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5., 6., 7. Juni 2019
Halle 4, Palexpo, Genf, Schweiz

Konferenzprogramm

Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos – es ist nur eine Registrierung für die Messe erforderlich


Tag 1: Mittwoch 5 Juni

Tag 1
10:45 Uhr - 17:00 Uhr

10:45 Uhr

Die operative Implementierung von MPAS für ein globales, konvektionsfähiges, schnell auffrischendes NWP auf einem GPU-fähigen HPC-System.

Todd Hutchinson
Leiter der numerischen Wettervorhersage
The Weather Company, ein IBM-Unternehmen
USA
Dr Peter P Neilley
Leiter Wettervorhersageforschung und -technologien
The Weather Company, IBM
USA
The Weather Company (TWC), ein IBM-Unternehmen, präsentiert sein numerisches Wettervorhersagesystem (NWP) der nächsten Generation, das unter der Bezeichnung IBM Global High-Resolution Forecast System bzw. GRAF eingeführt wird. Das System umfasst das Model for Prediction Across Scales (MPAS) und die Datenassimilationssoftware Gridpoint Statistical Interpolation (GSI), um globale 1-Tages-Wettervorhersagen zu erstellen, deren Auflösung von 3 km (40 % der Welt) bis zu 15 km (restliche Welt) reicht. NCAR und IBM sind eine Partnerschaft eingegangen, um das MPAS auf GPU-beschleunigte Power9-Systeme zu portieren, sodass eine signifikante Beschleunigung gegenüber herkömmlichen, reinen CPU-basierten Systemen erreicht wird.

11:05 Uhr

Das „Climate Smart“-Projekt der UNO – ein weltweites landwirtschaftliches Wetterprogramm

James Block
Leiter des Meteorologischen Amtes
DTN
USA
Dieser Vortrag bietet eine Übersicht über den Fortschritt des „Climate Smart“-Programms der Vereinten Nationen, einer Initiative zum Ausbau der Oberflächenwetter- und Bodenbeobachtung auf Landwirtschaftsbetrieben in ländlichen Gegenden, die derzeit nicht ausreichend beobachtet werden. Die Übersicht umfasst eine Beschreibung des Projekts, der Sponsoren aus dem privatwirtschaftlichen und öffentlichen Bereich und der Pläne, Tausende von Wetterstationen in den nächsten drei Jahren einzusetzen. Ebenfalls eingeschlossen ist eine Übersicht des 5.000 Stationen umfassenden nordamerikanischen DTN-Agrar-Wetternetzwerks (die alle seit 2013 errichtet wurden und privat finanziert und betrieben werden), darunter die Arten von Stationen und beobachteten Parameter.

11:25 Uhr

Wie die CREWS-Initiative Entwicklungsländer bei der Verbesserung ihrer Frühwarnsysteme unterstützt

John Harding
Leiter des CREWS-Sekretariats (Klimarisiko und Frühwarnsysteme)
WMO
SCHWEIZ
Die Initiative „Climate Risk and Early Warning Systems“ (CREWS) hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 100 Millionen US-Dollar aufzubringen, um die Systeme für Risikoinformation und Frühwarnung zu stärken und die Finanzierung für den Schutz von Bevölkerungsgruppen zu nutzen, die extremen Klimaereignissen ausgesetzt sind. Sie richtet sich an die am wenigsten entwickelten Länder und kleine Inselentwicklungsländer, in denen das Risiko von Todesfällen durch schwerwiegende Ereignisse wie Überschwemmungen, Dürren und tropische Wirbelstürme unverhältnismäßig hoch ist. Sie wird bereits in 19 Ländern in Afrika, im karibischen Raum und im Pazifischen Ozean eingesetzt und soll jetzt auf drei weitere Staaten erweitert werden.

11:55 Uhr

Die Lidarboje des Fraunhofer IWES als fortschrittliches Offshore-Messsystem

Alkistis Papetta
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
IWES Fraunhofer
DEUTSCHLAND
Die Entwicklungen in den letzten Jahren haben gezeigt, dass schwimmende Lidar-Systeme wie beispielsweise Doppler-Wind-Lidars, die auf schwimmenden Plattformen montiert oder in diese integriert sind, sich am besten eignen, um die Offshore-Winde als wichtige Eingabe zur Bewertung der Windressourcen für ein Offshore-Windprojekt zu messen. Das Fraunhofer IWES hat ein entsprechendes System entwickelt, das nicht nur die Anforderungen der Windindustrie erfüllt, sondern auch erweitert werden kann, um den Bedürfnissen anderer Branchen und Benutzer gerecht zu werden, die hochwertige Windmessungen in unterschiedlichen Höhen sowie zahlreiche weitere Parameter benötigen.

12:15 Uhr

Datendienste zur Bewertung und Minderung des Blitzrisikos

Dominique Lapeyre de Chavardès
Präsident
Météorage
FRANKREICH
Als einzige Wetterinformation in Echtzeit waren Blitze für das Nowcasting nationaler Wetterdienste unerlässlich, insbesondere angesichts der „Blitzsprung“-Charakteristik schwerer Gewitter. Aber praktisch alle Branchen hängen vom Blitzrisiko ab, um die Sicherheit von Menschen und Eigentum zu gewährleisten. Indem die Datendienste die Kosten zwischen den Wirtschaftsakteuren teilen, verringern sie das Blitzschutzrisiko effizient und schaffen so eine Win-Win-Situation. Da Blitzortungsnetze Fernerkundungsanlagen einsetzen, muss deren Validierungen in der Praxis besonders beachtet werden. Abhängig von den jeweiligen Anforderungen für kritische Operationen schließt jeder Endbenutzer eine eigene SLA beruhend auf Kriterien wie IC/CG-Klassifizierung, Verfügbarkeit, Aktualität oder Standortgenauigkeit ab.

