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Branchennachrichten


Zweiter Sentinel-Satellit der ESA gestartet

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat am 25. April in Russland ihren Copernicus Sentinel-3B Satelliten ins All befördert, wo er sich zu seinem baugleichen Zwilling Sentinel-3A gesellen wird. Die beiden Satelliten sind mit einer Reihe von Technologien ausgestattet, die die Landmasse, die Ozeane und die Atmosphäre der Erde überwachen.

Mit diesem Satellitenpaar erhöhen sich die Abdeckung und die Datenübermittlung für Copernicus, das Umweltprogramm der Europäischen Union.

Bereits 92 Minuten nach dem Start schickte Sentinel 3B erste Signale an die Kiruna-Station in Schweden, woraufhin Teams im Raumflugkontrollzentrum der ESA in Darmstadt Datenverbindungen aufbauten, um die Steuerung des Satelliten übernehmen zu können. Der Routinebetrieb der Mission soll nach fünf Monaten anlaufen.

„Dieser siebte Sentinel-Start in den letzten vier Jahren ist ein klarer Beleg dafür, was mit europäischer Zusammenarbeit erreicht werden kann, und fügt sich zum anderen als weiterer Bestandteil in den gemeinsamen Betrieb des größten Erdbeobachtungsprogramms der Welt mit unseren Partnern von der Europäischen Kommission und von EUMETSAT ein“, so Jan Wörner, Generaldirektor der ESA.

„Mit Sentinel 3B hat Europa die erste Konstellation von Sentinel-Missionen ins All gebracht. Dies war keine einfache Aufgabe und bedurfte der entschlossenen Unterstützung aller Beteiligten“, kommentierte der Josef Aschbacher, ESA-Direktor für Erdbeobachtungsprogramme, den Start. „Dies verschafft uns täglich ein sehr detailreiches Bild unseres Planeten und vermittelt politischen Entscheidungsträgern entscheidende Informationen.

Außerdem bieten sich zahlreiche Gelegenheiten für kommerzielle Unternehmen, neue innovative Dienste zu entwickeln. Und dank der Politik des unentgeltlichen und offenen Datenzugangs kann jeder Bürger Aktualisierungen für seinen Eigenbedarf nutzen.“

Copernicus umfasst die Sentinel-Missionen und stützt sich auf weitere beitragende Missionen, um Daten zur Umweltüberwachung und Unterstützung ziviler Sicherheitstätigkeiten bereitzustellen. Für diese Ziele ist Sentinel 3 mit mehreren hoch entwickelten Sensoren ausgestattet.

Über den Ozeanen misst Sentinel 3 die Temperaturen, die Farbe und die Höhe der Meeresoberfläche sowie die Dicke des Meereises. Diese Beobachtungen dienen beispielsweise der Überwachung von Klimaveränderungen, aber auch konkreten Anwendungen wie etwa der Erfassung der Meeresverschmutzung.

Über Landflächen überwachen die Satelliten Waldbrände, die Landnutzung und den Vegetationszustand und messen die Höhe von Flüssen und Seen. Die Daten sämtlicher Sentinel-Missionen werden weltweit genutzt und sind gebührenfrei zugänglich.

- May 2018

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