene Optionen für Bordfunkgeräte herausgegeben. Laut Unternehmensangaben verbindet die Baureihe CR300 viele der besten Fähigkeiten der großen Datenlogger von Campbell Scientific mit der geringeren Größe und dem niedrigeren Preis seiner kompakten Datenlogger. Zu den neuen und verbesserten Funktionen gehören ein viel reichhaltigerer CRBasic-Befehlssatz, serielle Kommunikationsmöglichkeiten und die Kapazität für größere, komplexere Programme. Der CR300 besitzt außerdem einen eigenen Bordcompiler.

Die neuen Datenlogger sind genauso groß wie die älteren kompakten Modelle von Campbell Scientific, daher ist auch ein problemloser Austausch möglich. Außerdem sind sie die ersten Datenlogger von Campbell, die Sensoren im Bereich 4 mA bis 20 mA nativ messen können. Die neue Baureihe umfasst einen 24-Bit-A/D-Wandler (analog nach digital), einen Hochgeschwindigkeitsprozessor und einen Micro-USB-Anschluss. Für die Kommunikation ist der CR300 voll PakBus-fähig. Die Baureihe wird mit der Software LoggerNet von Campbell Scientific programmiert. Sie enthält einen Point-and-Click-Programmgenerator und einen Netzwerkplaner für die grafische Darstellung von Geräten.


Neue App soll frühzeitig Satellitenregendaten liefern

Die University of California, Irvine (UCI) hat die Smartphone-App iRain herausgebracht, mit der „jedermann mühelos und überall auf präzise Niederschlagsinformationen zugreifen kann“.

Die kostenlose App, die für das iPhone und für Android-Geräte erhältlich ist, nutzt Satellitenregendaten aus dem universitätseigenen Wetterverfolgungs- und -analysesystem. Die Nutzer von iRain können auch ihre eigenen Beobachtungen zu Regen oder Schnee eingeben und so Teil eines „weltumspannenden Kaders von Laien-Hydrologen“ werden, wie es die UCI nennt.

„Das Schöne an iRain ist, dass es ein Zugangspunkt für ein Gesamtsystem ist, das Niederschläge auf unserem Planeten erfasst, verfolgt und studiert“, sagte der leitende Entwickler Phu Nguyen, Assistant Adjunct Professor für Bau- und Umweltingenieurwesen. „Wir verarbeiten die Daten von Satelliten und bieten sie dem Endnutzer kostenlos an. Soweit ich weiß, sind wir die einzige Institution, die ein derartiges System anbietet.“

Zu den Funktionen gehört ein Tool, das die 50 aktuell extremsten Wetterereignisse auf der ganzen Welt anzeigt. Außerdem gibt es Animationen für verschiedene Stufen von Regenintensität und -bewegung, eine Funktion zur Wahl verschiedener Zeiträume und ein Tool zum Vergrößern eines lokalen Bereichs. Viele Funktionen von iRain stehen auch online zur Verfügung, sodass Forscher Berichte erzeugen und herunterladen können.

In Zusammenarbeit mit Behörden wie NASA und NOAA nutzt die UCI Daten von amerikanischen, europäischen und japanischen Satelliten, und erzeugt damit Niederschlagsdaten, auf die Menschen in über 180 Ländern zugreifen.


Combitech soll die vier größten Flughäfen Schwedens mit D-ATIS und ATIS versorgen


Combitech, ein Teil der Verteidigungs- und Sicherheitsgruppe Saab AB, hat einen Auftrag für die Versorgung der schwedischen Flughäfen Stockholm Arlanda, Bromma Stockholm, Göteborg Landvetter und Malmö Sturup mit einem System für D-ATIS und ATIS gewonnen.

Der Vertrag umfasst zudem eine Option für die Lieferung von D-ATIS und ATIS an vier weitere Flughäfen. Er wurde nach einem Ausschreibungsverfahren vergeben.

Die D-ATIS-/ATIS-Systeme für die Flugsicherung können gleichzeitig ATIS-Meldungen für die Datenverbindungsübertragung und hochwertige, synthetisch generierte ATIS-Ansagen erzeugen. Dank der Versorgung mit ATIS-Meldungen über die Datenverbindung können Piloten, deren Flugzeuge mit ACARS ausgestattet sind, die notwendigen Wetterdaten einfach und schnell abrufen, bevor sie zum ersten Mal mit der Flugsicherung in Kontakt kommen. Die neuen D-ATIS-/ATIS-Systeme werden in die vorhandenen AWOS-Systeme der Flughäfen integriert, die ebenfalls von Combitech geliefert wurden.


Biral verstärkt sein Sensorangebot

Biral, der Spezialist für meteorologische Geräte, hat einen neuen Straßenwettersensor auf den Markt gebracht. Der RWS-20 ist speziell für die rauen Bedingungen am Straßenrand ausgelegt.

Der RWS-20 basiert auf dem bestehenden SWS-Sortiment von Sichtweitensensoren und lässt sich mühelos in ein beliebiges Straßenwetter-Informationssystem integrieren. Die neue kompakte Konstruktion nutzt ein Messprinzip mit Vorwärtsstreulicht und bleibt unter allen Wetterbedingungen präzise. Lokale Lichtquellen, Scheinwerfer oder blinkende Schilder wirken sich nicht auf ihre Funktion oder Zuverlässigkeit aus.

Mit einem Messbereich zwischen 10 m und 7,5 km ist der RWS-20 für Straßenanwendungen vorgesehen, bei denen Nebel, Regen, Gischt und Schnee gefährliche Fahrbedingungen schaffen können. Die optischen Fenster und Sensorhauben können bei rauem Wetter auch beheizt werden. Beide optischen Fenster besitzen Systeme für die Überwachung der Linsenverunreinigung. Das bedeutet, dass die Sichtweitenausgabe ständig ausgeglichen wird, um die Genauigkeit zu wahren und gleichzeitig die regelmäßigen Wartungsaufgaben zu verringern.

Der neue Sensor kann Daten seriell über RS232, RS422 oder RS485 ausgeben und liefert Sichtweitendaten über Analogspannung (0–10 V) oder den Extinktionskoeffizienten (EXCO). Außerdem besitzt der RWS-20 optionale Relais, die eine direkte Verbindung mit der Straßenbeschilderung und weiteren Steuersystemen herstellen können.


Durchbruch in der Eiskartierung

BMT Argoss, ein Teil der BMT Group, hat eine neue Möglichkeit zur Kartierung von Eis präsentiert. Die neue Funktion arbeitet neben den bereits bestehenden Wettervorhersagediensten des Unternehmens. Im Rahmen der Entwicklung nahmen mehrere leitende Meteorologen von BMT an einem Schulungsprogramm des Dänischen Meteorologischen Instituts (DMI) in Kopenhagen teil.

Jean-Paul Lindeboom, Leiter der Seewettervorhersage bei BMT Argoss, sagte: „Diese Kombination von Fähigkeiten unter einem Dach ist auf dem Markt einzigartig. Immer mehr unserer Kunden haben es mit diesen neuen und raueren Umgebungen zu tun. Deshalb ist es sinnvoll, ein umfassendes Verständnis von Wetter und Eis in einem Komplettpaket zu bündeln. So verschaffen wir unseren Kunden Kosteneinsparungen und einen fortschrittlicheren Service.“

BMT Argoss bietet eine Vielzahl an Dienstleistungen, die die Risiken im Bereich Offshore-Konstruktion und -Betrieb verringern sollen. Das Unternehmen hat sich auf die Modellierung von Seewetter, Meteorologie und Wettervorhersagen sowie Fernerfassungsdaten spezialisiert. Es war bereits an Projekten auf der Jamal-Halbinsel, in der Ostsee, im Kaspischen Meer und im Meer vor der Insel Sachalin beteiligt.


Dezember 2016


ArabiaWeather und UK Met Office entwickeln gemeinsame Schulungsinitiative

Ein in Dubai ansässiger Anbieter von Wetterprodukten, -services und -lösungen soll die Reichweite der Schulungsangebote des UK Met Office vergrößern. Laut den Bedingungen des Fünfjahresvertrags wird ArabiaWeather im Nahen Osten und in Afrika für die Schulungsprodukte des Met Office werben.

Der CEO Mohammed Al-Shaker meinte dazu: „Dies ist eine weitere Partnerschaft, die sich mit der Strategie von ArabiaWeather deckt, weltweit führende meteorologische Dienste in der Region anzubieten. Unser Ziel ist es, die besten Wetterprodukte in den Nahen Osten und in die Region Nordafrika zu bringen, die unter widrigen Wetterbedingungen leidet, die der Wirtschaft erhebliche Verluste einbringen.“

Laut Sally Wolkowsky, Leiterin des Met Office College, ist ihre Organisation „hocherfreut darüber, gemeinsam mit ArabiaWeather an diesem Projekt zu arbeiten“. Ihre Kollegin Nicola Maxey erklärte, dass das Met Office derzeit keine Schulungen in der Region anbiete. „Wir stehen ArabiaWeather zur Verfügung, wenn dort Schulungsbedarf besteht“, fügte sie hinzu.

ArabiaWeather bietet Unternehmen im Nahen Osten Lösungen zur Entscheidungsunterstützung für das Wetter und konzentriert sich dabei auf Sektoren, die besonders vom Wetter beeinflusst werden, wie Medien, Luftfahrt, Öl und Gas, Landwirtschaft, Versicherungen und Einzelhandel.


Universitätsmeteorologen feiern Vereinbarung im Wert von mehreren Millionen Dollar

CIMMS, das Cooperative Institute for Mesoscale Meteorological Studies an der University of Oklahoma, hat einen Fünfjahresvertrag im Wert von 95,3 Mio. US$ mit NOAA unterzeichnet.

CIMMS wurde 1978 durch einen Kooperationsvertrag zwischen der University of Oklahoma und NOAA gegründet. Es unterstützt NOAA bereits bei zwei langfristigen Planungsinitiativen der nächsten Generation: Weather Ready Nation und Climate Adaptation and Mitigation.

„Die Universität ist hocherfreut über diesen neuen Fünfjahresvertrag im Wert von über 95 Mio. US$ zur Unterstützung wichtiger Wetter- und Klimaforschung auf unserem Campus in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung“, erklärte David L. Boren, President der University of Oklahoma. „Er unterstreicht die Bedeutung des Geschehens an unserer Universität. Wir sind stolz darauf, bei dieser Arbeit national führend zu sein.“

Randy Peppler, Interimsdirektor des Instituts, fügte hinzu: „Die vom CIMMS durchgeführten Forschungsarbeiten verbessern unser Verständnis von Wettererscheinungen im Sturmbereich, des Wetterradars und regionaler Klimaschwankungen. Letztendlich möchten wir NOAA dabei helfen, bessere Vorhersagen und Warnungen herauszugeben, die Leben retten und Eigentum schützen.“

Das CIMMS trägt zu unternehmensweiten Kompetenzen der NOAA in den Bereichen Wissenschaft und Technologie, Dialog, Organisation und Verwaltung in mehreren Forschungsbereichen bei. Zu diesen gehören Wetterradar, Modellierung auf Sturm- und Mesoskala, die Verbesserung von Vorhersagen und Warnungen, die Auswirkungen des Klimawandels hinsichtlich extremer Wetterereignisse sowie gesellschaftliche und sozioökonomische Auswirkungen von Wettersystemen mit schweren Auswirkungen.


Australische Hochwasser-Modellierung profitiert von neuen Daten

Die Niederschlagsdaten des Bureau of Meteorology aus beinahe 30 Jahren wurden zu den Richtlinien des ARR (Australian Rainfall and Runoff) in deren erstem großem Upgrade seit drei Jahrzehnten hinzugefügt.

Die neuen Niederschlagsprognosen unter Verwendung des IFD-Modells (Intensity Frequency Duration) beziehen Beobachtungen aus über 10.000 Abflussmessstellen für Niederschläge ein, darunter 2300 zusätzliche Niederschlagsstationen. Laut Dr. Andrew Johnson, dem Chief Executive Officer und Leiter des Bureaus, profitieren sie zudem von statistischen Analysetechniken, die zur Zeit des letzten Upgrade noch nicht verfügbar waren.

Er meinte: „Die neuen IFDs prognostizieren die Intensität, Häufigkeit und Dauer von Regenfällen an bestimmten Orten genauer, wodurch Australien die potenziellen schädlichen Folgen zukünftiger Überschwemmungen verringern kann.“

Das Upgrade ist das Ergebnis der vierjährigen Zusammenarbeit zwischen Engineers Australia und Geoscience Australia. Stephen Durkin, Chief Executive Officer von Engineers Australia, erklärte, dass Ingenieure und Städteplaner die ARR-Richtlinien seit beinahe 60 Jahren anwenden und die umfassende Überarbeitung heute und in Zukunft von unschätzbarem Wert sei.

„Genauere, konsistente Datensätze und Richtlinien bedeuten genauere und konsistente Studien und Kartierung von Hochwasserereignissen“, sagte er. „Das sind nicht nur gute Neuigkeiten für Ingenieure und Städteplaner, sondern auch für Australier, die in Hochwasserrisikogebieten leben.“

Dr. Chris Pigram, Chief Executive Officer von Geoscience, erklärte, dass obwohl die Richtlinien seit ihrer Einführung 1958 einige Male überarbeitet worden seien, es seit 1987 kein wesentliches Update mehr gegeben habe. Dieses umfassende Upgrade wurde durch eine Reihe von Überschwemmungen im Sommer 2010/2011 veranlasst, darunter die Überschwemmung von Brisbane im Januar 2011.

Dr. Pigram: „Wir haben die Richtlinien vollständig überarbeitet, um sie umfassend und auf das ganze Land zutreffend zu machen. Zum ersten Mal basieren sie komplett auf australischen Daten. Sie schließen Daten aus zusätzlichen 30 Jahren an Beobachtungen vom gesamten Kontinent ein, darunter von mindestens 100.000 Stürmen.“

Zusätzlich zu den verbesserten Daten werden die überarbeiteten Richtlinien auch kostenfrei im Internet zur Verfügung gestellt. Das Eigentum der ARR-Richtlinien wurde im Auftrag der australischen Regierung von Engineers Australia auf Geoscience Australia übertragen.


Asien-Pazifik-Raum sorgt für Anstieg des Werts von Wettervorhersagesystemen

Forschungarbeiten haben ergeben, dass der Wert des globalen Markts für Wettervorhersagesysteme bis 2021 auf 2,2 Mrd. US$ ansteigen wird. Die Region Asien-Pazifik soll dabei voraussichtlich das größte Wachstum aufweisen.

Der globale Markt hatte 2015 laut Research Nester einen Wert von 1,5 Mrd. US$. Obwohl Nordamerika derzeit die führende Region ist, soll der Asien-Pazifik-Raum in den nächsten fünf Jahren bis 2021 jährlich um 7,5 % und somit am meisten wachsen. Dieses Wachstum ist vor allem von China und Indien getrieben.


Zusammenarbeit soll Nebelwarnungen auf Flughäfen in Indien verbessern

Das indische Ministerium für Geowissenschaften (MoES) arbeitet an der Entwicklung eines Systems, das Nebelwarnungen zwischen sechs und 24 Stunden im Voraus bereitstellen kann. Man hofft, dass das System auch die Schwere des Nebels berechnen und prognostizieren wird, wann er sich ausreichend lichten wird, um das sichere Starten und Landen von Flugzeugen zu gewährleisten. Das Winternebel-Experiment (WIFEX) ist eine intensive erdgebundene Messkampagne am Indira Gandhi International Airport (IGIA) in Delhi. Sie wurde im Winter 2015 als Pilotprojekt am Flughafen durchgeführt und wird in ihrer derzeitigen Form noch bis Februar 2017 laufen. Hauptziel des Projekts ist es, die Eigenschaften und Schwankungen von Nebelereignissen und die zugehörige Dynamik, Thermodynamik und Nebelmikrophysik zu erforschen, um den Nebellebenszyklus besser verstehen und die Nebelvorhersage letztendlich verbessern zu können.