12:35 Uhr

Innovative indexbasierte Wetterversicherungen für Kleinbauern in Paraguay

Dr Clyde Fraisse
Professor
University of Florida
USA
Dieser Vortrag beschreibt ein innovatives wetterindexbasiertes Versicherungsprodukt, das mit Unterstützung der Interamerikanischen Entwicklungsbank entwickelt wurde, um Kleinbauern in Paraguay vor Ernteausfällen durch Dürre zu schützen. Der Index wurde entwickelt, um die Stressbedingungen des Pflanzenwassers während der Saison besser widerzuspiegeln, und verwendet eine einfache Bodenwasserbilanz für ein Bodenprofil mit gleichmäßig verteilten Wurzeln. Tägliche Aktualisierungen beruhen auf einem robusten Überwachungssystem, das aus einem Netzwerk von Wetterstationen und gerasterten Wetterquellen der NOAA und NASA besteht. Das Versicherungsprodukt wurde in der Saison 2017-2018 in einem Pilotprojekt getestet und 2018-2019 voll kommerzialisiert.

12:55 Uhr

Weltraumwetterdienste für die Luftfahrt

Jaakko Nuottokari
Leiter Luftfahrt und Verteidigung
Finnish Meteorological Institute
FINNLAND
Das Weltraumwetter (SWX) kann sich auf zahlreiche Dinge auswirken, darunter GNSS-, HF- und Satellitenkommunikationen, und Flugbesatzungen einer erhöhten gesundheitsschädlichen Strahlenbelastung aussetzen. Diese Auswirkungen wurden von der ICAO 2011 bestätigt, als erstmals das CONOPS für das Weltraumwetter entwickelt wurde. Dieser Prozess hat zur Überprüfung und Auswahl von drei globalen Weltraumwetterzentralen durch den ICAO-Rat im November 2018 geführt, deren Betriebsbeginn für den 7. November 2019 geplant ist. PECASUS, ein Konsortium europäischer Anbieter unter der Leitung des FMI, ist eine dieser drei globalen Zentralen (SWXC). Dieser Vortrag behandelt die internationale Zusammenarbeit, Phänomene und Produkte für die zivile Luftfahrt.

13:15 Uhr

Frage- und Antwortrunde

13:30 Uhr - 14:30 Uhr

WMO-Podiumsdiskussion (wird noch bestätigt)

14:30 Uhr

Unabhängiger Vergleich der Messungen von kompakten All-in-One-Wetterbeobachtungs-Sensorpaketen

Dr Bradley Illston
Leitender Wissenschaftler
Oklahoma Mesonet
USA
Verschiedene Instrumentenhersteller bieten kompakte All-in-One-Sensorpakete an, die eine Reihe meteorologischer Variablen wie Lufttemperatur, Windgeschwindigkeit und -richtung, Feuchtigkeit, Druck und Niederschlagsmenge messen. Diese Sensorpakete ermöglichen die Erfassung von Beobachtungen bei geringer Stellfläche und geringem Stromverbrauch. Vier dieser Sensorpakete verschiedener Unternehmen wurden unabhängig voneinander zusammen mit Referenzsensoren getestet, die typischerweise in Großwetterstationen eingesetzt werden, und die statistischen Ergebnisse der Vergleiche ihrer meteorologischen Messungen werden vorgestellt.

15:00 Uhr

Klimadienstleistungen zur Entscheidungsfindung in Afrika, im karibischen Raum und im Pazifischen Ozean

Lisa-Anne Jepsen
Projektbeauftragte, Abteilung für Klima und Wasserwirtschaft
WMO
SCHWEIZ
Im Rahmen dieses Vortrags wird der Beitrag der WMO zu dem von der EU finanzierten Programm Intra-AKP-Klimadienste erörtert. Das globale Rahmenwerk für Klimadienstleistungen (GFCS), eine von der WMO geleitete internationale Initiative, fördert Klimadienstleistungen. Das von der EU finanzierte Programm Intra-AKP Klimadienste unterstützt die Implementierung des GFCS in 79 Ländern in Afrika, im karibischen Raum und im Pazifischen Ozean (2019-2024). Die WMO wird als technischer Partner mit regionalen und nationalen Partnern zusammenarbeiten, um die Wertekette der Klimadienstleistungen zu implementieren und so die Bereitstellung und Nutzung von Klimadienstleistungen zu fördern.

15:20 Uhr

Konstellation von Wolkencharakterisierungsbildgeräten (Pleiades)

Dr Pete Roming
Direktor
Southwest Research Institute
USA
Eine der Lücken bei der Wettervorhersage ist die Notwendigkeit einer Wolkencharakterisierung (CC). Eine verteilte Konstellation von Bildgeräten für den sichtbaren Nahinfrarot (NIR), Kurzwelleninfrarot (SWIR) und Mittelwelleninfrarot (MWIR) in niedriger Erdumlaufbahn bietet eine schnelle, kostengünstige Lösung für die CC. Vorherige Versuche kombinierten sichtbare, NIR-, SWIR- und MWIR-Bildgeräte zu einem einzigen Instrument und erhöhten damit Größe, Gewicht, Leistung und Kosten (SWaP-C) bei gleichzeitiger Steigerung der Komplexität und Lieferzeiten. Indem die Bildgeräte in drei unterschiedliche, leistungsstarke Instrumente getrennt und auf einer Konstellation kleiner Satelliten eingesetzt werden, können nicht nur die Wetterprioritäten erfüllt, sondern auch eine beschleunigte Reaktionsfähigkeit, reduzierte SWaP-C und Widerstandsfähigkeit bereitgestellt werden.

