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Branchennachrichten


NOAA erweitert Supercomputer-Kapazitäten

Die US-Klimabehörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) plant die Erweiterung ihres kombinierten Wetter- und Klima-Supercomputersystems um zwei neue Systeme von Dell.

Die Upgrades werden zu den existierenden IBM- und Cray-Supercomputern in Rechenzentren in den US-Bundesstaaten Virginia und Florida hinzugefügt. So wird die Geschwindigkeit in beiden Rechenzentren um insgesamt 2,8 PetaFLOPS erhöht. Damit steigt die Rechenleistung der NOAA insgesamt auf 8,4 PetaFLOPS. In Zukunft wird das System in der Lage sein, acht Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde durchführen, und zählt damit zu den 30 schnellsten Rechnern der Welt.

US-Handelsminister Wilbur Ross erklärte: „Die Supercomputer der NOAA spielen eine zentrale Rolle bei der Überwachung zahlreicher Wettereignisse, von Blizzards bis hin zu Wirbelstürmen. Nach diesen jüngsten Aktualisierungen wird die NOAA noch besser in der Lage sein, schwere Unwetter vorherzusagen und Städte und Gemeinden in den USA entsprechend zu warnen.“

Mit dem Upgrade endet die dritte Phase einer mehrjährigen Initiative mit dem Ziel, leistungsstärkere Supercomputer zu bauen, die komplexe Berechnungen schneller abwickeln, und so Modelle für Wetter-, Wasser- und Klimavorhersagen zu verbessern. Durch das Update wird außerdem die Speicherkapazität um 60 % gesteigert, sodass die NOAA mehr Wetter-, Wasser- und Klimadaten sammeln und verarbeiten kann.

Timothy Gallaudet, amtierender Leiter der NOAA, erklärt: „Unsere Supercomputer erfassen und analysieren jeden Tag Milliarden von Daten, die von Satelliten, Wetterballons, Flugzeugen, Bojen und Beobachtungsstationen am Boden geliefert werden. Mit einer höheren Rechnergeschwindigkeit und -kapazität können wir noch mehr Daten von unseren neuesten Satelliten – GOES-East, NOAA-20 und GOES-S – einholen und verarbeiten, um dem wachsenden Bedarf an Informationen und Entscheidungshilfen gerecht zu werden, der bei unseren Notfallmanagementpartnern, der Wetterindustrie und der Öffentlichkeit besteht.“

Das Upgrade bereitet den Weg für die Implementierung der neuesten Version des globalen Vorhersagemodells GFS (Global Forecast System). Der nationale Wetterdienst der NOAA will das neue System, das sogenannte „Amerikanische Modell“, im kommenden Jahr einführen. Das GFS ist bereits eines der führenden globalen Wettervorhersagemodelle und liefert viermal täglich stündliche Vorhersagen. Das neue GFS wird 2019 mehrere wichtige Upgrades durchlaufen. Unter anderem erhält es eine höhere Auflösung, die es der NOAA gestattet, das Modell mit einer Gitterauflösung von 9 km und 128 Ebenen über einen Zeitraum von 16 Tagen anzuwenden, verglichen mit aktuell 13 km und 64 Ebenen über 10 Tage. Das modernisierte GFS wird bereits in der diesjährigen Wirbelsturmsaison im Forschungsmodus auf den neuen Supercomputern laufen.

Louis W. Uccellini, Leiter des US-Wetterdienstes, sagt: „Während wir die Einführung des GFS der nächsten Generation 2019 vorbereiten, verfolgen wir einen ,kooperativen Modellierungsansatz‘ und arbeiten mit den besten und talentiertesten Modellentwicklern in den USA und im Ausland zusammen, um sicherzustellen, dass das neue Amerikanische Modell das genaueste und zuverlässigste System der Welt ist.“

- January 2018

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