Am IGIA wurde eine umfangreiche erdgebundene Instrumentierung, darunter auch Fernerkundungsplattformen, installiert. Sensoren werden die mikrometeorologischen Oberflächenbedingungen, die Strahlungsbilanz, die Verwirbelung, die thermodynamische Struktur der Oberflächenschicht, die Nebeltropfen- und Aerosolmikrophysik sowie die optischen Aerosoleigenschaften messen. Sie werden zudem in Echtzeit Himmelsaufnahmen und die Aerosol- sowie Nebelwasserchemie überwachen. Die daraus resultierenden Messungen werden zur Validierung von Modellvorhersagen und zur Verbesserung der Modellfähigkeiten genutzt. Das MoES hofft, das neue Modell in der Wintersaison 2017/2018 einsetzen zu können.

Einen Beitrag zum Projekt leisten außerdem die Airports Authority of India, das Indian Institute of Tropical Meteorology, das National Centre for Medium Range Weather Forecast, das Indian Institute of Science Education and Research und das India Meteorology Department.


November 2016


UN-Initiative für Frühwarnsysteme gibt den am meisten gefährdeten Ländern Vorrang

Entwicklungsländer in Afrika und auf den Pazifikinseln werden im Rahmen eines von den Vereinten Nationen entworfenen Aktionsplans als Erste von verbesserten Frühwarnsystemen für wetter- und klimabezogene Schocks profitieren.

Mali, Burkina Faso, die Demokratische Republik Kongo und kleine Entwicklungsländer auf Pazifikinseln werden mit zunächst 12 Millionen US-Dollar aus einem Fond der Initiative Climate Risk and Early Warning Systems (CREWS) dabei unterstützt, ihre Frühwarnsysteme und Vorhersagedienste zu verbessern.

CREWS hat sich zum Ziel gesetzt, bis Juli 2017 mehr als 30 Millionen US-Dollar und bis zum Jahr 2020 100 Millionen US-Dollar zu mobilisieren. Die internationale Partnerschaft möchte die Systeme für Risikoinformation und Frühwarnung in gefährdeten Ländern stärken und die Finanzierung für den Schutz von Bevölkerungsgruppen nutzen, die extremen Klimaereignissen ausgesetzt sind.

Die CREWS-Koalition unter der Leitung Frankreichs wird von Australien, Deutschland, Luxemburg, den Niederlanden, Japan und Kanada unterstützt. Sie wird von der WMO, dem Sekretariat der Vereinten Nationen für Risikominderung (UNISDR), der Weltbank und der Global Facility for Disaster Reduction and Recovery (GFDRR) umgesetzt.

„Der Anstieg der globalen Temperaturen wird von mehr extremen Wetterereignissen begleitet. Es ist nicht nur eine Abschwächung des Klimawandels, sondern unbedingt auch eine Anpassung an den Klimawandel erforderlich. Frühwarnsysteme sind eine sehr leistungsstarke Möglichkeit zur Anpassung an den Klimawandel. Die Initiative CREWS wird zu konkreten Maßnahmen führen, die wirtschaftliche Verluste mindern und Leben retten“, so Petteri Taalas, der Generalsekretär der WMO.


Neuer Wettersatellit GOES-R auf dem Weg in den Orbit

GOES-R, der erste der technisch äußerst fortschrittlichen geostationären Wettersatelliten der NOAA, hat am 19. November 2016 von Cape Canaveral in Florida abgehoben. Der Satellit wird das Wetterbeobachtungsnetzwerk der USA und die Vorhersagefähigkeiten der NOAA verstärken und so zu genaueren und frühzeitigeren Vorhersagen, Beobachtungen und Warnungen führen.

Anfang Dezember, wenn sich GOES-R in seiner Umlaufbahn 22.300 Meilen über der Erde befindet, bekommt er den Namen GOES-16. Innerhalb eines Jahres und nach Durchführung einer Funktionsprüfung und Validierung seiner sechs Instrumente ist der neue Satellit dann betriebsbereit.

„GOES-R ist eine der anspruchsvollsten Plattformen zur Erdbeobachtung, die je entwickelt wurden“, so Kathryn Sullivan, die Leiterin der NOAA. „Die Instrumente von GOES-R werden die Erde fünf Mal schneller und mit vier Mal mehr Auflösung scannen können als jeder andere Satellit in unserer Flotte. Mit diesen neuen Instrumenten und leistungsstarken neuen Möglichkeiten wird GOES-R die Fähigkeit der NOAA stärken, lebensrettende Vorhersagen und Warnungen auszugeben. Damit werden die USA eine noch stärkere, widerstandsfähigere und auf die Herausforderungen des Wetters vorbereitete Nation.“

GOES-R wird alle 30 Sekunden hochauflösende Satellitenbilder bereitstellen, die sich rasch aktualisieren. Damit ist eine detailliertere Betrachtung eines Sturms möglich, um festzustellen, ob er zunimmt oder sich legt. Außerdem werden die verbesserten Niederschlagsschätzungen von GOES-R zu frühzeitigeren und genaueren Hochwasserwarnungen führen.

An Bord von GOES-R fliegen sechs neue Instrumente, darunter der erste betriebsbereite Blitzkartograph im geostationären Orbit. Mit dieser neuen Technologie können Wissenschaftler Blitze beobachten. Diese sind ein wichtiger Indikator dafür, wo und wann ein Sturm sich wahrscheinlich intensivieren wird. Die Meteorologen können mithilfe des Kartographen gezielt auf Stürme eingehen, die die größte Bedrohung darstellen.

Verbesserte Weltraumwettersensoren an Bord von GOES-R überwachen die Sonne und leiten wichtige Informationen an die Meteorologen weiter, die dann Weltraumwetterwarnungen ausgeben können. Die Daten von GOES-R führen zu 34 neuen oder verbesserten Meteorologie-, Sonnen- und Weltraumwetterprodukten.


British Columbia beginnt mit der Erforschung eines provinzweiten Frühwarnsystems

Die kanadische Provinz British Columbia (BC) möchte ein provinzweites Erdbebenüberwachungs- und Frühwarnsystem entwickeln, das die Einwohner von BC über Internet, Telefon und Fernsehen mit Frühwarnungen vor Erdbeben versorgen soll. Dieses System würde außerdem Wissenschaftlern Daten darüber liefern, wie sich die Infrastruktur bei einem Erdbeben verhält.

Die Provinz sammelt derzeit Informationen zu bestehenden Frühwarnsystemen und untersucht Ideen zu Integration und Ausbau eines solchen Projekts. Aktuell soll herausgefunden werden, ob ein solches System machbar ist, welche Umsetzungsweise die beste wäre und welche Kosten entstehen würden.

Es besteht Interesse an einem Frühwarnsystem, weil Wissenschaftler die Wahrscheinlichkeit, dass British Columbia in den nächsten 50 Jahren von einem schädigenden Erdbeben getroffen wird, auf 30 % schätzen.

Ein provinzweites Überwachungssystem würde Bewegungssensornetzwerke mit Einzelsensoren im Boden und in Gebäuden verbinden. Das Erfassen von P-Wellen, den ersten und nicht schädigenden Wellen bei einem Erdbeben, kann den Menschen die entscheidenden Sekunden verschaffen, um sich zu schützen.

Entsprechende Warnungen könnten außerdem die Abschaltung der Infrastruktur in der Transport- und Versorgungsbranche auslösen.


Echtzeit-Wetteranalysetool entwickelt, mit dem Flugzeuge Schlechtwettergebiete meiden können


Avtech, ein Anbieter von Wettertechnologie für die Luftfahrtbranche, hat ein neues Tool vorgestellt, das Flugzeuge mit Echtzeit-Wetterdaten versorgt. Wie das Unternehmen erklärt, kann Aventus Sigma Fluggesellschaften dabei helfen, Kosten zu senken, die Flugsicherheit zu erhöhen und die Auswirkungen von Turbulenzen zu verringern.

Avtech hat bereits das System Aventus NowCast entwickelt. Mit diesem Produkt können Fluggesellschaften als Ergebnis von Algorithmen, die präzisere Winddaten für die Navigationscomputer von Flugzeugen liefern, Treibstoff sparen. Aventus NowCast wird derzeit von mehreren großen Fluggesellschaften genutzt, darunter Southwest Airlines, Lufthansa Cargo und EasyJet.

Aventus Sigma basiert zum Teil auf der Technologie von Aventus NowCast und kann daher als Add-on-Modul zum Dienst NowCast hinzugefügt werden. Sigma kombiniert die zugänglichen Daten des Flugzeugs mit Echtzeitdaten von Wetterstationen. Laut Avtech hilft die neue Produktlösung Piloten dabei, bessere Entscheidungen über die Flugroute und die ideale Höhe zu treffen. Dadurch können sie problematische Wetterphänomene wie Turbulenzen, Eisbildung, Gewitter und Gewitterwolken meiden.

„Wetterbedingungen können sich plötzlich ändern und deshalb ist es in der vernetzten Welt von heute eine zunehmend veraltete Methode, sich auf historische Daten zu verlassen. Wir sind sicher, dass Fluggesellschaften, Piloten und Passagiere unser Produkt Aventus Sigma aufgrund der verbesserten Flugsicherheit, der niedrigeren Kosten und der geringeren Arbeitsbelastung im Cockpit zu schätzen wissen. Mit Aventus Sigma wird außerdem das Risiko, dass ein Flugzeug in Turbulenzen und Stürme gerät, deutlich gesenkt“, erklärt Bo Redeborn, Vorstandsvorsitzender bei Avtech in Schweden.


Met Office als bester Dienstleister ausgezeichnet

Mit seinem Onlineprodukt OpenRunway für Wettervorhersagen und Warnungen konnte das Luftfahrtteam des britischen Met Office bei der diesjährigen Preisverleihung der Airport Operators Association (AOA) in der Kategorie Best Service Provider triumphieren.

OpenRunway ist ein Onlinepaket für Wettervorhersagen, das die genauesten Vorhersagedaten nutzt, um Flughäfen und Fluggesellschaften das ganze Jahr über wettersensible Entscheidungen zu ermöglichen. OpenRunway meldet, wenn Start- und Landebahnen aufgrund von Wetterbedingungen behandelt werden müssen oder in Grenzwettersituationen offen bleiben können. Dies hilft dabei, Kosten zu sparen und Beeinträchtigungen des Betriebs für Passagiere, Fluggesellschaften und Flughäfen zu minimieren.

Die Auszeichnung der AOA ist eine Anerkennung für die Arbeit des Met Office entsprechend den Kundenanforderungen, die Verbesserung des vorhandenen Produkts und die anhaltenden Bemühungen, das Angebot weiter zu optimieren.

Ian Cameron, Executive Head of Aviation beim Met Office, erklärt: „Das Team freut sich über die Auszeichnung als Anerkennung seiner Arbeitsweise. Dies ist ein großartiges Beispiel dafür, wie wir unsere technische und wissenschaftliche Exzellenz mit einem detaillierten Verständnis unserer Kunden kombinieren, um Flughäfen jeder Größe im gesamten Vereinigten Königreich einen Mehrwert zu verschaffen.“


October 2016


Startdatum des Satelliten GOES-R der NOAA verschoben

Der Start des ersten geostationären Wettersatelliten der Serie R (GOES-R) der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) wurde aufgrund von Infrastrukturschäden durch den Hurrikan Matthew verschoben. Das ursprüngliche Startdatum war der 4. November, nun ist ein Start am 16. November beantragt worden. Die NOAA hat jedoch erklärt, dass dieses neue Startdatum möglicherweise noch weiter angepasst wird.

Nach dem Hurrikan Matthew arbeitet die NOAA zusammen mit ihren Partnern – NASA, United Launch Alliance und 45th Space Wing der US Air Force – weiter an einer Beurteilung der Infrastruktur und Anlagen, die für den Start des GOES-R benötigt werden. Während des Sturms war die Trägerrakete des GOES-R bei Astrotech Space Operations in Titusville (Florida) in Sicherheit.

Sobald der Satellit GOES-R seine geostationäre Umlaufbahn erreicht hat, wird er in GOES-16 umbenannt. In dieser Serie gibt es vier Satelliten: GOES-R, GOES-S, GOES-T und GOES-U.

GOES-R soll durchgehend Bilder und atmosphärische Messungen der westlichen Hemisphäre sowie umfassende Blitzdaten liefern und das Weltraumwetter überwachen. Somit wird er wichtige atmosphärische, hydrologische, ozeanische, klimatische, Sonnen- und Weltraumdaten zur Verfügung stellen.


Ein neues Tool hilft städtischen Gemeinden in den USA dabei, sich für den Klimawandels zu wappnen

Die NOAA hat zusammen mit der US-amerikanischen Forstverwaltung und der Universität Harvard ein neues Tool entwickelt, das städtischen Behörden in den USA den Umgang mit wetter- und klimabedingten Auswirkungen erleichtern soll. Der neue Abschnitt „Bebaute Umgebung“ des US Climate Resilience Toolkit (ein Teil des Klimaaktionsplans von US-Präsident Obama) behandelt eine Vielfalt von Risiken, denen sich Städte und Gemeinden gegenübersehen.

In den USA leben heute etwa 325 Millionen Menschen, und etwa 8 von 10 leben in oder in der Nähe einer Stadt. Wenn diese städtischen Gebiete von extremen Ereignissen wie Hitzewellen, Starkregen, Überschwemmungen oder Sturmfluten heimgesucht werden, haben diese oft verheerende und langfristige Auswirkungen auf Leben, Eigentum und Existenzen. Durch wirtschaftliche Ungleichheit, Umweltzerstörung und eine sich verschlechternde öffentliche Infrastruktur können manche Gemeinden anfälliger für Wetter- und Klimaextreme sein als andere.

„Wir haben mit Experten auf diesem Gebiet sowie mit Städten und Gemeinden zusammengearbeitet, die dieses Tool benutzen würden, damit es die Anforderungen der Stadt- und Vorstadtplaner erfüllt“, so Nancy Beller-Simms, die das Projekt zusammen mit Experten aus der US-amerikanischen Forstverwaltung und der Graduate School of Design der Universität Harvard geleitet hat.

Die Funktion „Bebaute Umgebung“ liefert zuverlässige, durch Fachleute geprüfte Informationen, realistische Fallstudien, wissenschaftsbasierte Hilfsmittel zur Entscheidungsfindung, Planungsrichtlinien, Schulungskurse, Berichte, Aktionspläne und Links zu regionalen Experten – sie alle stehen der Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung.


Das Met Office sagt den europäischen Winter schon ein Jahr früher voraus


Wissenschaftler am Met Office des Vereinigten Königreichs haben deutliche Fortschritte bei der Vorhersage der Phasen der Nordatlantischen Oszillation (NAO) gemacht und können diese nun schon bis zu einem Jahr im Voraus vorhersagen. Die NAO beeinflusst den europäischen und nordamerikanischen Winter in bedeutendem Maße. Die Winter in Europa und Nordamerika sind für ihre Variabilität bekannt. Bis vor Kurzem glaubte man, sie seien für eine Vorhersage zu unberechenbar, da sie von größtenteils chaotischen Vorgängen gesteuert werden.