15:40 Uhr

Bewährte Praktiken des neuen Lufft CHM 8k Ceilometers

Holger Wille
Produktmanager
Lufft
DEUTSCHLAND
Das Wolkenhöhenmessgerät CHM 8k von Lufft wurde offiziell im September 2018 eingeführt. Als Alternative zum CHM 15k Ceilometer für größere Messabstände von bis zu 15 km deckt der CHM 8k Anwendungen ab, bei denen Reichweiten von bis zu 8 km von Interesse sind. In diesem Vortrag bietet der Produktspezialist eine Produkteinführung, erläutert die Unterschiede zu anderen Ceilometern und schildert die ersten durchgeführten Projekte.

15:55 Uhr

EEC-Technologie für hydrometeorologische Anwendungen – Wetterradar und QPE

Richard Stedronsky
Leiter Strategische Geschäftsentwicklung und Partnerschaften/Meteorologe
Enterprise Electronics Corporation
USA
EEC hat eine bahnbrechende Wetterradartechnologie zur Überwachung schwerwiegender Wetterereignisse mit dem Schwerpunkt quantitative Flächen-Niederschlagsabschätzung (Quantitative Precipitation Estimation, QPE) und Gefahrenwarnung entwickelt. EEC stellt ein breites Sortiment an Doppler-Wetterradaranlagen her, die die neuesten Dual-Polarisationsverfahren zur präzisen Erkennung und Bergung von Hydrometeoren umfassen. Im Fokus liegen dabei hydrometeorologische Anwendungen, wobei die Radarsysteme von EEC eine Reihe von QPE-Algorithmen wie beispielsweise den innovativen dämpfungsbasierten (R-A) Algorithmus nutzen. Die letzten Hurrikans in den USA haben bewiesen, wie die Genauigkeit des R-A QPE-Algorithmus von EEC zusammen mit geeigneten Alarmierungswerkzeugen dazu beitragen kann, Menschen und Sachwerte während schwerer Unwetter zu schützen.

16:10 Uhr

Vorstellung der SoilVUE10 – eine moderne TDR-Bodenprofilsonde

Dr Dirk V Baker
Anwendungswissenschaftler
Campbell Scientific Inc
USA
Das Verständnis der Eigenschaften von Bodenwasser ist für die wissenschaftliche Forschung von Bedeutung und liefert umsetzbare Daten, um kritische Infrastrukturen und Operationen zu unterstützen, die von Klima- und Wettergefahren wie Dürren, Flächenbränden und Überschwemmungen bedroht sind. Campbell Scientific stellt die komplett ausgestattete Bodenprofilsonde SoilVUE10 vor. Dieses einzigartige Design kombiniert die branchenführende Reflektometrie im Zeitbereich mit einer vollständigen Wellenformanalyse und einer neuartigen Gewindesonde. Die Einbettung der Hohlleiter (Stangen) in die Gewinde in mehreren Tiefen mildert zwei große Nachteile für glattseitige Profiler: Bodenkontakt und bevorzugte Strömung. Überlegene Bodenfeuchtedaten sowie die einfache und schnelle Installation machen die SoilVUE10 zu einem leistungsstarken Werkzeug für Forscher und Beobachtungsnetzwerke.

16:25 Uhr

Ein fortschrittliches, automatisiertes MET-System

Martin Gazak
CEO
MicroStep-MIS
SLOWAKEI
MicroStep-MIS hat innerhalb des Forschungsprogramms SESAR eine einzigartige Lösung vorgeschlagen, um die aktuellen Nachteile von automatisierten Wetterbeobachtungssystemen (AWOS) zu mindern. Das System ermöglicht die verbesserte Beobachtung von Wolken, Sichtweite und Wetterphänomenen, indem integrierte, duale sichtbare/Infrarot-Kameraaufnahmen auf zweierlei Art und Weise verwendet werden. Ein menschlicher MET-Beobachter (sogar an einem dezentralen Standort) ist erstens für die Verarbeitung der Bilder mit einer dedizierten Oberfläche verantwortlich. Zweitens werden Bilder automatisch anhand von Algorithmen der künstlichen Intelligenz verarbeitet. Drei Monate Datenerhebung und parallele METAR-Berichte (von einem offiziellen MET-Beobachter), AUTO-METAR-Berichte anhand von AWOS-Daten sowie AUTO-METAR-Berichte eines modernen, automatisierten MET-Systems während der Validierungsübungen legten die Grundlage für eine vorläufige statistische Bewertung, die Verbesserungen für automatisierte Beobachtungen belegte.

16:40 Uhr

Visualisierung und Analyse von Wetter- und Klimadaten mit ArcGIS

Dr Nawajish Oman
Leitender Produktingenieur
Esri
USA
Die Verfügbarkeit wissenschaftlicher Wetter- und Klimadaten steigt exponentiell. Die Untersuchung und Analyse dieser Daten ist zudem von entscheidender Bedeutung, um die Auswirkungen der globalen Klimamodelle besser zu verstehen. Glücklicherweise umfasst ArcGIS Funktionen, um wissenschaftliche Daten lesen, verwalten, analysieren und visualisieren zu können, die in gängigen Formaten der wissenschaftlichen Gemeinschaft gespeichert sind – netCDF, HDF und GRIB. Die ArcGIS-Plattform kann genutzt werden, um das volle Potenzial dieser wissenschaftlichen Datensätze auszuschöpfen, indem sie die Informationen jedem zur Verfügung stellt, wann und wo immer sie benötigt werden. Dieser Vortrag erläutert die Fähigkeiten von ArcGIS und einige der bewährten Verfahren unter Verwendung von Satelliten- und Modell-abgeleiteten geowissenschaftlichen Daten.

