JETZT REGISTRIEREN


5., 6., 7. Juni 2019
Halle 4, Palexpo, Genf, Schweiz

Rückblick auf die Messe 2018

RÜCKBLICK AUF DIE MESSE: Die Meteorological Technology World Expo 2018 war die bisher größte und beste Messe!

Die Meteorological Technology World Expo 2018, die weltweit größte Messe für meteorologische und hydrometeorologische Technologien und Services, wurde mit einer Rekordzahl von Besuchern und Ausstellern allenthalben als die bisher größte und beste Messe gefeiert. Die dreitägige Veranstaltung, die vom 9. bis 11. Oktober in Amsterdam in den Niederlanden stattfand, zog fast 4000 Besucher an, darunter wichtige Entscheidungsträger und Innovatoren von Forschungsinstituten.

„Wie immer ging es auf der Meteorological Technology World Expo lebhaft zu, und ich habe es sehr genossen, mit allen Zulieferern zu reden“, meinte Prof. Dr. Nick van de Giesen, Wasserhaushalt, Bauingenieurwesen und Geowissenschaften, TU Delft. „Als Co-Direktor des TAHMO fand ich auch das Global-Weather-Enterprise-Meeting sehr interessant. Es scheint wirklich Bewegung und zukunftsgerichtete Maßnahmen für öffentlich-private Partnerschaften in Afrika zu geben.“

Auf der Messe wurden mehr neue Produkte aus den Mess- und Prognosetechnologien der nächsten Generation vorgestellt als je zuvor.

Die österreichische Firma Sommer Messtechnik stellte ihren neuen Ultraschall-Schneehöhensensor mit verbesserter Stabilität, Präzision und Zuverlässigkeit vor. Dank seines geringen Energiebedarfs ist der Sensor ideal für abgelegene Standorte mit Solarstromversorgung geeignet.

„Der Umstieg von der Zeitmessung zur Signalanalyse war ein völlig neuer Ansatz, mit dem wir neue Daten aus dem Ultraschall-Schneehöhensensor generieren konnten“, so Christoph Sommer, Vertriebsleiter und Geschäftsführer von Sommer Messtechnik.

„Die Empfindlichkeit und Genauigkeit wurden stark verbessert. Wir arbeiten auch mit einer Niederschlags- und Ereigniserkennung. Zum Beispiel können wir messen, ob Schnee auf dem Boden liegen bleibt oder nicht.“ Mehr lesen

Graw, ein Spezialist für Radiosondensysteme, hat mit der Einführung des neuen Modells DFM-17 seine Radiosondentechnologie komplett neu entwickelt und modernisiert. Die neue Sonde lässt sich aus der Ferne initialisieren und bietet eine zuverlässige Datenerfassung bis zu einer Höhe von 40 km. Das Gewicht und die Akkulaufzeit wurden ebenfalls verbessert.

„Fast die gesamte Technologie der Radiosonde wurde aufgerüstet und verbessert, auch der Sender“, erläuterte Alexander Kotik, technischer Leiter bei Graw. „Die DFM-17 ist kleiner als ihre Vorgänger und enthält viele neue Funktionen, die die Verfolgung und Übertragung von Echtzeitdaten erleichtern.“

Graw zeigte nicht nur die DFM-17, sondern nutzte zudem die Gelegenheit, die neue cloudbasierte Lösung GrawGo für die Überwachung von Bodenstationen vorzuführen. Mit der App GrawGo behält der Benutzer jederzeit den Überblick über Status, Messdaten und aktuelle Ereignisse von Radiosondensystemen. Mehr lesen

FT Technologies reagierte auf das zunehmende Interesse an der Nutzung von Drohnen und präsentierte den Ultraschall-Windsensor FT205, der aus einem Graphit-/Nylon-Verbundwerkstoff besteht. Damit ist der Sensor extrem leicht und ideal für Drohnen und UAVs für meteorologische Zwecke geeignet.