Die NAO – die Schwankung des Druckverhältnisses zwischen dem über Island gemessenen Tiefdruck und dem über den Azoren gemessenen Hochdruck – ist die wichtigste Triebfeder für die Variabilität des winterlichen Klimas in Europa. Wenn der Druckunterschied zwischen den Hoch- und Tiefdruckgebieten im Winter über dem Durchschnitt liegt, gilt der NAO-Index als „positiv“, und Nordeuropa ist von mildem, stürmischem Wetter geprägt. Die entgegengesetzte „negative“ Phase wird mit einem eher stabilen, trockenen und kalten Winter verbunden, etwa mit dem extrem kalten Winter 2009/10, als es im Vereinigten Königreich und Nordeuropa über Monate hinweg trocken und eisig kalt war.

Dr. Nick Dunstone, der Hauptautor des Met Office, hierzu: „Das Verstehen und Vorhersagen von Veränderungen in der NAO könnte erhebliche wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen, darunter auch eine mögliche Verstärkung klimabezogener Dienstleistungen für eine ganze Reihe von Branchen wie etwa Transportwesen, Energieversorgung, Wasserwirtschaft und Versicherungen.

Vor zwei Jahren haben wir unsere Kompetenz bei der Vorhersage der Winter-NAO bis zu einen Monat im Voraus demonstriert. Unsere aktuelle Forschung baut auf dieser erweiterten Kompetenz zur Vorhersage des kommenden Winters auf, zeigt aber zum ersten Mal auch die bescheidene, aber bedeutsame Fähigkeit, die NAO-Phase ein Jahr im Voraus vorherzusagen. Dies ist ein spannender erster Schritt bei der Entwicklung hilfreicher Vorhersagen des Winterklimas über einen längeren Zeitraum.“

Diese Entdeckung wurde durch eine erhöhte Leistungsfähigkeit des Supercomputers im Met Office ermöglicht. Dadurch konnte das Team die Auflösung des Klimamodells erhöhen und die retrospektive Fähigkeit seiner Vorhersagen über einen Zeitraum von 35 Jahren ab 1980 testen.


Der CEO von Plair gewinnt den internationalen 2016 HMEI Award als bester Ingenieur

Dr. Denis Kiselev, Mitbegründer und CEO des Unternehmens Plair, das Kontrollstationen für die ständige Überwachung und Echtzeitbestimmung von Schwebstoffteilchen entwickelt, hat die höchste Auszeichnung der Association of Hydro-Meteorological Equipment Industry (HMEI) für Ingenieure unter 35 Jahren erhalten, die herausragende Arbeit auf ihrem Gebiet geleistet haben. Die Auszeichnung der HMEI ist eine Anerkennung der Arbeit von Dr. Kiselev an der Entwicklung einer revolutionären Technologie für die Partikelanalysatoren von Plair, die die Messwerte der Luftqualität in verschiedenen Bereichen verbessern.

„Es ist eine besondere Ehre, diesen Preis zu erhalten“, so Dr. Kiselev. „Es bedeutet, dass unsere Kunden und Branchenkollegen auf der ganzen Welt unsere Arbeit und unser Engagement für dieses Unternehmen wirklich zu schätzen wissen. Diese Auszeichnung untermauert die Bedeutung unserer revolutionären Technologie und innovativen Produkte für den Bereich hydrometeorologischer und anderer Umweltsysteme. Sie wird sicherlich dazu beitragen, die besten Talente für unser wachsendes Team zu gewinnen.“

Dr. Kiselev wurde bei einer Preisverleihung während der HMEI-Generalversammlung am 28. September 2016 auf der CIMO TECO 2016 (Technical Conference on Meteorological and Environmental Instruments and Methods of Observation) der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) ausgezeichnet, die zusammen mit der Meteorological Technology World Expo vom 27. bis 30. September in Madrid stattfand.

Ein neues Tool hilft städtischen Gemeinden dabei, sich für den Klimawandels zu wappnen.


Mysteriöse Stromausfälle bei Satelliten von DTU Space in Äquatornähe auf wildes Weltraumwetter zurückgeführt

Forscher haben sich über regelmäßige Stromausfälle im GPS-Navigationssystem der europäischen Swarm-Satelliten gewundert, bei denen DTU die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit leitet. Die Stromausfälle treten besonders dann auf, wenn die Satelliten zwischen Afrika und Südamerika den Äquator überqueren. Der Signalverlust wurde nun aber auf wildes Weltraumwetter zurückgeführt.

Die merkwürdigen Stromausfälle bei den Satelliten wurden von Wissenschaftlern der Swarm-Mission erklärt, die eine direkte Verbindung zwischen diesen GPS-Ausfällen und „Gewittern“ in der Ionosphäre festgestellt haben. Diese treten in diesem Bereich, der etwa 300–600 km über der Erde liegt, häufig auf.

„Diese ionosphärischen Gewitter sind zwar allgemein bekannt, wir haben aber erst jetzt eine direkte Verbindung zwischen ihnen und dem GPS-Verlust nachweisen können. Dies war möglich, weil die Swarm-Satelliten hochauflösende Bilder beider Phänomene mit demselben Raumfahrzeug liefern“, so Prof. Claudia Stolle, eine Wissenschaftlerin des Swarm-Projekts vom GeoForschungsZentrum (GFZ) Potsdam. „Diese etwa ein- oder zweistündigen Stürme treten normalerweise zwischen Sonnenuntergang und Mitternacht auf und verursachen einige Minuten lang den Ausfall des GPS-Signals von den Satelliten.“

Swarm ist eine Konstellation aus drei identischen Satelliten, die von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) gestartet wurden, um das Magnetfeld der Erde zu vermessen und zu studieren. Die Satelliten wurden 2013 gestartet. Zwei von ihnen – Alpha und Charlie – fliegen als Tandem in etwa 450 km Entfernung von der Erde und sinken im Laufe der Zeit ab. Der dritte, Bravo, befindet sich auf einer Umlaufbahn 500 km von der Erde entfernt und treibt auf seiner Orbitalebene leicht von den anderen beiden weg.


September 2016


NOAA vergibt erste kommerzielle Verträge für Wetterdaten

Die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) in den USA hat ihre ersten Satellitendatenverträge an privatwirtschaftliche Anbieter vergeben. Dies geschah als Teil des Programms Commercial Weather Data Pilot (CWDP), das 2015 durch den Kongress der Vereinigten Staaten beschlossen wurde und einen Wert von 3 Millionen US-Dollar hat.

Spire Global, ein Anbieter von satellitenbasierten Seefahrts- und Wetterverfolgungsdaten, und das kommerzielle Umweltdatenunternehmen GeoOptics wurden die ersten zwei Vertragspartner im Rahmen des Pilotprogramms. Die beiden Unternehmen werden Daten zur Radio-Okkultation aus globalen Navigationssatellitensystemen (GNSS) für die NOAA zur Auswertung bereitstellen. Damit soll ermittelt werden, ob kommerzielle Daten in die numerischen Wettermodelle der NOAA integriert werden können.

Gemäß den Vorgaben des Programms Commercial Weather Data Pilot musste die NOAA über ein Ausschreibungsverfahren für Erwerb, Auswertung und Kalibrierung kommerzieller Wetterdaten an mindestens einem Pilotprojekt teilnehmen. Spire Global und GeoOptics werden bis zum 30. April 2017 GNSS-Daten an die NOAA liefern, um den potenziellen Wert zu zeigen, den die Daten der Unternehmen für die Vorhersagen der NOAA haben könnten.

Die Daten werden im Lauf des Jahres 2017 ausgewertet, Anfang 2018 wird ein abschließender Bericht vorgelegt. Der Wert der Verträge belief sich auf 370.000 US-Dollar für Spire und 695.000 US-Dollar für GeoOptics.

Mithilfe der Pilotprojekte soll überprüft werden, ob die kommerziellen Daten genau, zuverlässig und verifizierbar sind. Falls die Projekte erfolgreich verlaufen, könnten Verträge dieser Art den Beginn einer neuen Ära einleiten, in der private Unternehmen Anreize erhalten, um Wettersatelliten bereitzustellen und ihre Daten an Behörden zu verkaufen.


Met Office in Großbritannien erweitert sein Produkt OpenRunway

Das Met Office, der meteorologische Dienst in Großbritannien, hat eine erweiterte und verbesserte Version seines Produkts OpenRunway herausgebracht, um Flughäfen und Fluggesellschaften mit den genauesten Wettervorhersageinformationen einen möglichst sicheren und effizienten Betrieb zu ermöglichen. Zu den neuen Merkmalen gehören eine für Mobiltelefone und Tablets optimierte Benutzeroberfläche, verbesserte Kartenfunktionen und Wetterschichtdaten sowie Vorhersagedaten für die nächsten 24 Stunden.

OpenRunway ist das Online-Wettervorhersagepaket des Met Office. Das Produkt bietet Flughäfen und Fluggesellschaften eine solide Grundlage für wetterabhängige Entscheidungen. Dies wiederum erleichtert die Einhaltung von Flugplänen und gewährleistet die Sicherheit der Passagiere.

OpenRunway meldet, wenn Start- und Landebahnen behandelt werden müssen, da Wetterbedingungen vorliegen, die vom Benutzer festgelegte Schwellenwerte überschreiten. Außerdem teilt das Produkt mit, wann Start- und Landebahnen in Grenzwettersituationen offen bleiben können, und hilft dadurch, Kosten zu sparen und Beeinträchtigungen des Betriebs für Passagiere, Fluggesellschaften und Flughäfen zu minimieren. Mit OpenRunway sind alle, die aktuelle und zukünftige Wetterverhältnisse an einem Flughafen kennen müssen, bis zu 10 Tage im Voraus informiert.

Die erweiterte Version des Produkts greift die zentralen Merkmale der Vorgängerversion auf, die sich als hilfreich für Kunden erwiesen haben, und aktualisiert sie für neue und zukünftige Marktanforderungen. Dazu gehören eine klare 24-Stunden-Übersicht, TAF- und METAR-Zugang und durch den Benutzer definierbare Ampel-Schwellenwerte (rot, gelb und grün).

Ian Cameron, Executive Head of Aviation beim Met Office, erklärt: „Unser Produkt OpenRunway hat sich als unverzichtbares Instrument für Fluggesellschaften und Flughäfen erwiesen, das ihnen hilft, im Voraus zu planen, um die Risiken und potenziellen Betriebsstörungen zu mindern, die durch das Wetter verursacht werden können. Wir arbeiten stets eng mit unseren Kunden zusammen und nehmen uns ihr Feedback zu unseren Produkten zu Herzen. Dadurch konnten wir das Produkt noch weiter verbessern, um den sich wandelnden Anforderungen der Luftfahrtbranche gerecht zu werden und einen Service bereitzustellen, der ihren Bedarf genau erfüllt.“


EZMW will bis 2025 die Grenzen der Vorhersagbarkeit erweitern


Das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) hat sich verpflichtet, die probabilistischen Möglichkeiten zur Vorhersage von meteorologischen Extremereignissen in den nächsten zehn Jahren um drei bis sechs Tage auszudehnen.

Das EZMW hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2025 meteorologische Extremereignisse wie den Sturm Tor, der im Januar 2016 Nordwesteuropa heimsuchte, durchschnittlich zehn Tage vor dem Eintreten und bis zu zwei Wochen im Voraus vorherzusagen.

Similarly, larger-scale pattAuch Ereignisse, die größeren Mustern folgen, wie zum Beispiel die Hitzewelle, die Europa im Juli/August 2015 erlebte, sollen im Durchschnitt drei Wochen vor dem Eintreten und in bestimmten Fällen sogar bis zu vier Wochen im Voraus vorhersagbar sein.

Diese Fortschritte sollen erreicht werden, indem die Grenzen der Forschung und Datenverarbeitung neu gesteckt werden. Damit will das EZMW die Beschreibung des Ausgangszustands der Prognose und die Abbildung der physischen Prozesse, die Hydrosphäre und Atmosphäre prägen, verbessern.

Der Schlüssel zum Erfolg der Strategie ist die Fortsetzung der internationalen Zusammenarbeit bei Forschung und Datenverarbeitung.

Das EZMW wird zudem weiter an einem neuen kombinierten Datenassimilationssystem arbeiten, um die Erstellung eines konsistenten Erdsystemzustands zu gewährleisten, mit dem Prognosen über alle Zeitskalen eingeleitet werden können. Zu den neuen strategischen Zielen des EZMW gehören: die Erhöhung der horizontalen Auflösung des globalen Ensemble-Prognosesystems auf 5 km (mehr als das Dreifache der aktuellen Auflösung), die Entwicklung eines verbesserten Erdsystemmodells mit hoher Auflösung, um die komplexen Interaktionen zwischen Atmosphäre, Ozeanen, Meereis und Land sowie Aerosolen und Ozon besser zu berücksichtigen, und die Implementierung eines skalierbaren Ansatzes zur Codierung für alle numerischen Wettervorhersageprozesse, um den Anforderungen der Zukunft in Bezug auf Datenverarbeitungsleistung und große Datenmengen gerecht zu werden.

Die Generaldirektorin des EZMW Florence Rabier meint dazu: „Angesichts der größeren Wahrscheinlichkeit von lebensbedrohlichen Auswirkungen des Klimawandels auf das Wetter der Erde werden wir die rapide fortschreitende Verfügbarkeit von Daten und Technologien nutzen, um die Genauigkeit und Reichweite von Prognosen weiter und schneller auszudehnen.“


Japanische Regierung will Pakistan beim Austausch von Wetterradaren unterstützen

Die japanische Regierung hat angekündigt, dass sie das Pakistan Meteorological Department (PMD) bei der Einführung modernster Wetterradartechnologie in den Städten Islamabad und Karatschi unterstützen wird. Die Kosten dafür liegen bei 2,5 Milliarden Rupien (24 Millionen US-Dollar) und 1,6 Milliarden Rupien (15,3 Millionen US-Dollar). Die Arbeit an den Anlagen hat bereits begonnen.

Zudem baut das PMD neue Radarlösungen in der Region Kalpani Nullah in der Nähe der Stadt Mardan, die regelmäßig von Sturzfluten betroffen ist. Das PMD hofft, diese neuen Lösungen Anfang 2017 in Betrieb nehmen zu können.

Um Frühwarnsysteme für Überschwemmungen zu unterstützen, hat das PMD bereits sieben neue Radaranlagen in Pakistan eingerichtet. Diese Radarsysteme sind in Betrieb, doch die Regierung von Pakistan hatte Bedenken geäußert, dass sie auf alter Technologie basieren und modernere Lösungen erforderlich seien. Die japanische Regierung wird daher Pakistan bei der Einführung neuer Radare und bei der Modernisierung der vorhandenen Systeme unterstützen. Im Rahmen des Modernisierungsprogramms werden an 18 Standorten im gesamten Land neue Radaranlagen eingerichtet.


Nepalesisches Amt für Hydrologie und Meteorologie will Wettervorhersagesysteme aktualisieren

Das nepalesische Amt für Hydrologie und Meteorologie hat Pläne zur Entwicklung einer neuen Radiosondenstation an der Universität Tribhuvan in Kirtipur, Kathmandu, angekündigt. Das Ziel ist, die aktuellen kurzfristigen Wettervorhersagen zu verbessern und Wetterprognosen zuverlässiger zu machen. Laut Angaben des Amtes für Hydrologie und Meteorologie soll die neue Radiosondenstation bis April 2017 in Betrieb genommen werden. Zur Ausstattung gehören ein Wasserstoffgenerator und Radiosondenballons zum Erfassen von Atmosphärendaten aus höheren Luftschichten.