16:55 Uhr

Frage- und Antwortrunde

Tag 2: Donnerstag 6 Juni

Tag 2
10:15 Uhr - 17:00 Uhr

10:15 Uhr

Integration von Doppler-Lidar-Geräten als Multifunktionssensoren in operativen Wetternetzwerken

Ludovic Thobois
Wissenschaftlicher Leiter
Leosphere
FRANKREICH
Höhenwetterbeobachtungen in der Grenzschicht werden in operativen Netzwerken weiterhin selten eingesetzt – trotz ihrer Fähigkeit, Wettervorhersagen zu verbessern. Da Fernerkundungsverfahren inzwischen als operative meteorologische Ausrüstungen zur Verfügung stehen, wurden zahlreiche Netzwerke mit installierten Lidar-Sensoren eingerichtet, beispielsweise das New York State Mesonet-Netzwerk. In diesem Netzwerk arbeiten seit zwei Jahren 17 WINDCUBE100S Lidar-Systeme. Diese Studie stellt die gewählte Konfiguration und Scanning-Szenarien der Lidar-Geräte vor, um Produkte wie Wind, Grenzschichterkennung sowie Wolken-/Aerosolschichten mit der erwarteten Aktualisierungs- und Genauigkeitsrate zu erhalten.

10:35 Uhr

Erfüllung der hydrometeorologischen Anforderungen der am wenigsten entwickelten Länder

John Snow
Direktor
Snow & Associates LLC
USA
Hydrometeorologische Beobachtungen unterstützen die Erstellung zuverlässiger Umweltdaten, die für viele Entscheidungen wichtig sind. Es wurden zahlreiche Anstrengungen unternommen, um die hydrometeorologischen Dienstleistungen in Subsahara-Afrika zu verbessern. Viele dieser Anstrengungen versäumten jedoch, aus vorherigen Erfahrungen zu lernen. Dieser Vortrag ist Teil des Bestrebens, die im Rahmen des CIRDA-Projekts (Climate Information for Resilient Development in Africa) des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen gesammelten positiven und negativen Erfahrungen zu verbreiten. Mit diesem Projekt sollten 11 der am wenigsten entwickelten Länder in Subsahara-Afrika ihre Fähigkeit steigern, zuverlässige hydrometeorologische Daten zur Unterstützung der Entscheidungsfindung bereitzustellen.

10:55 Uhr

Frage- und Antwortrunde

11:00 Uhr - 12:00 Uhr

Generalversammlung der HMEI

12:00 Uhr - 12:10 Uhr

Pause

12:10 Uhr

EUMETSAT-Programme der nächsten Generation

Alain Ratier
Generaldirektor
EUMETSAT
DEUTSCHLAND
Mit dem Start der geostationären und polumlaufenden Satelliten der nächsten Generation im Jahr 2021 bzw. 2022 steht die EUMETSAT kurz davor, die Überwachung des Wetters und Klimas aus dem Weltall in eine neue Ära zu führen. Diese Programme werden die komplexesten und innovativsten meteorologischen Satellitenkonstellationen darstellen und über zahlreiche Instrumente der nächsten Generation verfügen, von denen einige weltweit erstmals in operativen Satelliten eingesetzt werden. Dies bedeutet, dass den nationalen Wetterdiensten mehr und bessere Klimadaten bereitgestellt werden können, um sie zum Schutz von Leben, Eigentum und Wirtschaften zu nutzen.

12:40 Uhr

Ein Blick auf das Flash Flood Guidance System (FFGS) mit globaler Abdeckung

Petra Mutic
FFGS Projektbeauftragte, Abteilung für Klima und Wasserwirtschaft
WMO
SCHWEIZ
Das WMO-Projekt „Flash Flood Guidance System (FFGS)“ mit globaler Abdeckung soll geschulten Meteorologen der nationalen meteorologischen und hydrologischen Dienste Zugang zu einer Vielzahl von Echtzeit-Produkten gewähren, um die potenziellen Bedrohungen von flutartigen Überschwemmungen bewerten und rechtzeitig Warnmeldungen ausgeben zu können. Über das System können Meteorologen auf mehrere Produkte zugreifen, beispielsweise durchschnittlicher Gebietsniederschlag, Bodenfeuchteschätzungen, Sturzflutorientierung, Vorhersage von Sturzflutgefahren, Vorhersage der durchschnittlichen Gebietsniederschläge, Schneedecke und Schneeschmelze usw. Das FFGS deckt inzwischen 64 Länder mit einer Bevölkerung von ca. drei Milliarden ab.

13:00 Uhr

Entwicklungen des European Meteorological Aircraft Derived Data Center (EMADDC)

Jan Sondij
Leitender Berater Flugmeteorologie
KNMI
NIEDERLANDE
Es werden die Entwicklungen des SESAR-Projekts EMADDC präsentiert. ATC-Überwachungstechnologien wie ADS-B und Mode-S bieten ein großes Potenzial, um Windrichtungs-, Windgeschwindigkeits- und Temperaturbeobachtungen in einer in Europa beispiellosen Anzahl zu erhalten oder abzuleiten. Ab 2019 ist das EMADDC v1.0 bereits im Einsatz und verarbeitet alle 15 Minuten Überwachungsdaten der Eurocontrol MUAC. Die Ergebnisse werden zur Verfügung gestellt und zu verschiedenen Zwecken genutzt. Im Mittelpunkt des Vortrags stehen die neuesten Entwicklungen und Anwendungsfälle der EMADDC-Leistungen. Enthalten ist ein vielversprechendes neues Verfahren zur individuellen Flugzeugkorrektur, zur geografischen Expansion und zur Umstellung von der Batch- auf die echtzeitnahe Verarbeitung.

