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Branchennachrichten


Bericht der WMO 2017 eines der wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnung

Laut Weltorganisation für Meteorologie (WMO) entwickelt sich 2017 zu einem der wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnung und erlebte viele extreme Wetterereignisse, darunter katastrophale Wirbelstürme, Überschwemmungen, lähmenden Hitzewellen und Dürren.

Die Konzentration an Treibhausgasen in der Atmosphäre wird 2018 voraussichtlich ihren neuen Höchststand erreichen und die Erde somit für weitere 50 Jahre erwärmen.

Der provisorische WMO-Bericht zum Zustand des globalen Klimas zeigte, dass die durchschnittliche globale Temperatur im Zeitraum von Januar bis September 2017 etwa um 1,1 °C höher lag war als vor der Industrialisierung. Als Folge eines starken El Niño bleibt 2016 zwar wahrscheinlich weiterhin das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung, doch 2017 und 2015 folgen an zweiter und/oder dritter Stelle. Der Zeitraum 2013 bis 2017 ist der wärmste Fünfjahreszeitraum überhaupt.

Der Bericht der WMO wurde während der Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP23) in Bonn veröffentlicht, die am 17. November 2017 ihren Abschluss fand. Er enthält Informationen zahlreicher UN-Agenturen zu den menschlichen, sozioökonomischen und ökologischen Auswirkungen des Klimawandels. Der Beitrag der UN-Agenturen ist Teil der Bemühungen, einen umfassenderen Überblick über das Wechselspiel zwischen Wetter, Klima und Wasser und den globalen Zielen der UN zu bieten.

WMO-Generalsekretär Petteri Taalas: „Die vergangenen drei Jahre gehören alle zu den wärmsten Jahren seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Sie sind Teil eines langfristigen Erwärmungstrends. Wir sind Zeugen außergewöhnlicher Wetterbedingungen geworden, einschließlich Temperaturen von über 50 °C in Asien, rekordartiger Wirbelstürme in rascher Folge in der Karibik, im Atlantik und bis nach Irland, verheerender Monsun-Fluten mit Auswirkungen für viele Millionen Menschen und einer unerbittlichen Dürre in Ostafrika.

Viele dieser Ereignisse – detaillierte wissenschaftliche Studien werden deren genaue Zahl bestimmen – tragen die deutliche Handschrift des Klimawandels, der auf die vom Menschen verursachte höhere Konzentrationen an Treibhausgasen zurückgeht.“

Patricia Espinosa, Generalsekretärin der UN-Klimarahmenkonvention: „Diese Ergebnisse unterstreichen die steigenden Risiken für Menschen, Volkswirtschaften und die Lebensgrundlagen auf der Erde insgesamt, wenn es uns nicht gelingt, die Ziele und Bestrebungen des Pariser Abkommens umzusetzen.

Wir können eine beispiellose und sehr willkommene Dynamik unter den Regierungen, aber auch Städten, Ländern, Gebieten, Regionen, Unternehmen und der Zivilgesellschaft beobachten. Bonn 2017 muss den Startpunkt für das nächste, noch ehrgeizigere Ziel aller Nationen und aller Bereiche der Gesellschaft bilden, die Zukunftsrisiken zu verringern und die Chancen eines neuen, zukunftsweisenden und nachhaltigen Entwicklungswegs so gut wie möglich zu nutzen.“

Laut der WMO könnten die Temperaturen laut aktueller Daten bis Ende des Jahrhunderts um 3 bis 5 °C ansteigen. Um diesen Trend zu bekämpfen, rief das Pariser Abkommen alle Staaten zur Umsetzung von Initiativen auf, die den Anstieg der globalen Temperatur auf weniger als 2 °C und idealerweise auf maximal 1,5 °C begrenzen. - November 2017

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