Das Amt hat eng mit der Universität Tribhuvan zusammengearbeitet, um den Aufbau der neuen Station zu entwerfen, die im Atmosphärenforschungslabor der Universität entwickelt wird. Die Ballons sollen zweimal am Tag geflogen werden, einmal morgens und einmal abends.

Sobald die Station in Betrieb ist, wird Nepal Daten zur Verfügung haben, die genauere Wettervorhersagen ermöglichen. Derzeit hat das Land ein kurzfristiges 24-Stunden-Vorhersagesystem, das eine Genauigkeit von nur 75 % bietet.


August 2016


US Air Force startet nächste GSSAP-Satelliten

Die US Air Force hat am 19. August 2016 den dritten und vierten Satelliten, gebaut von Orbital ATK, für das Geosynchronous Space Situational Awareness Program (GSSAP) an Bord einer Trägerrakete Delta IV der United Launch Alliance gestartet. Die Mission namens AFSPC-6 brachte zwei GSSAP-Satelliten in die Erdumlaufbahn, um die Mission der Weltraumlageerfassung (Space Situational Awareness – SSA) voranzubringen.


Zwei GSSAP-Satelliten befinden sich bereits in der Erdumlaufbahn und erfüllen alle Missionsanforderungen. Die GSSAP-Satelliten sorgen für eine verbesserte GEO-basierte Weltraumlageerfassung, die die Fähigkeit des Joint Functional Component Command for Space (JFCC-Space) dahingehend erweitert, dass es die Raumfahrtsicherheit und das Verständnis der sich ständig ändernden Lage in der geosynchronen Umlaufbahn (GEO) verbessert.


„Die ersten beiden GSSAP-Satelliten haben erstaunlich gut funktioniert“, so GenLt Samuel Greaves, Kommandant des SMC und Programmleiter für Raumfahrt bei der Air Force. „Die nächsten beiden Satelliten werden dieses Potenzial noch weiter ausschöpfen und es uns ermöglichen, die Geschehnisse in der geosynchronen Umlaufbahn umfassender und auf sehr hohem Niveau zu betrachten. Sie sind der Schlüssel für die Weltraumlageerfassung.“


Das GSSAP-System wird vom Air Force Space Command betrieben und liefert genaue Daten – sieben Tage die Woche, rund um die Uhr. Die Satelliten werden zu einer GSSAP-Konstellation stoßen, die die Weltraumüberwachung des US Strategic Command als spezieller Space Surveillance Network Sensor unterstützt.


Das GSSAP unterstützt JFCC-Space außerdem durch das Sammeln von SSA-Daten, wodurch künstliche Objekte in der Erdumlaufbahn besser verfolgt und charakterisiert werden können.


Supercomputer soll bei besserer Vorhersage von Hochwasserereignissen in den USA helfen

Die National Oceanographic and Atmospheric Administration (NOAA) hat die Verwendung eines Supercomputers für die bessere Vorhersage von Hochwasserereignissen auf allen US-amerikanischen Wasserwegen bekanntgegeben. Diese Nachricht erreicht uns, nachdem es im Bundesstaat Louisiana zu Starkregen und anschließenden Überschwemmungen gekommen war, bei denen mehr als 10 Menschen ums Leben kamen und 20.000 Menschen ihre Häuser verlassen mussten.

Die Prognostiker der NOAA werden ein neues Supercomputer-Tool einsetzen, um Informationen zu Starkregenereignissen zu sammeln, die zu möglicherweise lebensbedrohlichen und Sachschäden verursachenden Überschwemmungen führen könnten. Die Daten werden es der NOAA ermöglichen, Informationen zu Überschwemmungen für alle Straßen zu liefern, wodurch sich die Bewohner gegebenenfalls schneller in Sicherheit bringen können.

„Es ist der erste Abstecher der NOAA in das Gebiet hochleistungsfähiger Computerlösungen für die Wettervorhersage für Wasserwege und Schifffahrt. Wir werden Informationen zu allen möglichen Bereichen liefern, wo es bisher keine gibt. Es ist ein Quantensprung“, erklärt Thomas Graziano, Leiter des Office of Water Prediction (NOAA), dem Nachrichtendienst Bloomberg.

Die NOAA sagte in einer Erklärung, dass das neue Computermodell die Daten von mehr als 8.000 US-amerikanischen Geological Survey Seiten beziehen kann, um 2,7 Millionen Standorte in den 48 zusammenhängenden Bundesstaaten zu simulieren und stündliche Vorhersagen der Flüsse und Ströme zu erzeugen. Ältere Computermodelle nutzen lediglich 4.000 Seiten alle paar Stunden.


MeteoGroup ersetzt den britischen Wetterdienst Met Office als meteorologischer Dienst der BBC


Die British Broadcasting Corporation (BBC) hat den Auftrag für die Bereitstellung seines Wetterdienstes ab Frühling 2017 nach einem geregelten Auftragsvergabeverfahren der MeteoGroup erteilt. Der britische Wetterdienst Met Office wird nach 94 Jahren als meteorologischer Dienst der BBC durch das private Unternehmen für Wettervorhersagen ersetzt.

Die MeteoGroup wird qualitativ hochwertige Vorhersagen und modernste Grafiklösungen für die weltweiten Wetterdienste auf allen BBC-Plattformen, einschließlich TV, Radio, Internet und Smartphones, bereitstellen. Die MeteoGroup ist ein führendes kommerzielles Unternehmen für Wettervorhersagen mit Hauptsitz in Großbritannien. Es unterhält Niederlassungen in 16 Ländern und beschäftigt 450 Mitarbeiter. Das Unternehmen wurde 1986 gegründet und verfügt somit über 30 Jahre Erfahrung bei der Bereitstellung von Wetterlösungen für die Medien und andere wetterkritische Märkte weltweit.

Richard Sadler, Vorsitzender der MeteoGroup, erläutert: „Die MeteoGroup fühlt sich geehrt, als Partner der weltweit führenden Rundfunkanstalt ausgewählt worden zu sein. Die BBC möchte ihrem Publikum den bestmöglichen Wetterdienst zur Verfügung stellen, weshalb sie ein anspruchsvolles Auswahlverfahren anwendet. Ich freue mich, dass die MeteoGroup als erfolgreicher Bieter aus diesem Verfahren hervorgegangen ist, basierend auf strengen Vergabekriterien, einschließlich unserer Vorhersagen und der Qualität unserer Grafiken.“


CGS soll Mikrowellenaufnahmegerät liefern

CGS, ein italienischer Anbieter von Raumfahrtsystemen, hat bekanntgegeben, dass er zusammen mit Airbus Defence and Space einen Vertrag in Höhe von 166 Mio. Euro (187 Mio. US$) für die Herstellung eines Mikrowellenaufnahmegeräts (MWI) für die zweite Generation (SG) der Wettersatelliten von MetOp unterzeichnet hat.

MetOp-SG umfasst eine Serie von sechs Wettersatelliten, die von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und EUMetSat entwickelt wurden und ab 2021 eingesetzt werden sollen.

Das MWI ist ein ausgefeiltes Gerät, das an Bord der Serie Satellite B montiert wird und die europäischen nationalen Wetterdienste mit qualitativ hochwertigen Daten für die Überwachung von Wetter und Klima versorgen wird. CGS ist für die Konstruktion und Entwicklung des MWI-Geräts verantwortlich.

„Mit der Verantwortung für dieses wichtige Gerät für diese Satelliten bestätigt CGS seine Rolle als Experte für ausgeklügelte Raumfahrtsysteme“, erklärt Roberto Aceti, Geschäftsführer von CGS. „Wir freuen uns, zum Erfolg des Projekts MetOp-Second-Generation beitragen zu können. Die wissenschaftlichen Informationen, die von dem Mikrowellenaufnahmegerät mit extrem hoher radiometrischer Genauigkeit bereitgestellt werden, werden zu einer enormen Verbesserung von Wettervorhersagen und einem besseren Verständnis von Klimaveränderungen führen.“


Neues Sensornetzwerk für Frühwarnsysteme

Smarty Planet, ein Anbieter von intelligenten drahtlosen Sensornetzwerken (WSN), stellt auf der Meteorological Technology World Expo 2016 ein innovatives Sensornetzwerk für Frühwarnsysteme für Naturgefahren vor.

Die Lösung soll bei der Vorhersage von Überschwemmungen, Lawinen, Erdrutschen und Wasserverschmutzung assistieren. Smarty Planet ist derzeit auf der Suche nach Händlern und Geschäftspartnern in verschiedenen Ländern, die die Technologie des Unternehmens implementieren sollen.

Die Lösungen des Unternehmens nutzen eine einzigartige Kombination aus cloudbasierter Software, Hardware und autonomer globaler Netzwerkkonnektivität (unter Verwendung von Satelliten, GSM und Funk), um einen umfassenden Service für das Management von Naturgefahren bereitzustellen. Sie wurden für die Fernüberwachung von Umweltparametern entwickelt und können selbst in den ungünstigsten Umgebungen eingesetzt werden. Sie bieten aufgrund der Verwendung von Solarstrom einen geringen Energieverbrauch und sind nach Angaben des Unternehmens zuverlässig, kostengünstig, einfach zu installieren und intuitiv zu nutzen.

Die Lösung Smarty River ist nur ein Beispiel der Produktpalette des Unternehmens. Hierbei handelt es sich um ein Entscheidungshilfesystem, das die Aufzeichnung und Darstellung sowie den Datenaustausch und die Verwaltung von Alarmdaten für Flüsse, Reservoirs, Niederschlag und Schnee in Echtzeit ermöglicht. Durch die Nutzung dieser Lösung können Risiken früh genug erkannt werden, um die Bevölkerung in Hochwasserrisikogebieten zu warnen, falls eine Naturgefahr bevorsteht.


Juli 2016


Satellit Sentinel-3A einsatzbereit

Mitte Juli kam das Ziel, ein umfassenderes Bild des Zustands unserer Erde zu erhalten, einen weiteren Schritt näher, als der europäische Satellit Sentinel-3A der Europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten (Eumetsat) für den Betrieb übergeben wurde. Sentinel-3A, ein europäischer Satellit für die Untersuchung der Umwelt, der im Februar 2016 gestartet wurde, hat in den letzten fünf Monaten eine Reihe von In-Orbit-Tests zur Feinabstimmung seiner Instrumente durchlaufen. Nun ist der Satellit dazu bereit, die Erdoberfläche systematisch abzubilden.


Der Satellit erfasst sowohl Land als auch Wasser und bestimmt Oberflächentemperatur und Veränderungsmuster der Vegetation, kartiert die menschliche Bevölkerung durch Überwachung städtischer Wärmeinseln und verfolgt Großflächenbrände.


Bruno Berruti von der ESA war dafür verantwortlich, Sentinel-3A vom Zeichenbrett in den Orbit zu bringen und einsatzbereit zu machen. Er erklärt: „Als letzte Phase des Projekts kennzeichnet die Übergabe das Ende von überaus arbeitsamen fünf Monaten, in denen wir sichergestellt haben, dass Satellit und Instrumente gut funktionieren und nun damit beginnen können, Routinedaten zu liefern.“


Die Satellitenmission ist ein Gemeinschaftsprojekt von Eumetsat, der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der Europäischen Union. Sowohl die ESA als auch Eumetsat haben Zugriff auf die Sensoren des Satelliten. Die ESA konzentriert sich auf die Daten zur Landmasse, Eumetsat auf Meeresdaten. Der Zustand des Satelliten wird von der ESA überwacht. Die vom Satelliten erfassten Daten wurden rigoros geprüft, damit sichergestellt ist, dass die Informationen präzise sind.


Hilary Wilson, Sentinel-3-Projektleiterin bei Eumetsat, erklärt: „Nach diesen intensiven fünf Monaten freuen wir uns auf die Aufnahme des Routinebetriebs des Satelliten durch die ESA und auf hoffentlich über ein Jahrzehnt reibungslosen Betriebs, mit dem diese wichtige Daten Nutzern auf der ganzen Welt erschlossen werden.“​


Mobile App mit 84 % Genauigkeit bei der Wettervorhersage veröffentlicht

Eine mobile App hilft afrikanischen Bauern in sechs Ländern südlich der Sahara dabei, die optimale Zeit zum Säen, Düngen und Ernten zu erkennen.

Die App, die von Ignitia in Schweden programmiert wurde, kommt in der Elfenbeinküste, in Ghana, Mali, Niger, Nigeria und im Senegal zur Verbesserung der Ernteerträge und zur Optimierung der Lebensmittelproduktion zum Einsatz. Sie nutzt ein Wettervorhersagemodell, das GPS-spezifische Prognosen erzeugt. Laut Unternehmensangaben liegt die Wettervorhersagegenauigkeit der App bei 84%.

Die Entwicklung wurde mit 5.000 US$ ausgezeichnet, nachdem sie im Juni beim Agricultural Innovation Investment Summit der United States Agency for International Development (USAID) und ihrer Partner den zweiten Platz errungen hatte.

Ignitia will nun in andere westafrikanische Länder expandieren und dazu eine Subvention in Höhe von 2,5 Mio. US$ des Wettbewerbs „Securing Water for Food“ nutzen, der von den Regierungen der USA, Schwedens, Südafrikas und der Niederlande finanziert wird.


Werkzeugsatz zur Vorhersage von Überschwemmungen soll Auswirkungen in den USA lindern helfen


Ein Professor der Universität von Texas in den USA hat ein neues Werkzeug entwickelt, das dabei helfen soll zu prognostizieren, wann und wo große Überschwemmungen im Land auftreten werden. Das „National Water Model“ nutzt für seine Vorhersagen Wetter-, Fluss- und geologische Daten.

Professor David Maidment, dem Urheber des Projekts, kam die Idee für das Werkzeug im Rahmen des National Flood Interoperability Experiment, einer gemeinsamen Leistung der akademischen Gemeinschaft, des US National Weather Service, der US-Regierung und von Handelspartnern.

Es nutzt einen leistungsstarken Supercomputer am Texas Advanced Computing Center (TACC) an der Universität von Texas in Austin, der Daten aus den gesamten USA sammelt und verarbeitet. Der Computer kann den Durchsatz aller Flüsse und Ströme in den USA innerhalb von 10 Minuten berechnen.


China bringt bis 2025 14 meteorologische Satelliten in die Umlaufbahn

China wird laut Angaben eines hochrangigen chinesischen Offiziellen im kommenden Jahrzehnt 14 Wettersatelliten starten.

China plant, bis 2025 einen Fengyun-II-Satelliten, vier Fengyun-III-Satelliten, drei Fengyun-IV-Satelliten und sechs weitere Satelliten für mehrere meteorologische Aufgaben in die Umlaufbahn zu schicken.

Die Fengyun-Satelliten sind Wettersatelliten zur Fernerkundung, die in China entwickelt wurden. Seit 1988 hat das Land 14 Fengyun-Satelliten gestartet. Sieben von ihnen sind immer noch als Teil des Netzwerks der Weltorganisation für Meteorologie in Betrieb.


Kochi erhält Hightech-Dopplerradar für die Wettervorhersage

Das Indian Meteorological Department (IMD) hat bestätigt, dass innerhalb von drei Monaten in der Stadt Kochi im Südwesten Indiens ein Dopplerradar mit einem in China produzierten S-Band-Radar aufgestellt wird. IMD Secretary Dr. Rajeevan sagte, dass ein bei Thiruvananthapuram, südlich von Kochi, von der Indian Space and Research Organisation (ISRO) aufgestelltes C-Band-Radar bereits seinen Betrieb aufgenommen hat.