13:20 Uhr

Frage- und Antwortrunde

13:30 Uhr - 14:30 Uhr

WMO-Podiumsdiskussion (wird noch bestätigt)

14:30 Uhr

R3M: die Initiative des Meeresüberwachungsnetzes in der Region Makaronesien

Dr Carlos Barrera
Leiter – Meeresfahrzeuge
Oceanic Platform of the Canary Islands - PLOCAN
SPANIEN
Obwohl die Meeresüberwachung in den letzten beiden Jahrzehnten dank neuer Plattformen, Sensoren und Telemetriesysteme erheblich verbessert wurde, bestehen weiterhin zahlreiche ungelöste Lücken in Bezug auf Abdeckung, Datenqualität und Tragfähigkeit. Diese Probleme sind insbesondere in Regionen wie Makaronesien von Relevanz, die aus zahlreichen weit voneinander entfernten Archipelen besteht. Eine fachübergreifende Gruppe aus Unternehmen und Instituten zielt darauf ab, eine regionale Initiative mit dem Namen R3M (Macaronesian Marine Monitoring Network) als Referenzrahmen zu konsolidieren, um die von den vor Ort vorhandenen Beobachtungsplattformen (feste und mobile) bereitgestellten Informationen laut den Bedürfnissen spezifischer Endbenutzer und der breiten Öffentlichkeit zusammenzutragen, zu verwalten und anzuzeigen.

14:50 Uhr

Neue Abtastverfahren innerhalb des TWIGA-Projekts

Nick van de Giesen
Professor
Delft University of Technology
NIEDERLANDE
Das TWIGA-Projekt wird durch das EU-Programm Horizon 2020 finanziert und verbindet 10 europäische und acht afrikanische Partner. Hauptziel von TWIGA ist es, neue Geodienste für Afrika beruhend auf innovativen Wasser-, Wetter- und Klimabeobachtungen vor Ort zu entwickeln. Es wurde eine breite Palette neuer Dienstleistungen angeboten, von relativ einfacher Sprühberatung bis hin zu komplexen Dienstleistungen rund um die Saatgutkeimversicherung. Die Sensorarten variieren von einfachen, vorhandenen Sensoren, die für neue Anwendungen angepasst werden, bis hin zu Mikro-Szintillometern zur Erfassung der fühlbaren Wärmeströme ganzer Felder. Ziel ist es, die örtliche Komponente des Global Earth Observation System of Systems (GEOSS) zu stärken.

15:10 Uhr

Modernisierung der hydrometeorologischen Dienstleistungen: der Fall eines der am wenigsten entwickelten Länder (LDC)

Yvette Ramos
Internationale Beraterin der WMO und Projektleiterin für NIRAS in einem Projekt der Weltbank
Beraterin
SCHWEIZ
Ein nationaler meteorologischer und hydrologischer Dienst (NMHS) sollte in der Lage sein, kostengünstige und benutzerorientierte Dienstleistungen und Produkte bereitzustellen, die nachhaltig sind und langfristig betrieben und aufrechterhalten werden können. Darüber hinaus sollten sie nicht von externen Einwirkungen wie Wetterereignissen, Stromausfällen usw. unterbrochen werden. Die Ziele eines NMHS sind im Allgemeinen, die Auswirkungen von Naturkatastrophen zu mindern, die Sicherheit, den Komfort, die Effizienz und die Regelmäßigkeit des Luft-, Land-, See- und Binnengewässertransports zu fördern, die nachhaltige Entwicklung der natürlichen Ressourcen zu ermöglichen und sicherzustellen, dass den Beteiligten Daten zum robusten und ausgereiften Bau verschiedener wasserbezogener Infrastrukturen zur Verfügung stehen. Diese sogenannten „strategischen Ziele“ hören sich auf dem Papier gut an, aber was steckt dahinter? Beruhend auf den Erfahrungen bei der Förderung moderner Managementtools in LDCs in Afrika und Südostasien geht dieser Vortrag auf die Hauptherausforderungen bei der Bereitstellung von hydrometeorologischen Dienstleistungen ein und erkundet Möglichkeiten für Entwickler.

15:30 Uhr

Ergebnisse der ersten Reihe von Bioaerosol-Monitoren Swisens Poleno

Erny Niederberger
CEO
Swisens AG
SCHWEIZ
Eine Pollenallergie ist eine der verbreitetsten, nicht ansteckenden Krankheiten, wobei ca. ein Viertel der europäischen Bevölkerung auf verschiedene Bioaerosole empfindlich reagiert. Derzeit liegen Pollendaten immer mit einer mehrtägigen Verspätung vor. Echtzeitdaten werden für eine bessere Information, Vorhersage und Prävention von Pollen benötigt. Die optimierte erste Serie von Swisens Poleno trägt diesem Bedürfnis Rechnung. Es handelt sich um ein Gerät zur automatischen Echtzeitmessung und Bestimmung unterschiedlicher Pollenarten und anderer Bioaerosole wie Sporen. Das Gerät wurde für die Langzeitüberwachung optimiert. Der Vortrag zeigt die Leistung des Swisens Poleno in der Praxis sowie die Messmöglichkeiten zusätzlicher Aerosolpartikelklassen.

15:50 Uhr

Anwendungen und Herausforderungen bei der Entwicklung der Fernerkundung mit GNSS-Reflektometrie

Randy Rose
Betriebsingenieur Missions- und Raumfahrtsysteme
Southwest Research Institute
USA
Die neuesten Entwicklungen im Bereich kleiner Satelliten und Modellierungstechniken haben ein neues kostengünstiges Fernerkundungsverfahren ermöglicht, das sich auf die Hydrologie und Meteorologie anwenden lässt. Anhand einer GNSS-gestützten Reflektometrie, die von einer Konstellation kleiner Satelliten ausgeführt wird, können Daten über Wellen, Wind, Eis, Bodenfeuchtigkeit und Feuchtgebiete mit einer bisher unerreichten Zeitauflösung und räumlichen Abdeckung über den kompletten dynamischen Bereich atmosphärischer Bedingungen fernerkundet werden. Dieser Vortrag fasst die durch die GNSS-Reflektometrie ermöglichten Anwendungen zusammen und liefert technische Einblicke in die Anforderungen an die Aufstellung der Instrumente, die einzigartigen Herausforderungen bei der Umsetzung dieser Erkundungstechnik in den vielseitigen Anwendungen sowie die damit verbundenen Lösungen.