„Der FT205 war auf der Messe äußerst beliebt, jeder möchte etwas über mögliche Anwendungen in Drohnen wissen“, erzählte Heather Fitzgerald, Senior Digital Marketing Manager bei FT Technologies. „Da er so leicht und vielseitig ist, kann er an fast jede Drohne montiert werden, solange er sich außer Reichweite der Rotoren befindet. Aus diesem Grund ist der Sensor so gebaut, dass er problemlos an einer Stange befestigt oder mit einer Reihe von universellen Befestigungsmitteln unter der Drohne angebracht werden kann.“

Der FT205 wird derzeit vom britischen Met Office im Rahmen des Forschungsprojekts Boundary Layer getestet und wird sogar vom Mitaussteller Vorasky, einem koreanischen Entwickler von UAV, für die Integration in seine Drohnen genutzt. Mehr lesen

Nachdem Vaisala die Übernahme von Leosphere im Vorfeld der Messe angekündigt hatte, nutzte das Unternehmen die Gelegenheit, sein automatisches Sondierungssystem Autosonde AS41 zu enthüllen, das einen Monat lang autonom arbeiten kann und die Automatisierungsdauer bisheriger Systeme mehr als verdoppelt.

Darüber hinaus stellte das Unternehmen seine siebte Generation von Sichtweiten- und Wettersensoren vor – die Serie Vaisala FD70 mit Vorwärtsstreuung, die aus zwei Produkten besteht: dem Sichtweitensensor FD71 und dem Sensor FD71P zur Ermittlung des aktuellen Wetters.

„Die FD70-Serie basiert auf der innovativen Integration von zwei Technologien: Vorwärtsstreuung und optische Distrometer. Damit können selbst kleinste Tropfen zuverlässig erkannt werden“, erklärte Tommi Linna, Produktmanager bei Vaisala.

„Die neue Serie identifiziert hervorragend Niederschlagsarten und verbessert die Messung von Niederschlagsintensität und -akkumulation.“ Mehr lesen


Ein weiteres bemerkenswertes Highlight war der Erfolg einer HPC-Partnerschaft (High Performance Computing) zwischen Centro Epson Meteo – Expert Meteo und Verne Global, die 2016 auf der Meteorological Technology World Expo eingeleitet wurde und die Geschwindigkeit der Simulationsmodelle der italienischen Meteorologen verdoppelte. Mehr lesen


Außerdem kündigte der Erstaussteller Seismo Wave an, 2019 eine Infraschall-Überwachungsstation der nächsten Generation auf den Markt zu bringen und so auf den Erfolg seines tragbaren Infraschallsensors Time 1 aufzubauen, mit dem extreme Wetterereignisse wie Tornados und Hurrikane erkannt werden können. Mehr lesen

Highlights der Konferenz
In diesem Jahr fand auf der Meteorological Technology World Expo die renommierte Konferenz CIMO TECO-2018 der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) statt, gefolgt von der CIMO-17 vom 12. bis 16. Oktober. Die WMO hatte eine hervorragende Reaktion auf ihren Call for Papers: mehr als 220 hochwertige Abstracts aus allen WMO-Regionen.

Die Referenten wurden gebeten, vier Hauptthemen anzusprechen: die Charakterisierung und Standardisierung von umweltspezifischen Messungen – Sicherstellung der Rückführbarkeit; neue Messtechnologien: von der Entwicklung zum Betrieb; Gewährleistung der Zukunftsfähigkeit von Messungen sowie Herausforderungen für Messung und Integration in den nächsten 20 Jahren.

Zu den Höhepunkten gehörte ein Vortrag von Craig Smith, Environment and Climate Change Canada, über den Fortschritt der Initiative Global Cryosphere Watch (GCW). Dieses von der WMO entwickelte Programm soll maßgeblicher Daten, Informationen und Analysen über den Zustand der Kryosphäre bereitstellen.

Dafür stellte die WMO die GCW Observations Working Group zusammen. Dieses Best-Practices-Team wurde mit der Erstellung eines verbindlichen Leitfadens zu Best Practices bei der Messung von Kryosphärenvariablen beauftragt, der an GCW-CryoNet-Stationen und bei Beobachtungen im Allgemeinen zum Einsatz kommen soll. Der Leitfaden wird am Ende acht Komponenten umfassen, die finale Version ist für 2020 geplant.