Die Signale des neuen Radargeräts helfen bei der Vorhersage von Wetterereignissen wie Wirbelstürmen, Starkniederschlägen und Überschwemmungen, die im Arabischen Meer ihren Anfang nehmen und sich auf die Westküste des Bundesstaats Kerala auswirken können. Das Radargerät wird Wetterbedingungen über einen 200-km-Radius prognostizieren.

Das IMD beschloss zudem den Aufbau eines Dopplerradars in Mangalore im Bundesstaat Karnataka im Südwesten Indiens innerhalb eines Jahres. Damit würde die Wettervorhersage in den nördlichen Bezirken von Kerala verbessert werden.


Juni 2016


Forscher installieren 3D-gedruckte Wetterstationen in Sambia

Forscher haben in Sambia erfolgreich die erste Welle von kostengünstigen Wetterstationen installiert. Die Systeme sollen Bauern und anderen Anwohnern in Entwicklungsländern dringend notwendige Informationen bereitstellen. Die Stationen werden größtenteils mit 3D-gedruckten Teilen gebaut, die sich einfach ersetzen lassen, sollten sie während des Einsatzes verschleißen. Sie wurden von Wetterexperten am National Center for Atmospheric Research (NCAR) und seiner Verwaltungsinstanz, der University Corporation for Atmospheric Research (UCAR), entwickelt.


Die ersten fünf Stationen in Sambia beginnen nun mit der Übertragung von Informationen zu Temperatur, Regenfällen, Winden und anderen Wetterparametern. Die Messungen und die daraus resultierenden Vorhersagen können lokalen Selbstversorgern Wetterinformationen liefern, damit sie wissen, wann sie pflanzen und düngen sollten. Sie können zudem vor Überschwemmungen und anderen möglichen Katastrophenfällen warnen.


„Die Systeme stellen eine einzigartige Gelegenheit dar, Bauern mit Wetterinformationen zu versorgen, auf die sie zuvor noch nie Zugriff hatten“, erklärt der NCAR-Forscher Paul Kucera, einer der Projektleiter. „Sie können tatsächlich die entscheidende Rolle dabei spielen, ob Bauern ihre Familien ernähren können oder nicht.“ Die Forscher werden nun den Bedarf für kostengünstige Wetterstationen in anderen Entwicklungsländern untersuchen. Das Projekt wird vom Amt für internationale Katastrophenhilfe der US-amerikanischen Agentur für Internationale Entwicklung und dem US-Wetterdienst finanziert.


WMO sichert Unterstützung für Kooperation an Wettersatelliten in der Region Asien-Ozeanien zu

Vertreter aus Australien, China, Indien, Indonesien, Japan, Südkorea, Russland und der WMO haben eine Absichtserklärung über die Fortsetzung der Asia-Oceanic Meteorological Satellite Users Conference (AOMSUC) unterzeichnet. Das Ziel der Absichtserklärung ist es, die Nutzung meteorologischer Satelliten für die nachhaltige sozioökonomische Entwicklung zu maximieren.
Petteri Taalas, Generalsekretär der WMO, lobte die Erklärung und wies auf den unschätzbaren Beitrag hin, den Satelliten bei der Überwachung von Taifunen, steigenden Meeresspiegeln und anderen Phänomenen leisten. Er sicherte den sieben Ländern, die alle durch ihre ständigen Vertreter in der WMO vertreten waren, zudem die volle Unterstützung der WMO zu.

Die teilnehmenden Länder und die breitere meteorologische Gemeinschaft treffen sich jährlich auf der AOMSUC, um die Nutzung von Satellitendaten und bessere Dienste für Wetter, Klima und Katastrophenschutz zu fördern. Die Region Asien-Ozeanien ist anfällig für extreme Wetterereignisse und andere Naturkatastrophen, wie z. B. vulkanische Aktivität.

Die neue Absichtserklärung bestätigt die Fortsetzung der Konferenzen und soll die Teilnahme aller Länder in der Region ermutigen. Die jährliche Veranstaltung unterstützt die Zusammenarbeit von Satellitenbetreibern und Nutzern in Asien-Ozeanien und soll die Kapazität der Region für die Verwertung von Satellitendaten auf eine kosteneffiziente und gemeinschaftliche Art und Weise verbessern, aufbauend auf vorhandenen und gebündelten Fähigkeiten und Infrastrukturen. Sie hilft zudem dabei, verwandte Aktivitäten wie Schulung und effiziente Datenverteilung zu koordinieren, selbst in Entwicklungsländern und den am wenigsten entwickelten Ländern.


Forscher verwenden Unterwasserroboter zur Untersuchung der Monsunzeit in Indien


Forscher aus Großbritannien und Indien werden in Zukunft Unterwasserroboter im Golf von Bengalen im Indischen Ozean einsetzen, um die Monsunzeit in Indien genauer vorhersagen zu können.

Forscher der Universität von East Anglia in Großbritannien und aus Indien planen den Einsatz von sieben torpedoförmigen Unterwasserrobotern im Golf, um Temperatur, Salzgehalt und Strömungen zu messen. Die Roboter sind mit intelligenten Bordcomputern ausgestattet und werden sich einen Monat lang durch einen südlichen Abschnitt des Golfs bewegen. Die Roboter werden von einem indischen Forschungsschiff aus über ein 400 km großes Gebiet hinweg ins Wasser gelassen.

Das Projekt im Wert von 12 Millionen US$ wird vom indischen Ministerium für Erdwissenschaften, dem britischen Natural Environment Research Council, dem britischen Newton Fund und dem britischen Wetterdienst Met Office unterstützt und soll eine klarere Vorstellung davon bieten, wie Meeresbedingungen die Regenfälle während der Monsunzeit beeinflussen.

Neben diesem Projekt werden Forscher von der Universität Reading in Großbritannien und der indischen Regierung ein wissenschaftlich ausgestattetes Flugzeug über dem Golf von Bengalen einsetzen, das den Luftdruck aufzeichnen soll. Das Gesamtziel der beiden Projekte ist es, die Niederschlagsbedingungen des Monsuns besser vorhersagen zu können, was besonders für indische Landwirte wichtig ist.


Indien und China führen Gespräche zur Lösung der Dürrezustände in Westindien

China hat Gespräche mit dem indischen Amt für Meteorologie begonnen, um dem von Dürre heimgesuchten Staat Maharashtra in Westindien mit Wolkenbildungstechnologie zu helfen, die zur Erzeugung von Niederschlägen beitragen kann. Die Gespräche umfassten auch die Schulung von meteorologischem Personal des indischen Staates durch chinesische Experten.

Forscher aus Peking, Shanghai und der Provinz Anhui begannen die Gespräche während eines Besuchs der Region Maharashtra, berichtete China Daily. Die Region hat in den letzten zwei Jahren schwere Dürren erlebt. China nutzte Wolkenbildungstechnologie zum ersten Mal im Jahr 1958. Sind die Gespräche erfolgreich, werden chinesische Experten indische Beamte in ihrer Nutzung schulen.

Das Ziel des Projekts ist es, im Sommer 2017 Niederschläge über der Region Marathwada im Staat Maharashtra zu erzeugen.


Moderne Wetterradaranlagen für das pakistanische Amt für Meteorologie

Während eines Review-Meetings des pakistanischen Amts für Meteorologie (Pakistan Meteorological Department, PMD) stimmte die Regierung Pakistans der Anschaffung von neuen, hochwertigen Wetterradaranlagen zu, die veraltete Technologie, die sich nur noch schwer reparieren lässt, ersetzen sollen. Die Regierung gab außerdem an, dass das PMD den Provinzbehörden Pakistans detailliertere Wettervorhersagen bereitstellen muss.

Das PMD wurde von der Regierung darum gebeten, einen umfangreichen Bericht zu den finanziellen Kosten für die Anschaffung der neuen Radaranlagen vorzulegen. Die Hauptaufgabe des Amts besteht momentan darin, Monsunvorhersagen zu liefern, doch wird es von nun an eng mit der pakistanischen Federal Flood Commission sowie der National Disaster Management Authority zusammenarbeiten, um in Echtzeit über alle Wetterbedingungen zu informieren. Diese Informationen sollen auch besser durch die Medien verbreitet werden, um Wetterrisiken einzudämmen.

Die Teilnehmer des Review-Meetings wurden zudem darüber informiert, dass die Regierung sich uneingeschränkt dazu verpflichtet fühlt, alle notwendigen Ressourcen zur Stärkung des PMD bereitzustellen, indem sie für Ausrüstung, Personal und operative Unabhängigkeit sorgt.


May 2016


NOAA enthüllt 4D-Supercomputermodell des weltweiten Wetters

Die leistungsfähigen neuen Supercomputer von NOAA haben den Weg für ein weiteres Upgrade des US Global Forecast System (GFS) geebnet. Das GFS ist das primäre Modell, das NOAA zur Wettervorhersage nutzt. Mit dem Upgrade erfolgt eine Verlagerung zu komplexer hybrider 4D-Datenassimilation, die berücksichtigt, wie sich Wettersysteme auf einem räumlichen 3D-Raster im Lauf der Zeit entwickeln. Die Zeit wird hierbei zur vierten Dimension. Dieser Ansatz nutzt Erdbeobachtungen besser, die zur Initialisierung des Modells verwendet werden. Hierdurch erhalten Prognostiker ein genaueres und aktuelleres Bild der sich entwickelnden Wettersituationen.


Louis Uccellini, Leiter des Wetterdiensts der NOAA, meinte: „Laufende Investitionen in leistungsfähigere Supercomputer, hochentwickelte Modellierungsfähigkeiten und bessere Erdbeobachtungssysteme schaffen mehr Präzision im Prognoseverfahren und stärken die Widerstandsfähigkeit der USA gegen extreme Wetter-, Hochwasser- und Klimaereignisse.“


Das GFS-Upgrade ist die letzte in einer Reihe von Modellverbesserungen in diesem Jahr, die erhöhter Supercomputing-Leistung zu verdanken ist, die NOAA Anfang dieses Jahres erworben hatte. „Das Bedürfnis der USA nach Informationen und Prognosen zu Wetter, Klima und Wasser nimmt zu, und wir erweitern unsere Kompetenz entsprechend, um der aktuellen und zukünftigen Nachfrage gerecht werden zu können“, fügte Uccellini hinzu.


Bildung neuer Industriepartnerschaft zur Verbesserung der Prognosemethoden für Versorgungsunternehmen

Schneider Electric, globaler Spezialist für Energiemanagement, hat eine exklusive langfristige Partnerschaft mit der University of Connecticut (UConn) und Eversource Energy bekanntgegeben, in deren Rahmen die Prognosemethoden für sturmbedingte Ausfälle der Unternehmen vereint und ein einziges präziseres und genaueres Modell erstellen werden sollen.
Das einzigartige analytische Modell von UConn wird in die Plattform WeatherSentry Online (WSO) von Schneider integriert, wodurch Versorgungsunternehmen die erwarteten Auswirkungen von Stürmen auf ihre Versorgungsinfrastruktur besser verstehen und klügere Entscheidungen zur Vorbereitung auf Stürme treffen können. Dauer und Kosten der Wiederherstellung sowie die Auswirkungen auf Kunden sollen minimiert werden.

Jon Reifschneider, Leiter des Bereichs Wetter bei Schneider Electric, beschrieb die Kollaboration aufgrund der involvierten bahnbrechenden Technologie als einzigartig. „Das Projekt erlaubt es uns zudem, unsere umfangreiche Plattform zur Entscheidungsunterstützung für das Wetter zu kommerzialisieren und somit auf neue Höhen zu führen und unsere Verpflichtung für die Bereitstellung innovativer Lösungen für Versorgungsunternehmen zur Optimierung ihrer Tätigkeiten und Verbesserung ihres Kundendiensts zu erfüllen“, meinte er.


Unzuverlässige Messungen verwirren Forscher


Laut dem zivilen National Snow & Ice Data Center liefert einer der beiden primären Wettersatelliten der US Air Force seit mehr als einem Monat unzuverlässige Messungen des Meereises.

Das Forschungszentrum in Boulder im Bundesstaat, das von der NASA, NOAA und der National Science Foundation finanziert wird, aktualisiert sein Verzeichnis der Veränderungen des Meereises in der gesamten Arktis nicht mehr, seit der passive Mikrowellensensor an Bord des 10 Jahre alten Satelliten Defense Meteorological Satellite Program-17 (DMSP-17) Anfang April damit begann, „zweifelhafte“ Daten zu senden.

Die Air Force informierte SpaceNews zwar darüber, dass sie einen der Sensoren von DMSP-17 im Auge behält, äußerte sich aber nicht dazu, um welchen Sensor es sich genau handelt. Das National Snow & Ice Data Center gab bekannt, seine täglichen Updates zum Meereis vorübergehend auszusetzen, und identifizierte den Sensor als den Special Sensor Microwave Imager and Sounder (SSMIS).

Laut Jennifer Thibault, einer Sprecherin für den 50. Space Wing an der Schriever Air Force Base in Colorado Springs, können andere Ressourcen wie etwa der Satellit DMSP-18 der Air Force Modelle zu Meereis, Wasserdampf und Windgeschwindigkeit für die Marine und andere Nutzer generieren.


e2v soll CMOS-Geräte für neue Wettersatelliten entwickeln


e2v, ein Hersteller von Bildsensoren aus Großbritannien, hat von Airbus Defence and Space (Airbus DS) einen Großauftrag über die Konstruktion, Entwicklung und Lieferung von CMOS-Bildsensoren für die fortschrittlichen Radiometer METimage erhalten. Sie sollen in eine Serie von drei Wettersatelliten (MetOp) der zweiten Generation der Europäischen Weltraumorganisation ESA integriert werden.

Das Hauptziel der METimage-Instrumente ist es, Bilder in einem erweiterten Spektralbereich bereitzustellen, durch die neue Umweltmessdaten der Erdatmosphäre gesammelt werden können. Wichtige Informationen zu Wolkenformationen, Meeresoberflächentemperatur und -winden, Luftqualität und -temperatur ermöglichen es Forschern, die Genauigkeit der Wetter- und Klimaprognosen zu verbessern, um das Leben auf der Erde zu schützen.

METimage wird große Bildstreifen der Erde orthogonal zum Flugweg und mit einer Bodenauflösung von 500 m scannen. Die Bildqualität wird durch eine interne Kalibrierung erreicht, und die Datengenauigkeit wird durch die hochinnovativen 4T-Pixel-CMOS mit Frontside Illumination von e2v zur Verwendung in der sichtbaren und nahinfraroten (VISNIR) Brennebene des Instruments sowie durch seine Ausleseelektronik sichergestellt. Die Anwendung erfordert ein hohes Signal-Rausch-Verhältnis, um die genaue Helligkeit der Bilder in einer bestimmten Wellenlänge zu erfassen; das Scannen von Bildern entlang der Erdkrümmung in regelmäßigen Abständen erfordert das große Pixel-Design.

Die Satelliten werden 2021, 2028 und 2035 gestartet und werden von EUMETSAT betrieben.