16:10 Uhr

Bessere Messungen der Niederschlagsmenge und Sichtweite dank einer kombinierten Vorwärtsstreuung und eines Distrometers

Tommi Linna
Produktmanager
Vaisala Oyj
FINNLAND
Herkömmliche Sensoren übersehen zu häufig die leichtesten Niederschläge oder identifizieren diese nicht. Traditionelle Vorwärtsstreuungen weisen eine begrenzte Lichtempfindlichkeit auf, während Distrometer Niederschläge nur in begrenztem Maße bestimmen. Dies führt zu Sicherheitsrisiken bei wetterkritischen Vorgängen. Durch den Einsatz von Lichtschnitt, hoher Abtastrate und leistungsstarken Prozessoren wird die Erkennungs- und Identifikationsleistung auf ein neues Niveau gebracht. Ein neuer Sensor erkennt 100 % der Niederschläge. Die Analyse der einzelnen Partikel erlaubt eine überlegene Bewertung der Niederschlagsart. Die erheblich verbesserte Bestimmung von Nieselregen, Eisregen, Hagel und Graupel erhöht die Sicherheit und Effizienz. Dies ist ein großer Sprung in Richtung AUTO-METAR. Sichtweite, Bestimmung von Niederschlagsart/Niederschlagsintensität/Niederschlagsmenge und Distrometerfunktionen in einer einzigen Lösung ermöglichen ein erhebliches Kosteneinsparungspotenzial.

16:30 Uhr

MeteoTracker, a project for a network of connected mobile weather sensors

Juri Iurato
CEO
Iotopon Srl
ITALIEN
Timoteo Galia
Mitgründer
Iotopon Srl
ITALIEN
MeteoTracker is a project aimed at building a network of connected mobile weather sensors, exploiting cars as traveling weather stations. The key elements are: a compact, light, portable multisensor device endowed with a patent-pending system for radiation error correction for accurate temperature measurement; a mobile app; a software infrastructure for real-time data upload to the cloud; and a web app for data analysis, visualization and processing. The project is funded by the European PO FESR 2014-2020 program and is currently at an advanced working prototype level.

16:50 Uhr

Frage- und Antwortrunde

Tag 3: Freitag 7 Juni

Tag 3
10:15 Uhr - 15:30 Uhr

10:15 Uhr

Bessere Kartierung für den arktischen Transport

Betty Bonnardel
CEO
AB5 Consulting
GROSSBRITANNIEN
Dieser Vortrag untersucht eine neue Technologie, um in den arktischen Polarregionen eine wertschöpfende hydrografische Kartierung über verbundene Bathymetrie-Mobilstationen bereitzustellen. Sie beruht auf einer Schnittstelle zwischen Datenerfassungssensoren und der Übertragung an Onshore-Einrichtungen und wird eine Mega-Konstellation von Satelliten einsetzen, um große Datenmengen übertragen zu können. Endgeräte können auf mobilen Bathymetrie-Bojen, Forschungsschiffen oder Flugzeugen platziert werden. Alternativ können unbemannte Endgeräte zusammen mit GPS-Empfängern auf großen Eisschollen installiert werden. Die arktischen Bathymetrie-Geräte werden auf spezifische Bedürfnisse zugeschnitten, darunter die von staatlichen Organisationen, Rettungsdiensten, Schifffahrtsdienstleistern, Kreuzfahrtunternehmen und lokalen Benutzern.

10:35 Uhr

Aufbau des NWP-Systems der Zukunft

William Cottay
Leiter Cloud-Dienste
Penguin Computing
USA
Da modernen Meteorologen inzwischen Petabytes an Daten zur Verfügung stehen, können wesentlich genauere Modelle für vollständige Erdsysteme geschaffen werden. Die numerische Wettervorhersage (NWP) kommt jedoch nicht ohne Hochleistungsberechnungen (HPC) aus. Zudem bestehen bei der Entwicklung eines zuverlässigen und betriebsbereiten NWP-Systems viele Hürden. Historisch haben die hohen Kapitalkosten und die Herausforderungen beim Betrieb und der Verwaltung von HPC-Vorrichtungen diese für viele private und staatliche Vorhersageorganisationen unerreichbar gemacht. Heutzutage stehen jedoch neue Lösungen zur Verfügung, dank der die erheblichen technischen Probleme von der Datenintegration bis hin zur Nachbearbeitung sowie die organisatorischen Beschränkungen überwunden werden können.

10:55 Uhr

LEO-basierte Satelliten-Dienste für das IoT: Vernetzung der nächsten Generation für die Meteorologie

Hub Urlings
Innovation und ESA-Programmleiter
Hiber
NIEDERLANDE
Im Rahmen der Konferenz in Amsterdam 2018 gab die Europäische Raumfahrtagentur einen Überblick über die aktuellen und neuen Anbieter von Satelliten-Konnektivitätslösungen für das IoT. Im Mittelpunkt standen damals der Start einer Reihe von LEO-basierten Systemen Ende 2018. 2019 sind diese Systeme jedoch bereits in Betrieb, sodass dieser Vortrag einen Überblick über die laufenden Dienstleistungen bietet, die diese Systeme neben bestehenden Satelliten-IoT-Betreibern bereitstellen. Der Vortrag umfasst Folgendes: einen Überblick über die Satelliten-IoT-Betreiber, eine Untersuchung der neuen Akteure im Bereich IoT via LEO-Satelliten sowie einen meteorologischen Anwendungsfall des IoT via LEO.