„Die Entwürfe für die ersten beiden Kapitel über Schnee sind fertiggestellt und werden derzeit von den CIMO-Mitgliedern und den von GCW eingeladenen Experten geprüft“, erklärte Smith. „Kapitel drei über Gletscher und Kapitel sechs über Meereis fließen diesen Herbst ein.“

Es folgte eine Demonstration von Prof. Volker Wulfmeyer, Institut für Physik und Meteorologie der Universität Hohenheim, zu den Vorteilen eines von der Universität entwickelten fortschrittlichen aktiven Fernerkundungssystems für die Wasserdampf- und Temperaturprofilierung. Laut Wulfmeyer bestehen mehrere Lücken in der Beobachtung von Wasserdampf- und Temperaturprofilen in der unteren Troposphäre, die in der Präsentation als thermodynamische (TD) Profile bezeichnet wurden.

Das neue Fernerkundungssystem, das in einem kompakten automatisierten Gerät untergebracht ist, nutzt ein Raman-Lidar für die Beobachtung thermodynamischer Profile in der unteren Troposphäre mit hoher zeitlicher und vertikaler Auflösung.

„Zu den wichtigsten Merkmalen gehören die hohe Genauigkeit und Auflösung von T- und WV-Profilen – Tag und Nacht – bis in die mittlere Troposphäre. Es ist augensicher, betriebssicher und kann bis zu drei Jahre lang mit geringer Wartung am Laser betrieben werden“, ergänzte Wulfmeyer.

Die große Attraktion des zweiten Tages war ein Keynote-Vortrag von Prof. Petteri Taalas, dem Generalsekretär der WMO, der die Pläne der Organisation für eine Governance-Reform darlegte. Dabei sollen aus bisher 12 Fachkommissionen und weiteren Gremien vier Hauptkommissionen gebildet werden: die Kommission für Wetter, Klima, Wasser und zugehörige Umweltdienstleistungen und -anwendungen (APSCOM), die Kommission für Beobachtung, Infrastruktur und Informationssysteme (INFCOM), der Forschungsbeirat für Wetter, Klima, Wasser und Umwelt sowie die Gemeinsame WMO-IOC-Kommission für Meereskunde und Meeresmeteorologie (JCOMM).

„Die Governance-Reform ist wichtig für unsere Mitglieder, damit sichergestellt ist, dass wir besser auf die wachsende Nachfrage nach Wetterdaten und Fachwissen auf der ganzen Welt reagieren können. Wir waren bisher in unserem Geschäft erfolgreich, aber es gibt eine Chance, mehr zu erreichen, indem wir das Geschäft auf eine andere Weise führen“, so Taalas.

Taalas forderte zudem eine stärkere Zusammenarbeit mit Partnern im privaten und öffentlichen Sektor, um die Verbreitung von zwar manchmal qualitativ schlechten, aber dennoch nützlichen Daten zu verbessern.

Ein weiteres wichtiges Highlight war eine Podiumsdiskussion am ersten Tag, bei der neue Datenquellen für meteorologische Informationen, wie Mobiltelefone, Fahrzeuge, Drohnen und Mikrowellenverbindungen, besprochen wurden.

Die Teilnehmer analysierten verschiedene Ideen, z. B. wie erfasste Daten quantifiziert und in ein Arbeitsmodell integriert werden können. Sie diskutierten zudem über den Aufbau von Partnerschaften mit Fahrzeugherstellern, um Wetterdaten aus dem Bordcomputer von Autos zu erhalten, wobei die Beziehung zwischen Wetterdiensten und Flugzeugherstellern als vorbildliches Beispiel angeführt wurde.

Workshops und Satcom Forum
Neben der Konferenz CIMO TECO veranstaltete das International Forum of Users of Satellite Data Telecommunication Systems (Satcom Forum) vom 9. bis 11. Oktober seinen Satcom-Workshop 2018, und auch die vor Kurzem ins Leben gerufene Global Weather Enterprise Conference hielt vom 11. bis 12. Oktober eine zweitägige Sitzung über die bessere gemeinsame Nutzung von Daten ab. MeteoSchweiz und die WMO veranstalteten außerdem einen speziellen Workshop, bei dem betrachtet wurde, wie das Tool OSCAR der gesamten Branche nutzen kann.