Vaisala stellt Wetterradarsoftware der nächsten Generation vor

Vaisala, Anbieter von Umwelt- und Industriemesssystemen, hat Details seiner neuen Wetterradarsoftware bekanntgegeben. Vaisala IRIS Focus wurde für die Nutzung durch professionelle Meteorologen entwickelt und soll ihnen dabei helfen, genauere Niederschlagsschätzungen und -klassifikationen zu sammeln. Die Software kann ihren Nutzern auch bei der Erfassung früherer Wetterwarnungen assistieren.

IRIS Focus ermöglicht es den Nutzern, bis zu vier Radarprodukte auf einem Bildschirm darzustellen, alle vier Felder nach Zeit und Ort zu synchronisieren und die Felder gemeinsam zu animieren, um einfach mehr Daten zu sehen. Zudem wurden die grafische Darstellungen und die Verarbeitungskapazität in der neuen Software verbessert, so dass ihre Nutzer Daten deutlicher sehen können. IRIS Focus ist über den Browser zugänglich, damit Nutzer unabhängig von ihrem Aufenthaltsort in der Organisation die Software aufrufen können.

Während der Entwicklung von IRIS Focus arbeitete Vaisala eng mit seinen Kunden zusammen, um zu verstehen, wie sie Software in ihren alltäglichen Prognoseaktivitäten verwenden. Das Unternehmen ließ das Feedback zur Optimierung des Funktionsumfangs der neuen Wetterradarsoftware einfließen. IRIS Focus ist mit einer klaren Oberfläche einfach zu bedienen und bietet interaktive Tutorials für die Nutzer. Die Schulungszeiten für die Benutzer werden somit verkürzt.


Vorstellung eines digitalen Geräts zur Messung der Bodenfeuchtigkeit

Delta-T Devices, Entwickler von Instrumenten für die Umweltwissenschaft, hat eine digitale Version des PR2 Profile Probe, seines analogen Geräts zur Messung der Bodenfeuchtigkeit, herausgebracht. Das Gerät namens PR2 SDI-12 besitzt die gleichen Stärken wie die analoge Version (die weiterhin produziert wird), aber ist zusätzlich SDI-12-kompatibel und kann somit in neue und vorhandene SDI-12-Systeme integriert werden. Genau wie die analoge Version ist auch die digitale Version in zwei Längen zur Messung von Bodenfeuchteprofilen erhältlich (40 cm oder 100 cm).

Durch die Nutzung der weithin genutzten SDI-12-Schnittstelle kann das PR2 SDI-12 in einer noch breiteren Palette von Datenloggern, Sensoren und Geräten integriert werden. SDI-12 ist ein etablierter Kommunikationsstandard, der von vielen Herstellern von Geräten zur Umweltüberwachung und Umweltkontrolle übernommen wurde. Er ist so beliebt, da er den Anschluss einer Vielzahl von Sensoren (vieler verschiedener Anbieter) an einen Logger mittels eines einfachen Kabelnetzes erlaubt. Kosten und Komplexität der Verdrahtung großer Sensoranlagen werden somit reduziert.

Die Elektronik des PR2 SDI-12 soll die Energieeffizienz verbessern – ein wichtiger Vorteil für netzferne Anwendungen wie etwa abgelegene Standorte.


April 2016


Das Solar Dynamics Observatory der NASA erfasst Bilder einer mittleren Sonneneruption

Das Solar Dynamics Observatory (SDO) der NASA hat am 17. April 2016 Bilder einer mittleren Sonneneruption erfasst, die leichte Funkausfälle verursachte. Das SDO beobachtet die Sonne dauerhaft, um durch die Untersuchung der Sonnenatmosphäre in geringen räumlichen und zeitlichen Abständen zum Verständnis dessen beizutragen, wie die Sonne auf die Erde und den Weltraum in der Nähe der Erde wirkt.

Sonneneruptionen sind starke Strahlungsausbrüche. Die schädliche Strahlung einer Sonneneruption (Flare) kann die Erdatmosphäre nicht durchdringen und die Menschen auf der Erde physisch nicht beeinträchtigen. Wenn sie aber intensiv genug ist, kann sie die Atmosphäre in der Schicht stören, in der sich GPS- und Kommunikationssignale bewegen.

Das Weltraumwetterprognosezentrum der US-amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) gab an, dass während des Höhepunkts der Sonneneruption „leichte Funkausfälle beobachtet wurden“. Solche Funkausfälle ereignen sich nur während des Verlaufs einer Sonneneruption und sind daher inzwischen abgeklungen. Das Weltraumwetterprognosezentrum der NOAA ist die offizielle Quelle der US-Regierung für Vorhersagen, Beobachtungen, Warnungen und Alarme in Bezug auf das Weltraumwetter.

Die Sonneneruption wird als Flare der Klasse M6.7 eingeordnet. Sonneneruptionen der M-Klasse sind ein Zehntel so groß wie die der X-Klasse, die intensivsten Sonneneruptionen. Die Zahl gibt weitere Informationen über ihre Stärke. M2 ist doppelt so intensiv wie M1, M3 ist dreimal so intensiv usw.

Die Eruption kam aus einem Gebiet komplexer magnetischer Aktivität auf der Sonne, das als aktive Region bezeichnet wird (in diesem Fall die aktive Region 2529), auf der in den vergangenen Tagen ein eindrucksvoller Sonnenfleck (großer dunkler Fleck) zu sehen war. In diesem Zeitraum war er meistens groß genug, um auch ohne Vergrößerung von der Erde aus erkennbar zu sein. Inzwischen ist er so groß geworden, dass die Erde fast fünfmal in ihn hineinpassen würde. Wissenschaftler wollen durch die Untersuchung solcher Sonnenflecken besser verstehen, was diese manchmal dazu bringt, in Form von Sonneneruptionen auszubrechen.


NOAA drängt mit kommerziellem Wetterdaten-Pilotprojekt nach vorn

Die NOAA hat dem US-Kongress einen Bericht vorgelegt, in dem ihre Pläne skizziert sind, ein Pilotprojekt für den Erwerb kommerzieller Wetterdaten umzusetzen und zu beurteilen, inwieweit diese in ihre zahlreichen Wettermodelle aufgenommen werden könnten. Der Bericht namens Commercial Weather Data Pilot Program: Report to Congress beschäftigt sich damit, wie das Pilotprojekt offene Fragen der NOAA zu Genauigkeit, Nachprüfbarkeit und Zuverlässigkeit der kommerziellen Daten behandelt.

Der Kongress hat dem Projekt für das Bilanzjahr 2016 3 Millionen US-Dollar zugeteilt, und die NOAA hofft nun auf 5 Millionen US-Dollar für das Bilanzjahr 2017. Die NOAA hat Daten zur Radio-Okkultation (RO) als Schwerpunkt des Pilotprojekts gewählt und möchte 2016 eine Ausschreibung für kommerzielle Daten veröffentlichen. Durch die Verwendung kommerzieller Quellen sollen nicht nur die Kosten für die Regierung gesenkt, sondern auch die Resilienz der Wettersatellitensysteme erhöht werden.

Die Wetterbehörde NOAA sammelt bereits RO-Daten von ihren eigenen Satelliten, hat diese aber bisher nie von kommerziellen Satelliten erhoben. Das Pilotprojekt soll ein Testlauf für künftige Unternehmungen im Bereich der kommerziellen Satelliten sein. Verschiedene Unternehmen wie PlanetiQ, GeoOptics und Spire, die bereits über einen betriebsbereiten Satelliten verfügt, der auch GPS-Radio-Okkultation leisten kann, haben ihr Interesse am Pilotprojekt bekundet.


Cray erhält Auftrag für Aufrüstung der Systeme beim Deutschen Wetterdienst

Das globale Supercomputer-Unternehmen Cray hat den Abschluss eines Vertrags für eine Aufrüstung und Erweiterung der Supercomputer Cray XC und der Speichersysteme Cray Sonexion beim Deutschen Wetterdienst (DWD) bekannt gegeben.

Mit den aufgerüsteten Cray-Systemen kann der DWD seine hochkomplexen Modelle weiter verbessern, um noch genauere Wettervorhersagen für ein breites Spektrum an Wetterzuständigkeiten zu liefern. Durch den deutlichen Anstieg der Computerleistung und Speicherkapazität können die Forscher und Wissenschaftler des DWD erweiterte Supercomputing-Technologien für ihre Mission nutzen, die meteorologischen Anforderungen zu erfüllen, die aus allen Bereichen der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft gestellt werden.

Dr. Jochen Dibbern, Vorstandsmitglied des DWD, sagte: „Unsere Cray-Supercomputer sind entscheidende Werkzeuge für unsere Forscher und Wissenschaftler, und es ist unbedingt erforderlich, dass wir unsere Nutzer mit hochkomplexen Supercomputing-Technologien ausstatten.“

Im Januar 2013 gab das Unternehmen Cray bekannt, dass ihm der Auftrag erteilt worden war, dem DWD zwei Cray-Supercomputer vom Typ XC30 und zwei Cray-Speichersysteme Sonexion zu liefern. Gemäß diesem neuen Vertrag wird Cray die Supercomputer beim DWD auf die Cray-Systeme XC40 aufrüsten und erweitern, in denen auch die neue Produktfamilie E5-2600 V. 4 des Intel-Prozessors Xeon eingesetzt wird.


Lufft präsentiert neuen Sichtweitensensor und bringt Marwis 2.0 heraus


Der Sensorhersteller Lufft hat zwei neue Innovationen vorgestellt, mit denen genauere und ausführlichere Wetterdaten erhoben werden sollen: der neue Sichtweitensensor VS2k-UMB ersetzt ab Mitte Mai 2016 den optischen Sensor VS20-UMB, und der mobile Straßensensor Marwis wird mit einer zweiten Generation aktualisiert.

In der Verkehrsbranche dient der Sichtweitensensor VS2k-UMB von Lufft als Teil der Ausstattung von Straßenwetterstationen und Verkehrsleitsystemen. Er misst die Sichtweite präzise in einem Bereich von bis zu 2000 m. Der neue Sichtweitensensor zeichnet sich durch verbesserte Produktmerkmale wie etwa eine optimierte Gehäuselegierung aus, die seewasserbeständig ist und sich daher auch für den Offshore-Einsatz eignet. Bei zahlreichen Salzwassertests hat der Sensor auch unter extremsten Bedingungen eine stabile Langlebigkeit gezeigt.

Der neue Sichtweitensensor VS2k-UMB ist das erste Produkt einer ganzen Serie, die derzeit von Lufft herausgebracht wird. Eine weitere Geräteversion mit einer maximalen Reichweite von 25 km wird bis zur Jahresmitte 2016 verfügbar sein.

Der mobile Straßensensor Marwis misst zusätzliche Umgebungsdaten. Die neue Version 2.0 ist mit einem externen Lufttemperatursensor ausgestattet. Mithilfe der weiteren gemessenen Variablen lässt sich damit die relative Luftfeuchtigkeit bestimmen. Bisher konnte der Straßensensor Variablen wie die Temperatur der Fahrbahnoberfläche, die Höhe des Wasserfilms, den Taupunkt oder den Fahrbahnzustand messen.

Der intelligente Sensor, der direkt am Fahrzeug befestigt ist, sendet die Daten in Echtzeit und 100 Mal pro Sekunde über Bluetooth an ein Tablet, Smartphone oder ein anderes Ausgabegerät im Fahrzeuginnenraum. Mithilfe einer Daten-Cloud kann Marwis die Messwerte der Anwendung an das Steuerzentrum weiterleiten, wo sich die Testfahrten mit der Management-Software View Mondo nachverfolgen lassen.


Laut einer MIT-Studie wurden die Eiszeiten von vorzeitlicher tektonischer Aktivität ausgelöst

Geologen am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA haben die wahrscheinliche Ursache für die Eiszeiten sowie einen natürlichen Mechanismus für Kohlenstoff-Sequestrierung gefunden. Vor den letzten beiden Eiszeiten (vor etwa 80 Millionen bzw. 50 Millionen Jahren) kam es zu massiven tektonischen Kollisionen in der Nähe des Äquators – in einer tropischen Zone, in der Felsgestein durch häufige Regenfälle und weitere Umweltbedingungen einer starken Verwitterung ausgesetzt sind. Diese Verwitterung umfasst chemische Reaktionen, bei denen eine große Menge Kohlendioxid aus der Atmosphäre absorbiert wird. Die neue Studie deutet darauf hin, dass der drastische Abbau von Kohlendioxid die Atmosphäre abgekühlt und die Erde auf die beiden Eiszeiten eingestellt hat.

„Alle sind sich einig, dass auf einer geologischen Zeitskala von Hunderten Millionen Jahren das Klima durch Tektonik gesteuert wird, aber bisher konnten wir hier keine Verbindung herstellen“, sagte Oliver Jagoutz, Privatdozent für Erd-, Atmosphären- und Planetenwissenschaften (EAPS) am MIT. „Ich glaube, wir haben als Erste tektonische Vorgänge in großem Umfang wirklich mit dem Klimawandel verknüpft.“

Jagoutz und seine Kollegen, EAPS-Professor Leigh Royden und Francis Macdonald von der Harvard-Universität, haben ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“ veröffentlicht. Die beiden tektonischen Kollisionen, die das Team untersuchte, wurden vom selben Ereignis ausgelöst: der langsamen Wanderung nach Norden von Gondwana, einem Superkontinent, der vor 300 bis 180 Millionen Jahren die südliche Hemisphäre bedeckte und schließlich zerbrach, wodurch die Antarktis, Südamerika, Afrika, Indien und Australien entstanden.

Für die Studie untersuchten Forscher, ob tektonische Kollisionen in extrem tropischen Regionen eine Rolle dabei gespielt haben, dass riesige Mengen Kohlendioxid aus der Atmosphäre gezogen und die Eiszeiten ausgelöst wurden.

Image courtesy of Christine Daniloff/MIT


März 2016


Meteorological Technology World Expo 2016: nur noch 20 Ausstellerflächen verfügbar!

Nicht einmal mehr ein halbes Jahr, bis die Meteorological Technology World Expo 2016 vom 27.-29. September in Madrid ihre Tore öffnet – und die Ausstellerflächen werden knapp. Gerade einmal 20 Standflächen sind noch verfügbar. Wenn Sie Geräte, Systeme, Software- oder Servicelösungen für die Branche entwickeln oder herstellen, sollten Sie die weltweit größte Fachmesse für Meteorologie nicht verpassen.

Mit über 3.000 internationalen Käufern und Endnutzern – Vertreter von Regierungen, nationalen Behörden, Einrichtungen für öffentliche Sicherheit und Unternehmen – sollte die Meteorological Technology World Expo 2016 fest in Ihrem Terminkalender 2016 stehen.


Aufruf für Referenten für die TECO 2016

Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hat mit seinem Call for Papers um Konferenzbeiträge für die TECO 2016 (Technical Conference on Meteorological and Environmental Instruments and Methods of Observation), die im Rahmen der Meteorological Technology World Expo in Madrid vom 27.-29. September stattfinden wird, gebeten.

Das diesjährige Thema der alle zwei Jahre stattfindenden Konferenz lautet „Ensuring sustained high-quality meteorological observations from sea, land and upper atmosphere in a changing world“ (Gewährleistung von nachhaltigen und hochwertigen meteorologischen Beobachtungen vom Meer, vom Land und aus der oberen Atmosphäre in einer sich verändernden Welt). Es treffen sich Spezialisten für Geräte und Ausrüstung von nationalen meteorologischen und hydrologischen Diensten, Forschungseinrichtungen und privatwirtschaftlichen Unternehmen, um die wichtigsten Trends und Herausforderungen zu diskutieren.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und zu den Einreichungsmodalitäten finden Sie unter diesem Link.