11:15 Uhr

Kamerabasierte Sichtweitenmessung während der Nacht

Harald Ganster
Leitender Forscher
Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH
ÖSTERREICH
Die Sichtbarkeitsmessung auf Basis von Kamerabildern ist bereits etabliert, wobei die hohe Leistung am Tag durch laufende Auswertungen in ATM-Szenarien und synoptischen meteorologischen Anwendungen nachgewiesen wird. Der vorliegende Vorschlag befasst sich mit Nachtszenarien, die für ein kamerabasiertes Messsystem Herausforderungen darstellen, wie z. B. die Lichtempfindlichkeit des Sensors oder die Verfügbarkeit repräsentativer Landmarken. Das VisIvis-System kann die meisten relevanten Sichtweitenmessbereiche innerhalb der von der Kamera abgedeckten Reichweite automatisch erkennen. Es passt die Erkennungsparameter automatisch an und leitet repräsentative Sichtweitenmesswerte ab, die dann in benutzerdefinierten oder Standardformaten (z. B. METAR) berichtet werden. Der Vortrag stellt die Leistung während der Nacht sowie Beispiele unterschiedlicher Szenarien vor.

11:35 Uhr

GCOS: in Richtung eines globalen Netzwerks von Referenzmessungen für das Landoberflächenklima.

Tim Oakley
GCOS-Sekretariat
WMO
SCHWEIZ
Caterina Tassone
GCOS-Sekretariat
WMO
SCHWEIZ
Mit der Einführung und Aufrechterhaltung eines stabilen und meteorologisch gut charakterisierten Erdklima-Referenznetzwerks erhalten zukünftige Generationen Zugriff auf eine Reihe langfristiger Beobachtungen wichtiger Klimavariablen, anhand der umfassendere Bewertungen des Klimawandels und der Klimavariabilität ermöglicht werden. Darüber hinaus bietet es eine klare Evidenzbasis, die für fundierte Anpassungsentscheidungen sowie zur Überwachung und Quantifizierung der Wirksamkeit von international vereinbarten Minderungsmaßnahmen wesentlich ist. Das Atmospheric Observations Panel on Climate des Globalen Klimabeobachtungssystems (GCOS) hat die Schaffung eines dedizierten Projektteams vereinbart, um den Rahmen eines potenziellen globalen GCOS-Oberflächen-Referenznetzwerks (TT-GSRN) abzugrenzen. Das GSRN wird das Bezugselement eines gestaffelten Netzwerks bereitstellen, das andere bestehende Oberflächenbeobachtungsnetze im WMO-System einschließt und den Gestaltungsprinzipien von Beobachtungsnetzwerken der WMO folgt. Die Annahme einer gemeinsamen Terminologie und gemeinsamer Messverfahren wird den laufenden Diskussionen über die Verbesserung und Überprüfung der Leitlinien für optimale Praktiken innerhalb des GCOS und innerhalb der CIMO zugutekommen.

11:55 Uhr

Lehren aus Bhutan in Bezug auf die Installation eines GLOF-Frühwarnsystems

Phuntsho Namgyal
Chefingenieur
National Center for Hydrology and Meteorology
BHUTAN
Überschwemmungen aufgrund von Naturkatastrophen wie Gletschersee-Ausbrüchen (Glacier Lake Outburst Floods, GLOF) und Wirbelstürmen in Entwicklungsländern führen zu großen Verlusten an menschlichem Leben und Eigentum. Die Bereitstellung von Frühwarnlösungen für eingehende Hochwasser bleibt eine wirksame Lösung, um die Auswirkungen von Überschwemmungen zu minimieren. In Bhutan treten flutartige Überschwemmungen aufgrund von Gletschersee-Ausbrüchen besonders häufig auf. Daher wurde in den größten Flussgebieten ein Frühwarnsystem installiert. Dieser Vortrag befasst sich mit den Erfahrungen bei der Installation solcher Frühwarnsysteme in der bergigen, schroffen Himalayaregion Buthan und erläutert die Zuverlässigkeit, Kosten, Tragfähigkeit und Herausforderungen, die mit dem Sensornetzwerk verbunden sind. Der Vortrag befasst sich auch mit der Frage, wie ein gemeindebasierter Ansatz für das Katastrophenrisikomanagement (CBDRM) angewendet wurde.

12:15 Uhr

Ein Cloud-basiertes Wissensportal für eine offene und reproduzierbare Wissenschaft

Dr Mohan Ramamurthy
Direktor
UCAR/Unidata
USA
Die Cyber-Infrastruktur-Einrichtung Unidata setzt Dateninfrastruktur und datennahe wissenschaftliche Arbeitsabläufe und Analysewerkzeuge ein, die Cloud-Computing-Technologien für den Zugriff, die Analyse und die Visualisierung von geowissenschaftlichen Daten nutzen. Konkret hat Unidata Verfahren entwickelt, die den Zugang zu umfassend dokumentierten Datenbanken mit benutzerfreundlichen Werkzeugen und Workflow-Technologien verbinden. Dabei wird nicht nur der Einsatz von virtuellen Maschinen mittels Docker-Containern und Jupyter-Notebooks gefördert, sondern auch rechnerische und analytische Verfahren über Software-as-a-Service und Data-as-a-Service ermöglicht, indem Cloud IDV, AWIPS-Server und THREDDS-Datenserver in der Could eingesetzt werden, um eine offene und reproduzierbare Wissenschaft zu ermöglichen.

12:45 Uhr

Entwicklung einer NMHS-Leistungskapazität

Jean Sébastien Cases
VP Vertrieb und Marketing
Meteo France International
FRANKREICH
Die Stärkung der meteorologischen Infrastruktur (Beobachtungssysteme sowie IT) verfolgt ein einziges Ziel: bessere Leistungskapazität der meteorologischen und hydrologischen Dienste, damit diese besser ihren grundlegenden Zweck erreichen, Menschen und Eigentum zu schützen und die wirtschaftliche Entwicklung zu unterstützen. Dieser Vortrag konzentriert sich darauf, was eine Verbesserung der Leistungskapazität bedeutet und was in Bezug auf menschliche Organisation und Fachkenntnisse, Informationssysteme, Daten, Verbreitungsmittel und das globale Verständnis der Erwartungen von Endbenutzern dahinter steckt. Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags ist das letzte Glied der meteorologischen Wertekette: Frühwarn-, Produktions- und Klimadienste.