Wenn Sie sich für das nächste Jahr für die Teilnahme an der kostenlosen Veranstaltung registrieren wollen, besuchen Sie die Website der Meteorological Technology World Expo unter: https://meteorologicaltechnologyworldexpo.com/en/

Weiteres Feedback von der Messe …

„Als neues Unternehmen, das Kapazitäten für die Erntevorhersage von Rohstoffpflanzen in den Tropen aufbaut, bietet uns die Expo eine wirklich effiziente Möglichkeit, geeignete Feldgeräte, Datenlieferanten und potenzielle Geschäftspartner zu vergleichen und zu finden. Zu unseren Highlights zählten die Entdeckung einer 3D-gedruckten Wetterstation, die eine widerstandsfähige, kostengünstige Lösung in datenarmen abgelegenen Gebieten darstellen könnte, und ein Zufallsgespräch mit einer Person, die wichtige Fachkenntnisse in das Unternehmen einbringen kann.“
Peter Gibbs, Meteorologischer Berater, Opus Insights


„Die Meteorological Technology World Expo war schon immer eine großartige Messe, und sie wird jedes Jahr besser. Sie bietet Wissenschaftlern, Ingenieuren, Managern und Meteorologen im Tagesgeschäft wie auch in der Forschung eine hervorragende Gelegenheit zum Networking. Durch die Vorträge und Produktpräsentationen erhält man nützliche Informationen zu den richtigen Technologien und Personen, von kleinen Erfindern und mutigen Innovatoren bis hin zu Branchenrevolutionären. Ich war schon auf mehreren Expos, sowohl als eingeladener Referent als auch als Besucher, der auf dem neuesten Stand der Wettertechnologie bleiben möchte. Dies ist eine Veranstaltung, die man nicht verpassen sollte. 2019 bin ich wieder dabei.“
Daryl O'Dowd, Beratender Meteorologe, Weatherdyne


„Wir stellen zum ersten Mal aus und sind wirklich beeindruckt. Die Meteorologiebranche ist für uns ein relativ neuer Sektor, daher war es gut, die anderen Stände zu besuchen, um zu sehen, was alle anderen machen. Hier begegnet man Menschen aus aller Welt, nicht zuletzt aus Asien, das für uns ein Schlüsselmarkt ist, den wir erreichen wollen. Wir haben bereits neue Kontakte nach Indonesien, Indien und Singapur geknüpft.“
Emeline Guilbert, Verkaufsleiterin bei Seismo Wave


„Die Veranstaltung ist international ausgerichtet und ist die beste Messe der Welt, also mussten wir hierher kommen. Neben neuen Kunden suchen wir nach Partnern, mit denen wir unsere Lösung weiterentwickeln und unsere Kompetenzen ergänzen können. Wir sind ein neuer Aussteller, und bisher war das Feedback sehr gut. Wir freuen uns darauf, diese neuen Beziehungen nach der Messe weiterzuentwickeln.“
Hongzong Liu, Marketingmanager, Naruida


„Wir sind seit zwei Tagen hier, und es ist toll, einfach herumzugehen und Networking mit den anderen Ausstellern zu betreiben. Wir arbeiten bereits mit vielen Unternehmen zusammen, aber es ist wichtig für uns, mit Firmen zu sprechen, die wir noch nicht kennen und die vielleicht den Markt in Brasilien nicht kennen. Auch die CIMO TECO-2018 hat eine Menge Leute angezogen, was noch mehr Möglichkeiten schafft.“
Diego Siqueira, Leiter Geschäftsentwicklung, Hukseflux Brasilien


„Unsere Produkte sind überall auf der Welt einsetzbar, daher ist es wichtig, dass wir ein internationales Publikum erreichen. Die Meteorological Technology World Expo ist in diesem Zusammenhang perfekt und hilft uns, einen noch größeren Kundenkreis zu erschließen. Es lohnt sich immer, zu kommen, und wir haben für nächstes Jahr schon gebucht.“
Alok Kumar Singh, Senior Manager, SGS Frangible Towers


„Die Messe ist ganz einfach eine perfekte Plattform zum Networking und zur Entwicklung neuer Partnerschaften. Sie ist auch die beste Veranstaltung in der Branche, wenn man die neuesten Technologien und Innovationen sehen möchte.“
Dr. Dieter Knauss, Forscher, Lufft

Archived Reviews

2018 | 2017 | 2016