Erste weltweite topografische Meereskarte von NASA-Satelliten erstellt

Jason-3, ein gemeinsames europäisch/US-amerikanisches ozeanografisches Satellitenprogramm mit Beteiligung der NASA, hat die erste globale Karte der Höhe des Meeresspiegels erstellt und damit die Auswirkungen von El Niño 2015-2016 veranschaulicht.

Die Karte entstand auf der Grundlage der in den ersten zehn Tagen erfassten Daten, nachdem Jason-3 im Februar 2016 seine operative Umlaufbahn von 1.336 km erreicht hatte. Jason-3 startete am 17. Januar 2016 von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien, USA. Betreiber des Satelliten ist die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) in Kooperation mit der NASA, der französischen Weltraumagentur Centre National d’Etudes Spatiales (CNES) und der Europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten (EUMETSAT).

Die auf drei Jahre angelegte Mission setzt die seit fast 25 Jahren ununterbrochenen Beobachtungen von Schwankungen des Meeresspiegels fort. Die Messdaten zur Topografie des Meeresspiegels dienen Wissenschaftlern als Grundlage für ihre Berechnungen der Geschwindigkeit und Richtung von Oberflächenströmungen und zur Einschätzung der Verteilung der in den Ozeanen gespeicherten Sonnenenergie.


Neues Secondary-Standard-Pyranometer MS-80 vorgestellt

EKO Instruments hat das MS-80 vorgestellt, ein Secondary-Standard-Pyranometer in innovativer Konstruktion, das einen Durchbruch bei bisher unerreicht niedrigem Offset-Verhalten und schneller Reaktionsgeschwindigkeit des Thermosäulendetektors darstellt.

Das MS-80 kombiniert auf einzigartige Weise die getrennte Sensorarchitektur von EKO mit einer neuartigen optischen Konstruktion. Nach Angaben des Unternehmens geht das MS-80 an die Grenzen herkömmlicher Pyranometer-Spezifikationen und wird in seiner Klasse neue Maßstäbe setzen. Der kompakte Sensor mit einem Dorn ist unempfindlich gegenüber Offsets; gleichzeitig lassen sich zusätzliche Funktionen mühelos integrieren, z. B. Ventilator, Heizelement und verschiedene Kommunikationsschnittstellen wie Modbus RTU und 4-20 mA.

Das MS-80 reduziert Messunsicherheiten bei allen atmosphärischen Bedingungen auf ein beispielloses Minimum und ist damit prädestiniert für lange Einsätze ohne Eingriffe. Der Hersteller gibt 5 Jahre Garantie und empfiehlt eine Rekalibrierung im Fünfjahresintervall.


NOAA testet zwei neue Wettermodelle


Die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) testet derzeit zwei neue experimentelle Wetterprognosemodelle und wird sich in den kommenden Monaten entscheiden, welches der beiden dem Bedarf der meteorologischen Dienste in den USA besser entspricht.

NOAA entschied sich 2012 für eine Prüfung der beiden neuen Modelle, nachdem die europäischen Prognosemodelle den Kurs von Hurrikan Sandy weitaus zuverlässiger voraussagten als das US-amerikanische Modell (GFS).

Nach Hurrikan Sandy wurde GFS zwar aufgerüstet, jedoch gibt es noch immer Defizite. NOAA testet nun zwei neue experimentelle Modelle für die globale Wetterprognose, um beurteilen zu können, welches der beiden den Anforderungen der US-amerikanischen meteorologischen Dienste am besten gerecht wird.

Das MPAS-Modell (Model for Prediction Across Scales) wurde vom National Center for Atmospheric Research (NCAR) in Colorado, USA, entwickelt und bildet die Erde in einem Sechseckraster anstelle des üblichen kubischen Rasters ab. Mit dieser neuen Technik ist eine sehr hochauflösende Darstellung von Wettergeschehnissen möglich. Das zweite Modell im Test ist das FV3, das von der NOAA selbst entwickelt wurde. Dieses Modell arbeitet mit einem „kubischen Kreisraster“ ähnlich dem traditionellen Raster.


WMO-Weltklimabericht 2015 veröffentlicht

Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hat ihren Weltklimabericht für das Jahr 2015 veröffentlicht und bilanziert: Es handelte sich um das heißeste, trockenste und nasseste Jahr in der Kl../imageschichte. Seit Aufzeichnung der Wetterdaten waren die Jahre 2011-2015 der heißeste Zeitraum und 2015 war das heißeste Jahr, zusätzlich angefacht von einem besonders ausgeprägten El-Niño-Phänomen. Der Rekordkurs des Wetters setzt sich 2016 fort.

Laut WMO sind steigende Temperaturen jedoch nur ein Aspekt der Entwicklung. Durch den Klimawandel erhöhen sich die Häufigkeit und Intensität extremer Wetterlagen wie Hitzewellen, Dürren und starke Regenfälle und geben damit einen Vorgeschmack auf die Zukunft.

„Alles was wir brauchen, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels einzudämmen und in Zukunft zu bestehen, ist bereits vorhanden. Der WMO und den nationalen Meteorologie- und Hydrologieorganisationen kommt eine Schlüsselrolle dabei zu, unsere Gesellschaften klimaresistenter zu machen. Aufgrund vergangener und derzeitiger Emissionen müssen wir uns auf mehr heiße Tage, wärmere Nächte und Hitzewellen einstellen. Dies hat Auswirkungen auf das Gesundheitswesen und stellt eine Belastung für unsere Gesellschaften dar. Gesundheitsschäden als Folge von Hitze kann jedoch vorgebeugt werden, zum Beispiel durch Frühwarnsysteme für Mehrfachrisiken, die Entscheidungsträger, Gesundheitsbehörden und die Öffentlichkeit rechtzeitig alarmieren“, erklärt der Generalsekretär der WMO Petteri Taalas.

Taalas fordert ein integriertes Dürremanagement, um proaktiver auf Dürren reagieren zu können und Entscheidungsträgern Orientierung für wirkungsvolle Maßnahmen und Bodennutzungsstrategien zu liefern. „Außerdem müssen der Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen erleichtert und bewährte Praktiken zum Umgang mit Dürren weitergegeben werden“, ergänzt Taalas.

Anlässlich des Welttags der Meteorologie am 23. März 2016 startete die WMO eine neue nutzerfreundlichere Website, auf der sie ihre Aktivitäten rund um Wetter, Klima und Wasser noch anschaulicher darstellt.


Februar 2016


Neuer X-Band-Radar prognostiziert Regenfälle mit größerer Genauigkeit

In San Jose, Kalifornien, wurde ein neues X-Band-Radarsystem entwickelt, mit dem präzise und lokalisierte Wettervorhersagen für die Bay Area getroffen werden können. Das Radarsystem prognostiziert Regenfälle in einzelnen Gemeinden, statt eine allgemeinere Prognose für die Region zu bieten.

Vereinzelte Anhäufungen von aufkommender Feuchtigkeit werden von einer brummenden X-Band-Radaranlage auf dem Dach einer Aufbereitungsanlage erfasst, die sich im Besitz des Santa Clara Valley Water District befindet. Die Anlage prognostiziert Niederschläge und das Hochwasserrisiko mit viel größerer Genauigkeit als derzeitige Technologien. Vier weitere Anlagen werden in den nächsten fünf Jahren für die Regionen Peninsula, East Bay und North Bay hinzukommen.

„Sie wird detailliertere Informationen darüber bieten, wann und wo Niederschläge zu erwarten sind und wie hoch die Intensität sein wird“, so Carl Morrison, Direktor der Bay Area Flood Protection Agencies Association (BAFPPA), über das 19 Mio. US-Dollar teure Radar-Projekt, das durch die landesweite Auflage einer öffentlichen Anleihe (Bond Measure) aus dem Jahr 2006 finanziert wird.

Die Daten aus dem neuen System – dem so genannten Advanced Quantitative Precipitation Information System (AQPI System) – werden nicht sofort veröffentlicht, sondern zunächst an Regierungen und Unternehmen übermittelt.

Die fünf X-Band-Radare – einer auf dem Dach der Aufbereitungsanlage, die anderen sind für die Bergflanken des Mount Hamilton, Montara Mountain, Rocky Ridge in San Ramon und Sonoma Mountain geplant – haben jeweils eine begrenzte Sichtweite von nur 25 Meilen.

„Die neuen Radare sind viel näher am Boden positioniert und aktualisieren die Daten schneller (sie benötigen 1 Minute im Vergleich zu 5 bis 6 Minuten bei der bisherigen Technologie), was sie zu einem genaueren Instrument für die Vorhersage lokaler Regenfälle macht“, erläutert Rob Cifelli von dem an die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) angegliederten Earth System Research Laboratory in Boulder, Colorado. Cifelli leitet das Projekt in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Colorado State University.

Ein neuer C-Band-Radar ist auch an der Küste des Sonoma County in Bodega Bay geplant, der eine Prognoselücke schließen wird, indem er eine längere Vorlaufzeit für Stürme im North Bay bietet.


Wissenschaftler starten Forschungskampagne, um bessere El-Niño-Prognosen zu ermöglichen

Wissenschaftler der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) haben damit begonnen, Wetterballons mit angebrachten Sensoren und Funksendern im Pazifischen Ozean einzusetzen. Diese Maßnahme erfolgt im Rahmen neuer Bemühungen, die Auswirkungen des El-Niño-Wetterphänomens besser zu verstehen.

Die mit Helium gefüllten Ballons, die von dem NOAA-Forschungsschiff Ronald H. Brown gestartet werden, tragen Sensoren und Funksender, die über den tropischen Gewässern des Pazifischen Ozeans, in denen El Niño seinen Ursprung hat, Daten sammeln. Die Forscher lassen die Ballons bis zu acht Mal am Tag von dem Schiff aufsteigen, das von Hawaii nach San Diego, Kalifornien, segelt und dort planmäßig am 18. März 2016 ankommen soll.

Laut den Wissenschaftlern der NOAA ist das Timing perfekt, um die in diesem Jahr ungewöhnlich starken El-Niño-Bedingungen zu erforschen. Die letzten beiden stärksten El Niños in den Jahren 1982 und 1998 brachten ausgiebige Regenfälle nach Kalifornien, die Erdrutsche und Überschwemmungen verursachten. Es ist zu hoffen, dass diese Bemühungen zu genaueren Berichten und besseren Prognosen hinsichtlich der Bedeutung von El Niño für Kaliforniens aktuelle Dürre sowie zur Bereitstellung von Informationen darüber führen werden, wie stark dieser US-Bundesstaat von zukünftigen El-Niño-Stürmen betroffen sein wird.

„Wenn der nächste große El Niño kommt und die Menschen sich fragen: ‚Soll ich einen Skipass für Nordkalifornien kaufen oder doch eher für Utah?‘, wären wir gerne in der Lage, diese Frage etwas besser zu beantworten. Derzeit haben wir keine gute Antwort darauf“, so NOAA-Physiker Christopher Fairall, der an den Forschungsaktivitäten mitwirkt.


US Air Force plant drei neue Wettersatelliten

Verantwortliche der US Air Force (USAF) haben angekündigt, ihr Wettersatelliten-Programm der nächsten Generation bereits 2017 zu starten. Das Programm wird mindestens drei neue Satelliten umfassen.

Es ist jedoch unklar, ob der neue Plan die Abgeordneten beschwichtigen wird, die den bisherigen Plänen für Wettersatelliten der Air Force kritisch gegenüberstanden. Der Kongress ist nicht glücklich darüber, wie die Air Force das unter dem Namen Defense Meteorological Satellite Program (DMSP) bekannte Legacy-Programm und das geplante, als Weather Satellite Follow-on bezeichnete Programm der nächsten Generation handhabt.

Im vergangenen Jahr haben Abgeordnete des Kongresses den Start des letzten DMSP-Satelliten DMSP-20 abgesagt, nachdem die US Air Force 518 Mio. US-Dollar für den Satelliten ausgegeben hatte, doch den Kongress nicht von dessen Notwendigkeit überzeugen konnte. Die Abgeordneten standen auch dem Plan für das Wettersatelliten-Folgeprogramm skeptisch gegenüber und bezweifelten, ob es einige der wichtigsten Datenlücken der Air Force schließen könne.

Der Budgetantrag des Weißen Hauses für das Haushaltsjahr 2017 über 119 Mio. US-Dollar für die Entwicklungsarbeiten im nächsten Jahr und weitere 522 Mio. US-Dollar bis 2021 liefert einen noch genaueren Einblick darüber, wie die Air Force ihr weiteres Vorgehen plant.

Der erste Satellit, der zuvor als Lückenfüller galt und nun als „technische Demonstration“ bezeichnet wird, ist unter dem Namen Compact Ocean Wind Vector Radiometer (COWVR) bekannt. Er soll in Zusammenarbeit mit dem Operationally Responsive Space Office (ORS) der Air Force gebaut werden und kann laut USAF-Verantwortlichen bereits 2017 von Bord einer kleinen Rakete gestartet werden. Laut den Haushaltsdokumenten des Weißen Hauses erwartet die US Air Force, dass das ORS einen Start-Auftrag für die im Laufe dieses Jahres geplante COWVR-Mission erteilen wird.


Meilenstein beim Bau eines Supercomputers des Met Office erreicht

Beim Bau des Supercomputer-Komplexes des Met Office im Exeter Science Park in Großbritannien wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht. Der Komplex wird unter der Leitung von Willmott Dixon errichtet und einen Teil des neuen Supercomputers des Met Office im Rahmen seines Projekts High Performance Computing (HPC) beherbergen.

Das vor Kurzem stattgefundene Richtfest markierte die Bauphase, in der das Gebäude seinen höchsten Punkt erreicht hat. Rob Varley, Chief Executive des Met Office, erklärt: „Dies ist ein weiterer wichtiger Meilenstein unseres Supercomputer-Projekts. Die erste Projektphase begann letzten Herbst und wurde innerhalb des Budgets und fünf Wochen früher als geplant abgeschlossen.

„Dieser neue Komplex ermöglicht es Wissenschaftlern aus dem gesamten Vereinigten Königreich und anderen Teilen der Welt bei der Beurteilung der spezifischen regionalen Auswirkungen des Klimawandels – wie z. B. Stürme, Dürren und Hitzewellen – mitzuwirken und Länder dabei zu unterstützen, sich vor folgenreichen Unwettern und anderen Umweltrisiken besser zu schützen.“


Sommer bringt Hydrologie- und Meteorologie-Datenlogger der nächsten Generation auf den Markt

Sommer, ein Experte für Sensoren und Umweltüberwachungsausrüstung, hat einen neuen, preiswerten Datenlogger zur Sammlung, Verarbeitung und Speicherung verschiedener Messdaten auf den Markt gebracht. Der MRL-6-Datenlogger arbeitet auch in extremen Umgebungen zuverlässig und energiesparend. Aufgrund seines wasserdichten Gehäuses eignet er sich hervorragend für die Datenerfassung im Bereich Umweltmesstechnik und in abgelegenen Regionen ohne Infrastruktur.

Der neue MRL-6 bietet zahlreiche Vorteile: Er ist zuverlässig, energiesparend und optimal geeignet für die Sammlung von Überwachungsdaten an entfernt gelegenen Messstationen ohne Stromversorgung; er kann völlig unabhängig (mit internen Batterien oder integriertem Solarladeregler) betrieben werden; aufgrund seiner Schutzart IP 67 ist kein Geräteschrank erforderlich; darüber hinaus bietet er eine einfache Integration und Kompatibilität mit der kompletten Sensor-Produktfamilie von Sommer sowie mit Sensoren von Drittherstellern.