13:05 Uhr

Einsatz eines kleinen unbemannten Forschungsflugzeugs für die Erforschung von Windenergie mit atmosphärischen Turbulenzen

Jens Bange
Professor
Eberhard Karls Universität Tübingen
DEUTSCHLAND
Kleine unbemannte Flugzeugsysteme (UAS) eignen sich hervorragend für atmosphärische Messungen. Sie sind während des Einsatzes sehr flexibel und mobil und können zudem in entlegenen Gebieten eingesetzt werden. UAS sind sehr geeignete Messsysteme für atmosphärische Turbulenzen sowie die turbulente Übertragung von Energie, Impulsen, Gasen und Partikeln. Dieser Vortrag erläutert die Vor- und Nachteile kleiner UAS. Aufgrund der Anforderungen an die Messung turbulenter Winde konzentriert sich der Vortrag auf Starrflügler. Im Mittelpunkt stehen dabei ein exemplarisches Forschungs-UAS und die Vektormessung turbulenter Winde. Weiterhin werden die Forschungsergebnisse der Grenzschichtmeteorologie und Windenergie präsentiert.

13:25 Uhr

Frage- und Antwortrunde

13:30 Uhr - 14:30 Uhr

WMO-Podiumsdiskussion (wird noch bestätigt)

14:30 Uhr

Anerkennung hundertjähriger Beobachtungsstationen durch die WMO

Peer Hechler
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Abteilung für Datenmanagementanwendungen, Abteilung Klima- und Wasserwirtschaft
WMO
SCHWEIZ
Die WMO hat einen Anerkennungsmechanismus für hundertjährige Beobachtungsstationen eingerichtet, um die herausragende Bedeutung langfristiger Beobachtungen für meteorologische Anwendungen und Forschungen hervorzuheben. Bisher wurden weltweit mehr als 150 Beobachtungsstationen zertifiziert. Weitere sollen in Zukunft folgen. Die Stationserkennung wird von den WMO-Mitgliedstaaten genutzt, um öffentlich die Bedeutung langfristiger Beobachtungen zu feiern und so Entscheidungsträger und Regierungen zu ermutigen, diese Standorte weiter zu schützen. Meteorologische Instrumente sowie deren Entwicklung von der historischen Vergangenheit bis in die Zukunft spielen bei langfristigen Beobachtungen eine wichtige Rolle. Dieser Vortrag wird vom Standpunkt eines Klimaforschers aus die gerätebezogenen Anerkennungskriterien hervorheben und dadurch insbesondere angemessene Instrumentierungsnormen fördern, um langfristige Beobachtungen zu unterstützen.

14:50 Uhr

Innovation bei der Minderung meteorologischer Auswirkungen in der Karibik

Damien Prescod
Spezialist für Instrumentierung
Caribbean Institute for Meteorology & Hydrology
BARBADOS
Da Rahmenregelungen für das Qualitätsmanagement weiterhin integraler Bestandteil des Betriebs von meteorologischen und hydrologischen Diensten (NMHS) sind, ist die Wartung und Kalibrierung von hydrometeorologischen Aufnahmegeräten und Sensoren einer der Schwerpunkte des CIMH und seiner angeschlossenen Mitgliedsorganisationen. In dieser Hinsicht spielt das CIMH regional weiterhin eine wichtige Rolle, indem es die nachhaltige Expansion nationaler und regionaler Frühwarnnetze unterstützt und sicherstellt, dass Beobachtungsausrüstungen ordnungsgemäß gehandhabt, gewartet und kalibriert werden. Die technische Verwendung von Schulungs-, Kalibrierungs- und Sensibilisierungsprogrammen kann erheblich zur Minderung hydrometeorologischer Folgen beitragen.

15:10 Uhr

Pilotprojekte für die Flugmeteorologie in der Russischen Föderation

Artem Korchagin
Spezialist, Abteilung für Flugsicherheit
Aviamettelecom of Roshydromet
RUSSLAND
Dieser Vortrag untersucht das Aviation Nowcasting System (ANS) am Flughafen Pulkowo, ein Projekt, das im Rahmen des Luftfahrtforschungs-Demonstrationsprojekts der WMO und des SIGMET-Koordinationsprojekts durchgeführt wird. Schwerpunkt des ANS-Projekts ist die Flugwettervorhersage, darunter die entsprechende Unsicherheits-/Konfidenzschätzung für den Nahverkehrsbereich für die nächsten 0-6 Stunden. Das System in Pulkowo erzeugt Vier-Stunden-Vorhersagen, um Meteorologen bei der Erstellung von Prognosen zu unterstützen. In der näheren Zukunft ist geplant, dieses System zur Unterstützung der Entscheidungsfindung in der Flugverkehrskontrolle zu implementieren. SIGMET-Meldungen enthalten Informationen über unterschiedliche Wetterbedingungen, die sich auf die Flugsicherheit auswirken können. Gemäß den ICAO-Anforderungen müssen Staaten mit gemeinsamen Grenzen sich auf einen vorgeschlagenen Inhalt, horizontale Position, vertikale Tiefe, Grenzen und Bewegungsgeschwindigkeit aller SIGMET-Meldungen einigen, die die Fluginformationsgebiete beider Staaten betreffen oder voraussichtlich betreffen könnten. Seit 2016 beteiligt sich die Russische Föderation aktiv am vorgegebenen Prozess auf internationaler Ebene. Der Koordinierungsprozess bietet Staaten die Möglichkeit, die besten Verfahren in Bezug auf SIGMET-Inhalte auszutauschen.
*Programmänderungen vorbehalten

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