Der MRL-6 verfügt über SDI, Modbus, RS 485 und analoge Schnittstellen, ein einfach zu bedienendes hintergrundbeleuchtetes Display (bis zu -20° C), eine Datenauslese mit USB-Flash-Laufwerk, Bluetooth-Schnittstelle oder RS-232, einen minimalen Energiebedarf sowie ein massives, kompaktes und wetterfestes Aluminiumgehäuse.


Meteorologischer Dienst startet spezielle Wettervorhersage für indische Skimeisterschaften

Im Vorfeld des Auli Winter Skiing Carnival und der nationalen Skimeisterschaften in Indien hat das Meteorologische Zentrum von Uttarakhand eine spezielle Wettervorhersage entwickelt, um Skifahrer und Verantwortliche über die möglichen Wetterbedingungen in Auli im Chamoli-Bezirk von Uttarakhand zu informieren.

Die jährliche Veranstaltung sollte planmäßig am 12. Februar 2016 beginnen, wurde aber wegen Schneemangels auf den Pisten auf den 20. Februar verschoben.

Bikram Singh, Leiter des Meteorologische Zentrum von Uttarakhand, erklärt gegenüber The Times of India: „Wir haben auf Anfrage des Geschäftsführers von Garhwal Mandal Vikas Nigam (GMVN) mit der Entwicklung einer speziellen Prognose für den Winterkarneval begonnen. Wir stellen täglich Wettervorhersagen für Auli bereit, zusammen mit möglichen Warnungen und Prognosen für den zu erwartenden Schneefall in Zentimetern.“


Januar 2016


WMO begrüßt Petteri Taalas als neuen Generalsekretär

Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) begrüßt ihren neuen Generalsekretär Petteri Taalas, der die Sonderorganisation die nächsten vier Jahre leiten wird, die das tonangebende Organ der Vereinten Nationen bei Fragen zu Wetter, Klima und Wasser ist.

Taalas, der zuvor Generaldirektor des Finnischen Meteorologischen Instituts war, tritt die Nachfolge von Michel Jarraud an, der am 31. Dezember 2015 seine dritte Amtszeit beendete.

„Wetter, Klima, Wasser und die damit verbundenen Umweltbedingungen haben einen großen Einfluss auf unsere globale Gesellschaft und Wirtschaft“, so Taalas. „WMO-Mitglieder müssen sich besser auf extreme Wetterereignisse vorbereiten und sich an das sich wandelnde Klima anpassen. Bei diesen Bemühungen werden die nationalen meteorologischen und hydrologischen Dienste von entscheidender Bedeutung sein.“ „Ich freue mich darauf, die WMO in einer Zeit zu führen, in der die Aufmerksamkeit auf der Umsetzung des ehrgeizigen Paris-Abkommens zum Klimawandel und auf der Senkung der Treibhausgasemissionen liegt. Die Gemeinschaft der Wissenschaftler und Meteorologen wird weiter an der Vermehrung des Wissens und der Stärkung der Dienstleistungen arbeiten, auf die sich klimafreundliche Entscheidungen sowie wirksame und praktisch durchführbare Maßnahmen stützen.“

„Mein Ziel als Generalsekretär wird es sein, die Aktivitäten der WMO weiterzuentwickeln, um die nationalen meteorologischen und hydrologischen Dienste noch besser zu unterstützen, die in einem zunehmend schwierigen Umfeld tätig sind“ meinte Petteri Taalas.


Der NOAA-Supercomputer hilft bei der Vorhersage gefährlicher Unwetter

Ein neuer Supercomputer, der frühzeitigere und genauere Wetterwarnungen zur Verfügung stellen soll, ging im Zentrum für Wetter- und Klimavorhersage der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) in College Park (USA/Maryland) ans Netz.

Die US-Senatorin für Maryland Barbara Mikulski von den Demokraten war bei der Zeremonie vor Ort und informierte sich darüber, wie der neue Computer zur Rettung von Menschenleben und Eigentum beitragen wird. Als stellvertretende Vorsitzende des Senatsausschusses für die Bereitstellung finanzieller Mittel war sie an der Sicherung der Finanzierung der neuen Elektronik in Höhe von 35 Mio. US$ durch den Bund beteiligt. Der Computer soll die Vorhersagen für Flüsse und Ströme, Derechos und Hurrikane verbessern. Die Informationen sollen Notfallmanagern helfen und die Öffentlichkeit auf drohende, potenziell gefährliche Unwetter vorbereiten.

Im Consolidated Appropriations Act von 2016 sind 5,76 Mrd. US$ für die NOAA vorgesehen, die höchste Finanzierung, die diese Bundesbehörde jemals erhalten hat, eine Steigerung von über 300 Mio. US$ gegenüber dem Finanzjahr 2015, damit die Agentur ihren Auftrag im ganzen Land erfüllen kann.


NRG Systems und Leosphere erhalten großen Lidar-Auftrag für das bahnbrechende Wetternetzwerk Mesonet im US-Bundesstaat New York

NRG Systems erklärte am 6. Januar 2016, dass es vom Bundesstaat New York einen Auftrag über die Lieferung von bis zu 17 3D-scannenden Doppler-Lidar-Geräten vom Typ Windcube 100S für das staatseigene Mesonet erhalten habe. Dabei handelt es sich um ein fortschrittliches Wetternetzwerk, das die Erkennung und Vorhersage von Unwettern verbessern soll.

Die Lidar-Geräte werden in die im ganzen Bundesstaat verteilten Wetterstationen integriert und werden dem National Weather Service (NWS) Echtzeitbeobachtungen für das Nowcasting und für die Aufnahme in hochauflösende numerische Modelle zur Wettervorhersage bereitstellen. Die Daten werden auch dem New York State Department of Homeland Security and Emergency Services (NYS DHSES) zur Verfügung gestellt, dem damit bessere kurzfristige Vorhersagen und Entscheidungen zum Notfallmanagement möglich werden.

Der Auftrag, der von der University at Albany-SUNY (State University of New York) verwaltet wird, umfasst die Aufnahme von bis zu 17 3D-scannenden Doppler-Lidar-Geräten vom Typ Windcube 100S in das Netzwerk. Dabei handelt es sich um die beste Technologie der Atmosphärenfernerkundung, mit der das Mesonet des Bundesstaats New York das fortschrittlichste permanente Wetternetzwerk seiner Art auf der Welt erhält.

„Der Klimawandel bringt extremere Wetterereignisse mit sich, die fortschrittlichere meteorologische Instrumente für die Vorhersage von Unwettern erfordern. Das ist ein spannendes Projekt für die Meteorologie an sich, weil es dem Bundesstaat New York eine wichtige Entscheidungshilfe für die Begrenzung der Auswirkungen von Unwettern an die Hand gibt“, erklärte Gregory Erdmann, VP Global Sales, NRG Systems.

„Die von diesem System erzeugten Daten werden es dem Bundesstaat ermöglichen, wichtige Entscheidungen zu treffen, die Leben retten und die wirtschaftlichen Verluste durch schwere Unwetter verringern werden. Die Branche beobachtet dieses Projekt sehr genau.“


Erfolg in Westafrika für Landwirte

Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) wertet den Erfolg eines Vier-Jahres-Projekts zur Verbesserung der Bereitstellung und Nutzung meteorologischer Informationen und Werkzeuge für Landwirte in Westafrika aus. In dieser Region hängen Landwirtschaft und Ernährungssicherheit stark vom Wetter ab.

Am MetAgri Operational Project waren nationale meteorologische und hydrologische Dienste sowie Landwirte und Berater in 17 westafrikanischen Ländern beteiligt. Zwischen 2012 und 2015 fanden insgesamt 260 Wanderseminare mit über 10.600 Landwirten statt. Über 4500 Niederschlagmessgeräte wurden an die Landwirte ausgegeben, um ihnen die Grundlagen der Wetterbeobachtung zu vermitteln und ein zusätzliches Beobachtungsnetz aufzubauen.

Darüber hinaus meldeten mehrere Meteorologiedienste erfolgreiche Partnerschaften und Kooperationen mit lokalen Nicht-Regierungsorganisationen, Ministerien und lokalen Gruppen von Landwirten. Diese Partnerschaften trugen dazu bei, die Aufmerksamkeit für diese Dienste zu erhöhen und führten zu einer verstärkten Anforderung von Klima-Dienstleistungen.

Das Projekt wurde von der Regierung Norwegens über die WMO finanziert, die Arbeit wurde von den nationalen Wetterdiensten von Benin, Burkina Faso, Côte d'Ivoire, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kap Verde, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Senegal, Sierra Leone, Togo und Tschad durchgeführt. Ein neuer Projektvorschlag wird im Rahmen der Direktorenkonferenz der westafrikanischen Dienste Anfang 2016 vorgelegt.


Panasonic Weather Solutions stellt die weltweit fortschrittlichste globale Wettervorhersageplattform vor


Panasonic gibt bekannt, dass Panasonic Weather Solutions jetzt die weltweit fortschrittlichste globale Wettervorhersageplattform betreibt: Panasonic Global 4D Weather. Diese innovative Wettervorhersage stützt sich auf ein branchenführendes globales Wettermodell und nutzt alle Vorteile der exklusiven Atmosphärendatensätze von Panasonic, die kontinuierliche Eingaben detaillierter Troposphärendaten in vier Dimensionen (Länge, Breite, Höhe und Zeit) enthalten. Sie nutzt darüber hinaus eine innovative Kontrolle der Datenqualität und Datenassimilation.

Panasonic Weather Solutions ist die einzige private Einrichtung auf der Welt mit einer eigens entwickelten, globalen End-to-End-Plattform für die Wettermodellierung. „Ungenaue Wettervorhersagen verursachen der Weltwirtschaft jedes Jahr Hunderte Milliarden Dollar an Kosten“, erklärte Don DeBlasio, Geschäftsführer der Panasonic Weather Solutions. „Mit der Suite Panasonic Global 4D Weather für die Wettervorhersage möchten wir den Betrieb unserer Partner bei Behörden und in wetterabhängigen Branchen verbessern, z. B. in der Luftfahrt, Schifffahrt, im Marinebereich, bei der erneuerbaren Energiegewinnung, bei der Suche nach neuen Energieformen und im Rohstoffhandel.“

Die Plattform Panasonic Global 4D Weather weist folgende technischen Details auf: ein von Panasonic verbessertes globales 4D-Ensemble-Var-Hybrid-Vorhersagesystem, 13 km horizontale Auflösung und 64 vertikale Ebenen, vier Prognosezyklen/Tag (00Z/06Z/12Z/18Z) mit einer 10-tägigen Dauer, stündliche Vorhersageschritte über 24 Stunden, 3-Stunden-Vorhersageschritte über 240 Stunden, Integration der vollständigen Datenassimilation Panasonic TAMDAR (Tropospheric Airborne Meteorological Data Reporting), verbesserter Algorithmus zur Berechnung der Verlagerung tropischer Wirbelstürme für eine genauere Prognose des Wegs von Wirbelstürmen sowie verbesserte Parametrierung des Widerstands von Schwerkraftwellen für mehr Stabilität und Reproduzierbarkeit.


Eine neue Klasse von Wettersensoren wird spätestens Mitte 2016 auf den Markt kommen

Lufft aus Deutschland hat einen neuen Wettersensor entwickelt, der so präzise ist, dass ein normales Kalibrierlabor gar nicht in der Lage ist, seine Genauigkeit zu messen.

Der innovative Lufft WS3000 ist ein Umweltsensor, der als Referenz für alle anderen Umweltsensoren dienen könnte. Das neue Design des hochwertigen Aluminiumgehäuses, seine Größe und vor allem seine Leistung zeigen die Möglichkeiten, die im neuen Lufft-Produkt stecken. Der Wettersensor WS3000 ist nicht nur WMO-konform, sondern auch für die Anforderungen von Flughäfen und Wetterdiensten attraktiv.

Vor der offiziellen Produkteinführung der Geräte WS3000 und WS3100 Mitte des Jahres 2016 werden sie von mehreren öffentlichen europäischen Wetterdiensten ein halbes Jahr lang geprüft. Der WS3000 misst Lufttemperatur, relative Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Er ist das erste Modell einer neuen WS1000-Serie, ihm werden dieses Jahr der WS3100 und 2017 der WS4000 folgen.

Ergänzt werden sie durch den Strahlungssensor Kipp & Zonen CMP10, einen hochpräzisen Radar-Niederschlagssensor.


Ein optimiertes Beobachtungsnetz in der Arktis wird die Wettervorhersage auf dem Nördlichen Seeweg verbessern

Das Nationale Institut für Polarforschung (NIPR) und ihr internationales Forscherteam führen gemeinsam atmosphärische Beobachtungen in der Arktis durch, die zeigen, dass ein ausgedehnteres Beobachtungsnetz die Wettervorhersage auf dem Nördlichen Seeweg verbessern wird.

Der aktuelle Rückgang des Eises in der Arktis verursacht unvorhersehbare Wetterphänomene im Arktischen Ozean (starke Winde, hohe Wellen und schnelle Bewegung von Meereis im Verbund mit Wirbelstürmen) sowie in mittleren Breiten (Hitzewellen, strenge Winter usw.). Bei sich derart ändernden Hintergrundbedingungen sind genauere Wettervorhersagen notwendig, damit die Schifffahrt auf dem nördlichen Seeweg (NSR) sicher bleibt und um klimatische Wechselwirkung zwischen der Arktis und den mittleren Breiten zu verstehen. Allerdings ist dies wegen der spärlichen Anzahl von atmosphärischen Beobachtungen im gesamten Arktischen Ozean nicht einfach. Da es aufgrund der begrenzten logistischen Unterstützung überaus schwierig ist, in der Arktis zusätzliche Beobachtungen zu machen, ist zur Verbesserung der Vorhersagen in der Polarregion ein im Sinne des Kosten-Nutzen-Aufwands optimiertes Beobachtungsnetzwerk erforderlich.

Dr. Jun Inoue vom Nationalen Institut für Polarforschung (NIPR) in Japan und sein internationales Forscherteam führen seit 2013 gemeinsam Beobachtungen der arktischen Atmosphäre durch und nutzten dazu Radiosonden und Instrumente, die von Wetterballons in die Atmosphäre transportiert werden, um verschiedene atmosphärische Parameter zu messen. Laut einem neuen Bericht verbesserte ihre hohe tägliche Beobachtungsfrequenz die Genauigkeit der Atmosphärendaten, die zur Schätzung des Klimazustands und für Wettervorhersagen eingesetzt werden. Grund dafür war, dass ein Großteil der beobachteten Daten in Echtzeit in die Anfangsbedingungen der Wettersimulationen aufgenommen wurden. Das Forscherteam kam im Bericht Additional Arctic observations improve weather and sea-ice forecasts for the Northern Sea Route (Scientific Reports, 2015) zum Schluss, dass zusätzliche atmosphärische Beobachtungen nicht nur Unwetterphänomene über dem Arktischen Ozean, sondern auch die vom atmosphärischen Antrieb beeinflusste Meereisverteilung effektiv vorhersagen würden.

Während des Jahres der Polarvorhersage (Year of Polar Prediction, YOPP) von Mitte 2017 bis Mitte 2019, das vom World Weather Research Programme – Polar Prediction Project (WWRP – PPP) ausgerufen wurde, wird diese Art von Beobachtung und Modellierung im internationalen Rahmen beschleunigt werden und könnte so zur Bildung eines nachhaltigen arktischen Beobachtungsnetzes beitragen.


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